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title: "Jürgen Klopp erster offizieller Arbeitstag beim DFB in Frankfurt; Nations League-Spiele im September/Oktober"
sdDatePublished: "2026-08-15T18:08:00Z"
source: "https://www.dfb.de/news/juergen-klopp-es-hat-sich-echt-gut-angelassen"
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Jürgen Klopp erster offizieller Arbeitstag beim DFB in Frankfurt; Nations League-Spiele im September/Oktober

Jürgen Klopp: "Es hat sich echt gut angelassen"

Jürgen Klopp: "Es hat sich echt gut angelassen"

Jürgen Klopp: "Wir waren in den letzten Tagen bereits mit dem gesamten Trainerteam hier und haben Abläufe kennengelernt"

Jürgen Klopp legt los. Heute hat der neue Bundestrainer seinen ersten offiziellen Arbeitstag beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Am DFB-Campus in Frankfurt sprach Klopp im exklusiven Interview mit DFB.TV über die ersten Schritte und Maßnahmen mit seinem Trainerteam, seine Vorfreude auf die anstehenden Länderspiele in der UEFA Nations League im September und Oktober und die Bedeutung der Fans für die Auftritte der Nationalmannschaft . Hier lesen Sie Auszüge aus dem Interview, das Gespräch in voller Länge gibt es an diesem Samstag um 18.30 Uhr sowie auf Abruf exklusiv bei DFB.TV .

DFB.TV: Herzlich willkommen, Jürgen Klopp! Heute ist Dein offiziell erster Arbeitstag beim DFB. Du warst aber die Woche über schon hier auf den Fluren des DFB-Campus unterwegs, unter anderem auch mit Deinem Trainerteam. Gab es diesen einen Moment, in dem Du zum ersten Mal gespürt hast: "Jetzt bin ich Bundestrainer"?

Jürgen Klopp: Es gab ein paar Momente, um ehrlich zu sein. Mein offizieller Arbeitsbeginn ist der 15. August, aber inoffiziell haben wir ja schon eine Weile begonnen. WhatsApp-Nachrichten von Freunden habe ich auch schon beantwortet mit "Bundestrainer Klopp". (lacht) So würde sich ja kein Mensch nennen, das klingt auch sehr unangenehm, aber mit Kumpels fand ich es ganz angemessen. (schmunzelt) Es geht jetzt Schritt für Schritt. Wir waren in den letzten Tagen bereits mit dem gesamten Trainerteam hier und haben Abläufe kennengelernt. Onboarding bedeutet, dass man seine Devices und dass man Nummern zusammengestellt bekommt von Menschen, die ich in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten anrufen werde. Mit manchen bin ich bereits in Kontakt getreten, zum Beispiel habe ich mit einigen Bundesligatrainern Termine vereinbart. Mit Spielern habe ich erstmal keinen Kontakt gehabt. Viele waren bis jetzt in der ganzen Welt unterwegs, zum Beispiel in Asien. Sie sind mitten in der Vorbereitung und so richtig viel zu reden gibt es jetzt aus meiner Sicht auch noch nicht. Aber wenn ich die Trainer und Vereine besuche, werde ich natürlich auch mit den Spielern vor Ort sprechen. Wir sind alle mit viel Vorfreude hochmotiviert bei der Sache. Es hat sich echt gut angelassen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die wir bis jetzt kennengelernt haben, haben uns ganz, ganz toll aufgenommen. Danke dafür! Es fühlt sich nicht fremd an, das ist echt schön.

DFB.TV: Hast Du in diesen ersten Tagen schon etwas gelernt über den DFB, über die Menschen, die hier für den Fußball arbeiten, was du vorher noch nicht gewusst hast? Denn Du hast sehr viel Erfahrung und große Erfolge als Vereinstrainer, hast aber selbst bei Deiner ersten Pressekonferenz gesagt: "Bundestrainer zu sein, ist schon nochmal etwas anderes."

