- FC Heidenheim 1846 unterliegt Hertha BSC in Berlin; Rote Karte gegen Zeefuik beeinflusst Schlussphase
Niederlage in der Hauptstadt – Der FCH unterliegt bei Hertha mit 1:4 | 1. FC Heidenheim 1846 e. V.
Am 2. Spieltag der neuen Zweitliga-Saison musste sich der 1. FC Heidenheim 1846 auswärts bei Hertha BSC geschlagen geben. Nach einem völlig verpatzten Start am Samstagnachmittag sowie einem schnellen Drei-Tore-Rückstand im ersten Durchgang bewiesen die FCH Profis nach dem Seitenwechsel zwar Moral und verkürzten zwischenzeitlich, mussten sich am Ende aber leider auch absolut verdient mit 1:4 geschlagen geben.
Cheftrainer Frank Schmidt vertraute im Olympiastadion vor 41.459 Zuschauern exakt derselben Startelf, die in der Vorwoche den 4:3-Heimsieg gegen den VfL Osnabrück eingefahren hatte. Auf dem Rasen wirkten jedoch die Hausherren von der ersten Sekunde an griffiger. Die Partie begann für den FCH denkbar unglücklich: Kaum rollte der Ball, gab es nach einem Foul von Mhamdi an Brekalo Freistoß für die Berliner an der rechten Seitenauslinie (1.). Hertha nutzte die Standardsituation eiskalt. Marten Winkler flankte das Leder präzise in den Sechzehner, wo Sebastian Grönning per Flugkopfball zur blitzschnellen 1:0-Führung für die Gastgeber traf (2.).
Ein echter Wirkungstreffer, von dem sich unsere Elf zunächst erholen musste. Hertha blieb am Drücker, machte mächtig Dampf und profitierte immer wieder von schnellen Umschaltmomenten. In der 6. Minute war es erneut das Duo Grönning und Brekalo, das gefährlich vor dem Gehäuse auftauchte – FCH-Keeper Frank Feller tauchte jedoch stark ab und verhinderte Schlimmeres. Eigene Offensivaktionen blieben absolute Mangelware.
Mitten in eine Phase der vermeintlichen, leichten Heidenheimer Stabilisierung folgte jedoch der nächste bittere Rückschlag. Marten Winkler eroberte im Mittelfeld den Ball, lief unbedrängt durch das Zentrum und zog aus gut 25 Metern trocken ab – die Kugel schlug unhaltbar zum 0:2 unten rechts in den Maschen ein (26.). Nur neun Minuten später kam es noch dicker: Erneut war es Winkler, der das Auge für Zeefuik hatte. Dessen perfekter Heber über den herausstürmenden Feller bedeutete das heftige 0:3 (35.). Einzige nennenswerte Offensivaktion des FCH im ersten Durchgang: Marcel Costly setzte sich durch und hatte freie Bahn. Hertha-Schlussmann Marius Gersbeck war jedoch zur Stelle und parierte den zu zentral platzierten Abschluss (40.), sodass es mit dem deutlichen Rückstand in die Kabinen ging.
Frank Schmidt reagierte zur Pause deutlich und brachte mit einem Vierfach-Wechsel frisches Personal und neue Energie auf den Platz. Diese Umstellungen zeigten sofort Wirkung! Nur vier Minuten nach dem Wiederanpfiff erarbeitete sich der FCH einen Freistoß. Jonas Föhrenbach schlug den Ball lang in den Berliner Sechzehner, der eingewechselte Mikkel Kaufmann verlängerte geschickt per Kopf und Jan Schöppner versenkte das Leder zum 1:3-Anschlusstreffer im Netz (49.).
Der Treffer zeigte Wirkung bei den Berlinern. Unsere Mannschaft agierte nun endlich mutiger, schaffte es gegen die sich defensiv wieder fangenden Berliner jedoch zu selten, zwingende Torchancen zu kreieren. Bitter: Marvin Pieringer und Marcel Costly liefen plötzlich völlig frei im Zwei-gegen-eins auf das gegnerische Tor zu. Pieinger nahm Costly mit, der sich aber zu weit rausdrängen ließ – diese Szene hätte das so wichtige 2:3 sein können. Auf der Gegenseite war zuvor ein Schuss von Herthas Gouram nach einer Ecke links am Tor vorbeigestrichen (57.).
In den Schlussminuten überschlugen sich noch einmal die Ereignisse. Zunächst parierte Frank Feller einen gefährlichen Kopfball des eingewechselten Schuler stark (76.). Kurz vor dem Ende dezimierten sich die Hausherren schließlich nochmal selbst: Nach einer Tätlichkeit mit dem Ellenbogen gegen Maximilian Breunig sah Berlins Zeefuik nach VAR-Überprüfung die Rote Karte (88.). In Überzahl warf der FCH in den Schlussminuten noch einmal alles nach vorne, wurde im Anschluss an eine eigene Ecke jedoch eiskalt ausgekontert. Adewumi vollendete den Gegenangriff zum äußerst bitteren 1:4-Endstand (90.) aus Heidenheimer Sicht.
Hertha BSC: Gersbeck – Eitschberger (83. Dárdai), Gechter, Kolbe, Zeefuik – Sessa (83. Thorsteinsson), Seguin – Winkler (77. Klemens), Gouram (64. Adewumi), Brekalo (– Grønning (64. Schuler)
FCH: Feller – Mhamdi (46. Busch), Mainka (46. Gimber), Siersleben, Föhrenbach – Schöppner – Costly, Pieringer, Beck (46. Zrilic), Honsak (46. Kaufmann) – Zivzivadze (77. Breunig)
Tore: 1:0 Grønning (3.), 2:0 Winkler (26.), 3:0 Zeefuik (35.), 3:1 Schöppner (49.), 4:1 Adewumi (90.)
Gelbe Karten: Mainka, Mhamdi, Eitschberger
Niederlage in der Hauptstadt – Der FCH unterliegt bei Hertha mit 1:4