Papst Leo XIV. kritisiert moderne Schönheitsideale geprägt von Konsum und Hedonismus in Castel Gandolfo; Liebe ist der schönste Schmuck des Menschen

Papst kritisiert moderne Schönheitsideale: Liebe schönster Schmuck | katholisch.de

Papst kritisiert moderne Schönheitsideale: Liebe schönster Schmuck

VERÖFFENTLICHT AM 15.08.2026 UM 10:59 UHR – LESEDAUER: 2 MINUTEN

CASTEL GANDOLFO - Jugend und ein makelloses Äußeres gelten oft als Maßstab für Schönheit. Papst Leo XIV. hält dagegen: Wo sich für das Kirchenoberhaupt die wahre Schönheit zeigt.

Papst Leo XIV. hat moderne Schönheitsideale angeprangert. Diese seien überwiegend von Konsum und Hedonismus geprägt, während sich wahre Schönheit in der Liebe zeige. Der Papst warnte am Samstag bei einer Messe zu Mariä Himmelfahrt in Castel Gandolfo davor, wertvolle Energie für Dinge zu verschwenden, “die nicht wirklich zählen und nicht für immer bleiben”.

“Vielfach begegnet man Menschen, deren Gesicht von den Jahren und von Leid gezeichnet ist, und die dennoch in der Lage sind, Gelassenheit, Wohlwollen und Frieden auszustrahlen”, sagte Leo XIV. in seiner Predigt in der Kirche San Tommaso da Villanova. “Ebenso können wir andere beobachten, die vielleicht äußerlich attraktiv sind, in ihrem Inneren jedoch hart und kalt.” Daran lasse sich erkennen, wo wahre Schönheit liege und wo Umkehr, Vergebung und Heilung nötig seien.

Liebe schönster Schmuck des Menschen

Ausgangspunkt seiner Überlegungen waren traditionelle Darstellungen der Muttergottes als junge, schöne Frau bei ihrer Aufnahme in den Himmel. “Dieses Bild steht scheinbar im Widerspruch zu der Erfahrung, die wir in fortgeschrittenen Jahren machen.” Doch sei es die Reinheit der Seele, die in Maria – wie auch in uns – durch die Gnade Gottes die ganze Person erleuchte und verkläre und sie zur Herrlichkeit des Himmels führe, erklärte Leo XIV.

Diese göttliche Schönheit lasse sich im niedlichen Gesicht eines Kindes genauso wie in den Falten eines alten Menschen entdecken. Sie zeige sich sowohl in festlichem Schmuck als auch in Arbeitskleidung. “Die Liebe ist der schönste Schmuck des Menschen”, so der Papst.

Wie schon im letzten Jahr feierte Leo XIV. Mariä Himmelfahrt in der päpstlichen Pfarrei von Castel Gandolfo und verbringt das Wochenende dort in seiner Sommerresidenz. Am Sonntag hält er sein Mittagsgebet auf dem Platz des Bergstädtchens.

In Italien ist der 15. August nicht nur Mariä Himmelfahrt, sondern auch “Ferragosto”, einer der wichtigsten Feiertage des Landes und Höhepunkt der Sommerzeit. Er wird im großen Stil mit Familie und Freunden am Meer oder in den Bergen gefeiert. Die Städte sind um diesen Tag herum leer.

Der Begriff geht auf die heidnischen “Feriae Augusti” (Ferien des Augustus) aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert zurück. Der römische Kaiser Augustus hatte an diesem Datum seinen Untertanen das Privileg eines freien Tags gewährt. (KNA)

Papst bei Dankkonzert: Schönheit der Musik gegen Hass und Gewalt

Castel Gandolfo hat wieder einen päpstlichen “Mitbürger”: Leo XIV. verbringt derzeit seine Sommerferien in dem Bergstädtchen nahe Rom. Und wie bereits bei seinem Vorgänger Benedikt XIV. dankte man ihm dafür mit Musik.