Beschäftigte der Bankenbranche in Deutschland, Branchenbefragung 2026 zu Arbeitsbelastung und KI; Weiterempfehlungswert minus 23

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Branchenbefragung Banken 2026: Arbeitsbelastung und KI

26 zeigt: Die steigende Arbeitsbelastung ist für viele Bankbeschäftigte das zentrale Problem. Gleichzeitig ist künstliche Intelligenz (KI) bereits im Arbeitsalltag angekommen. 54 Prozent nutzen KI-Anwendungen, während sich 28 Prozent Sorgen machen, dass ihr Arbeitsplatz durch KI überflüssig werden könnte. Mehr als 17.500 Beschäftigte haben die Befragung vollständig beantwortet.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

Über 23.000 Beschäftigte aus der Bankenbranche haben an der Befragung teilgenommen.

31 Prozent sind mit ihrer Arbeitsbelastung unzufrieden oder sehr unzufrieden.

54 Prozent setzen bereits KI oder KI-basierte Anwendungen bei der Arbeit ein.

28 Prozent sorgen sich um ihren Arbeitsplatz durch KI.

Der Weiterempfehlungswert der Arbeitgeber liegt bei minus 23.

Mehr als 700 Beschäftigte wollen sich aktiv in die kommenden Tarifrunden einbringen.

Arbeitsbedingungen und KI in der Bankenbranche

Arbeitsbelastung ist das zentrale Problem in der Bankenbranche

Die Ergebnisse der Befragung machen deutlich, dass die Arbeitsbelastung viele Beschäftigte in Banken zunehmend unter Druck setzt. 31 Prozent sind mit dem Grad ihrer Arbeitsbelastung unzufrieden oder sehr unzufrieden. Nur etwa ein Drittel äußert sich zufrieden.

Rund 3.000 Freitextantworten bestätigen diesen Befund. Beschäftigte berichten von steigenden Anforderungen, einer dünner werdenden Personaldecke und wachsender Arbeitsverdichtung. Immer weniger Beschäftigte müssten immer mehr Aufgaben übernehmen. Besonders für älter werdende Belegschaften werde die Belastung zunehmend zum Problem.

Kritisch bewerten viele Beschäftigte auch ihre Möglichkeiten, durch Altersteilzeit oder Vorruhestandsregelungen früher aus dem Erwerbsleben auszuscheiden: 37 Prozent sind damit unzufrieden oder sehr unzufrieden.

Künstliche Intelligenz ist in den Banken angekommen

Künstliche Intelligenz verändert die Arbeit in der Bankenbranche bereits heute. 54 Prozent der Befragten nutzen KI oder KI-basierte Anwendungen am Arbeitsplatz. Weitere elf Prozent wissen nicht sicher, ob von ihnen verwendete Anwendungen auf KI basieren.

Von den Beschäftigten, die bereits mit KI arbeiten, fühlen sich 61 Prozent bei der Einführung und Nutzung unterstützt. Einen tatsächlichen Zugewinn an Handlungsspielraum erleben jedoch nur 43 Prozent. Damit wird deutlich: Der Einsatz von KI führt nicht automatisch zu besserer Arbeit oder zu einer spürbaren Entlastung.

Gleichzeitig wächst die Unsicherheit. 28 Prozent der Befragten machen sich Sorgen, dass ihr Arbeitsplatz durch KI überflüssig werden könnte. Unternehmen müssen den Einsatz von KI deshalb transparent gestalten, Beschäftigte frühzeitig beteiligen und verbindliche Angebote für Qualifizierung und berufliche Entwicklung schaffen.

Viele Beschäftigte würden ihren Arbeitgeber nicht weiterempfehlen

Auch die Gesamtbewertung der Arbeitgeber fällt kritisch aus. Auf die Frage, ob sie Bekannten eine Tätigkeit in ihrem Unternehmen empfehlen würden, ergibt sich ein Weiterempfehlungswert von minus 23.

46 Prozent der Befragten zählen zu den Kritiker*innen ihres Arbeitgebers. Dem stehen lediglich 23 Prozent gegenüber, die ihr Unternehmen weiterempfehlen würden. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Banken bei Arbeitsbedingungen, Führung, Wertschätzung und Zukunftssicherheit erheblichen Verbesserungsbedarf haben.

Klarer Handlungsauftrag für Arbeitgeber und Gewerkschaft

26 liefert einen klaren Handlungsauftrag: Arbeitsbelastung muss wirksam begrenzt, Personal vorausschauend geplant und der Einsatz von KI sozial gestaltet werden. Dazu gehören verbindliche Mitbestimmung , Beschäftigungssicherung, Qualifizierung und mehr Einfluss der Beschäftigten auf Veränderungen ihrer Arbeit.

Mehr als 700 Teilnehmende haben erklärt, dass sie sich aktiv in die kommenden Tarifrunden einbringen wollen. Das ist ein starkes Signal. Denn gute Arbeitsbedingungen entstehen nicht von allein. Erfolgreiche Gewerkschaftsarbeit wird von den Mitgliedern und den aktiven Beschäftigten in den Betrieben getragen.

Häufige Fragen zur Branchenbefragung Banken 2026

Wie viele Beschäftigte haben an der Befragung teilgenommen?

23.121 Beschäftigte öffneten die Onlinebefragung. 17.524 Personen beantworteten sie vollständig. Damit ist sie die bislang größte branchenweite Beschäftigtenbefragung im deutschen Bankensektor.

Welche Unternehmen und Tarifbereiche waren beteiligt?

Beteiligt waren Beschäftigte unter anderem aus privaten und öffentlichen Banken , der Postbank sowie aus dem genossenschaftlichen Bankensektor . Die Teilnahme stand allen Beschäftigten der Bankenbranche offen.

Die Befragung war eine offene, selbstrekrutierende Onlinebefragung und ist daher keine repräsentative Zufallsstichprobe. Aufgrund der hohen Beteiligung aus unterschiedlichen Unternehmen und Tarifbereichen liefert sie jedoch ein breites Stimmungsbild der Beschäftigten in der Bankenbranche.

Was sagen die Ergebnisse über künstliche Intelligenz in Banken?

KI ist bereits weit verbreitet: 54 Prozent der Befragten setzen sie bei ihrer Arbeit ein. Gleichzeitig befürchten 28 Prozent, dass ihr Arbeitsplatz durch KI überflüssig werden könnte. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Mitbestimmung, Qualifizierung und Beschäftigungssicherung.

Ergebnisse der ver.di-Umfrage im Bankensektor, März 2026

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