Klopp: Ich habe schnell gemerkt, dass die Menschen, mit denen ich eng zusammenarbeiten werde, richtig gute Leute sind. Denn man denkt ja, wenn eine WM nicht gelaufen ist: Jetzt muss man überall einmal feucht durchwischen und bei null wieder anfangen. Aber das ist völlig unnötig. Ich bin zu lange dabei, um zu wissen, dass Veränderungen woanders herbeigeführt werden müssen. Alle sind hier beim DFB, weil sie Qualität haben und nicht, weil sie nichts anderes gefunden haben. Ich verspüre bei allen ganz viel Vorfreude. Es gibt jetzt zwei große Themenbereiche, um die wir uns kümmern müssen: Nummer eins ist die A-Nationalmannschaft. Nummer zwei ist alles andere. Wir müssen mit der A-Nationalmannschaft anfangen, dieser Termin ist jetzt der nächste. Wir haben viele Ideen und werden noch viele weitere entwickeln. Am Ende ist es aber abhängig von den Spielern, von ihrem Fitnessstand, einfach von ihrem Zustand insgesamt, in dem sie zu uns kommen. Deshalb brauchen wir noch ein bisschen Zeit. An Lust, Bereitschaft, Fleiß wird es aber ganz bestimmt nicht scheitern. In der kommenden Woche haben wir einen dreitägigen Workshop, das gesamte Trainerteam kommt mit Teilen des Staff zusammen, damit wir uns kennenlernen. Was wir jetzt schon machen können, machen wir. Wo wir noch ein bisschen warten müssen, warten wir eben noch und versuchen das so gut es geht vorzubereiten. Um nochmal auf die Frage zurückzukommen: Als Vereinstrainer arbeitest du jeden Tag mit deinen Spielern. Eine Woche ist auch wirklich eine Woche. In der Zeit konnte ich vier, fünf Spielern näherkommen, herausfinden, wer sie sind und was hinter ihnen steckt. In der nächsten Woche waren es vier, fünf andere. Nach vier bis sechs Wochen habe ich ein gutes Bild von meiner Mannschaft gehabt. Das muss jetzt schneller gehen. Und deswegen versuche ich ein paar Vereine und Spieler noch zu besuchen, bevor es losgeht. Aber das wird nicht mit allen gelingen. Und dann muss man sich die Zeit auch geben. Denn die Spieler kenne ich, aber nicht immer die Personen hinter den Spielern. Es ist aber eine wichtige Information für mich, zu erfahren, was den jeweiligen Kerl antreibt, wo er herkommt, wo er hinwill. Aber es ist ja zum Glück kein Short-Term-Experiment, sondern auf ein paar Jahre angelegt. Und jetzt können wir anfangen.

DFB.TV: Du hast Dich deswegen ja auch schon mit den Trainern der U 19-, U 20- und U 21-Nationalmannschaften zusammengesetzt. Hannes Wolf ist nicht nur Cheftrainer der U 20, sondern auch Direktor für Nachwuchs, Training und Entwicklung. Wie wichtig ist sein Engagement, sind die Reformen, die er gemeinsam mit seinem Kompetenzteam über die Trainingsphilosophie Deutschland angestoßen hat?

Klopp: Das Treffen mit den U-Trainern war super wichtig. Mit Toni Di Salvo habe ich schon länger telefoniert, mit Hannes Wolf auch, den ich aber auch schon sehr lange kenne. Hanno Balitsch habe ich mal trainiert, wenn auch nicht allzu lange. Christian Wörns hätte ich beinahe mal trainiert, er hat aber aufgehört, bevor ich in Dortmund angefangen habe. Es gibt also eine Art gemeinsame Vergangenheit. Das Entscheide dabei ist und dieses Gefühl wollte ich den Trainern vermitteln: Wir gemeinsam trainieren die deutsche Nationalmannschaft! Nur in unterschiedlichen Altersklassen. Aber das ist für mich kein Unterschied. Das ist auch im Verein schon immer so gewesen. Wenn ein 17-Jähriger bereit ist, dann ist er bereit. Dann habe ich das aber nicht etwa gesehen, weil ich jeden Tag beim Training zugeschaut hätte. Sondern der U 18-Trainer hat mir gesagt: schau dir den mal an. Und diese Art der Zusammenarbeit möchte ich gerne haben.

Das Nachwuchskonzept, das Hannes Wolf da angegangen ist, ist großartig. Dinge haben über Jahrzehnte sehr gut funktioniert, dann haben wir festgestellt, dass sie nicht mehr funktionieren, und jeder hat sich Veränderung gewünscht. Dann kommt jemand, verändert etwas, und viele sagen: Ja, Veränderung ist gut, aber so nicht. Und nicht in Deutschland. Da muss man beharrlich sein und dranbleiben. Ich glaube zu hundert Prozent an die Art und Weise, mit der das angegangen wird. Dass wir Trainer ausbilden müssen, dass wir jedem Trainer, der da draußen eine Fußballmannschaft trainiert, helfen müssen, damit er wiederum seiner Spielerinnen und Spielern helfen kann. Wir beim DFB können nicht jede Fußballerin und jeden Fußballer trainieren, wir können nur den Weg vorgeben und ihn selbst konsequent gehen. Es geht darum, wie wir die Basis davon überzeugen. Wenn ich dabei helfen kann, mache ich das natürlich super gerne, das ist gar keine Frage.

Hier geht es zum vollständigen Interview auf DFB.TV

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