FC St. Pauli 2:2 gegen Holstein Kiel in Kiel; Last-Minute-Ausgleich verhindert ersten Auswärtssieg der Saison
FC St. Pauli | „Wir sind ein bisschen enttäuscht, weil mehr drin war“
„Wir sind ein bisschen enttäuscht, weil mehr drin war“
Der FC St. Pauli hat den ersten Auswärtssieg der Saison spät verspielt und sich mit 2:2 von Holstein Kiel getrennt. Unsere Kiezkicker zeigten sich ernüchtert über den Last-Minute-Ausgleich, gleichzeitig waren sie mit dem gesamten Auftritt nicht unzufrieden.
Cheftrainer Marcel Rapp : „Wir sind gut ins Spiel gekommen und hatten eine Riesenchance durch Martijn Kaars, die wir nicht reinmachen. Dann geht es ein bisschen hin und her, beide Teams haben Chancen und wir machen zwei Tore. Dann gehen wir in die Halbzeit und bekommen ein Tor. Dann kommt der Knackpunkt vom Spiel, dass wir zwei Chancen haben, um auf 3:1 zu stellen. Wenn wir das machen, gewinnen wir das Spiel. Dann wirft Holstein alles nach vorne und macht das 2:2. Jetzt sind wir ein bisschen enttäuscht, weil mehr drin war. Die Jungs haben alles gegeben und die Dinge gut umgesetzt. Damit sind wir zufrieden. Mit dem Ergebnis sind wir unzufrieden, aber das müssen wir akzeptieren und machen weiter.“
David Nemeth : „Wir standen am Ende zu tief und haben nicht mehr so herausattackiert wie in der ersten Halbzeit. Kiel hat gute Flanken geschlagen und die hätten wir besser wegverteidigen müssen. Beim 2:2 habe ich den Kopfball verloren, das hätte ich besser machen müssen. Der Ball kommt lange auf den zweiten Pfosten. Das ist nicht einfach zu verteidigen, aber da muss ich offener stehen und dann kann ich ihn auch wegverteidigen. Insgesamt haben wir die Chancen heute besser genutzt. Die hatten wir auch letzte Woche, aber sie nicht gut genutzt. Wir haben die Energie auf den Platz gebracht, das haben wir im ersten Spiel vielleicht ein bisschen verloren. Jetzt sind zwei Spiele vergangen und wir haben Tore bekommen, die wir nicht bekommen wollten. Das müssen wir abstellen und besser verteidigen.“
Martijn Kaars : „Wir haben 2:0 geführt, dann ein bisschen zu schnell das 2:1 bekommen und fünf Minuten vor Schluss auch noch 2:2. Wenn wir mit zwei Toren führen, sollte es natürlich nicht so laufen. Wir wollten in der zweiten Halbzeit den Plan der ersten Halbzeit fortsetzen, aber im Fußball ist es immer schwierig. Es war sehr schwierig mit dem Wetter und am Ende waren Kiel und wir sehr müde. Bei meinem Kopfball in der zweiten Halbzeit haben wir es sehr gut gespielt, aber der Torwart hat auch sehr gut gehalten. Wenn wir das dritte Tor machen, gewinnen wir das Spiel. Ich bin nicht zufrieden, dass ich ein Tor erzielt habe, weil es nicht gereicht hat, das Spiel zu gewinnen. Wenn wir 2:1 gewonnen hätten, wäre das anders gewesen. Ich hatte drei große Chancen und habe es zweimal genau richtig gemacht und einmal nicht.“
Louis Oppie : „Wir haben nach der Führung nicht mehr unser Spiel gemacht, standen nur noch tief und haben Kiel spielen gelassen. Wir hatten viele Ballverluste, sind nicht mehr in unsere Abläufe reingekommen und haben den Gegner stark gemacht. Bei der Szene vor der Halbzeit hatte ich einen freien Fuß und wollte ihn in die kurze Ecke schießen. Der Torwart hat den Arm dann zu schnell hochbekommen. Wir sehen trotzdem das Positive. Wenn man sich die Spiele anschaut, sieht man, dass die Spiele kippen, wenn wir den Gegner starkmachen. Wenn wir über 90 Minuten konsequent bleiben, dann hätten wir auch sechs Punkte mitnehmen können.“
Tim Walter (Cheftrainer Holstein Kiel) : „Wir haben heute wieder ein paar Geschenke verteilt, liegen dann 2:0 hinten und haben trotzdem das Spiel dominiert. Das 2:0 war ein bisschen unverständlich und trotzdem haben wir es akzeptiert. Fehler passieren und sind menschlich. Das kommt immer wieder vor und wir können sie nicht abstellen. Heute haben wir zuhauf Geschenke verteilt, trotzdem sind wir zurückgekommen, weil wir einen guten Teamspirit hatten. Wir hatten eine gute Energie und haben alles nach vorne geworfen. Letztendlich ist es uns geglückt, das Spiel rumzureißen. Heute haben wir insgesamt dominiert, aber müssen selbst die Tore schießen und sie nicht nur dem Gegner auflegen.“
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