Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Hinweise zur schriftlichen Prüfung in der Fachschule Sozialwesen Heilpädagogik Brandenburg; zwei gleichwertige Aufgabenvorschläge

Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Hinweise zur Vorbereitung auf die schriftliche Prüfung in der Fachschule Sozialwesen, Fachrichtung Heilpädagogik im Schuljahr 2026/2027 Prüfungsschwerpunkte im LF 3: Diagnostische Modelle und Methoden in heilpädagogischen Arbeitsfeldern

Seite 1 von 2 1. Schwerpunkte Die angegebenen Schwerpunkte basieren auf dem am 1. August 2024 in Kraft getretenen Rahmenlehrplan für die Fachschule Sozialwesen in der Fachrichtung Heilpädagogik im Land Brandenburg. 1.1 Inhaltliche Schwerpunkte Thema 1: Heilpädagogische Freizeitgestaltung für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung im ambulanten Wohnsetting − Wirkungsprozesse/Teilhabeprozesse messen und Handlungsbedarfe ableiten − Kunstpädagogische und kunsttherapeutische Ansätze in der heilpädagogischen Praxis − Planung und Reflexion einer heilpädagogischen Handlungsstrategie Das Thema 1 wird im Kontext der Querschnittaufgabe, konsequente Partizipation in allen gesellschaftlichen, politischen und individuellen Kontexten umzusetzen, betrachtet.

Thema 2: Heilpädagogische Begleitung von Jugendlichen im schulischen Kontext – Identitätsentwicklung im Alter von 13–14 Jahren − Wirkungsprozesse/Teilhabeprozesse messen und Handlungsbedarfe ableiten − Sozialraumanalyse und sozialraumorientierte Methoden − Förderung von Identitätsentwicklung und Selbstwirksamkeit im Jugendalter − Planung und Reflexion einer heilpädagogischen Handlungsstrategie Das Thema 2 wird im Kontext der Querschnittaufgabe, Befähigung und (Selbst-) Ermächtigung der Betroffenen (Empowerment) zu unterstützen, betrachtet. 1.2 Kompetenzorientierte Schwerpunkte Grundsätzlich gelten die im Rahmenlehrplan Heilpädagogik formulierten Kompetenzen. Für die Bearbeitung der Aufgaben haben die folgenden Kompetenzen besondere Bedeutung. Heilpädagoginnen und Heilpädagogen verfügen über

Land Brandenburg Seite 2 von 2 − vertiefte und integrierte Kenntnisse hinsichtlich der Kriterien einer verstehenden Prozess- und Verlaufsdiagnostik. − die Fertigkeiten, diagnostische Daten u. a. in Entwicklungsberichten, Förderdokumentationen und Hilfeplanprozessen zu erfassen und unter Berücksichtigung individueller Ressourcen Unterstützungs-, Förder- und Begleitmaßnahmen für Menschen zu initiieren. − die Fertigkeiten, auf der Grundlage objektiver Gegebenheiten, anamnestischer Erkenntnisse und empathisch verstandener Prozesse Hypothesen für das weitere heilpädagogische Vorgehen zu erstellen. 2. Struktur der Aufgabenvorschläge Den Schulen werden zum Hauptprüfungstermin zwei gleichwertige Aufgabenvorschläge zur Verfügung gestellt. Aus diesen Aufgabenvorschlägen wählt die Lehrkraft denjenigen aus, der bezüglich des konkreten Unterrichts am besten geeignet erscheint. Ein Aufgabenvorschlag besteht aus einer Textvorlage (beruflichen Handlungssituation), der Aufgabe, dem Erwartungshorizont sowie den verbindlichen Bewertungshinweisen für Lehrkräfte. 3. Hilfsmittel Sämtliche Textvorlagen für die Prüfling sind im Aufgabenvorschlag enthalten. Als Hilfsmittel ist ein Nachschlagewerk der deutschen Rechtschreibung zur Verfügung zu stellen. 4. Bewertungsgesichtspunkte Als Grundlage für die Korrektur der Prüfungsarbeiten wird jeweils ein Erwartungshorizont bereitgestellt, der die geforderten Leistungen in den Anforderungsbereichen sowie die Gewichtung der Kompetenzen abbildet. 5. Dauer der Prüfung Die Arbeitszeit beträgt 210 Minuten.