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title: "Kandidatenbefragung zur Stadtentwicklung in Hildesheim; Ja zur Umwandlung Galeria-Gebäude in Wohnraum"
sdDatePublished: "2026-08-15T04:09:00Z"
source: "https://voltdeutschland.org/storage/assets-hildesheim/kw26/curdvonlenthe_befragung-wasserkamp.pdf"
topics:
  - name: "housing and urban planning policy"
    identifier: "medtop:20000628"
  - name: "residential real estate"
    identifier: "medtop:20001368"
  - name: "land price"
    identifier: "medtop:20000240"
  - name: "environmental policy"
    identifier: "medtop:20000423"
  - name: "sustainability"
    identifier: "medtop:20001374"
locations:
  - "Baden-Württemberg"
  - "Hildesheim"
  - "Lower Saxony"
  - "Hannover"
  - "Oldenburg"
  - "Munich"
  - "Germany"
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Kandidatenbefragung zur Stadtentwicklung in Hildesheim; Ja zur Umwandlung Galeria-Gebäude in Wohnraum

Microsoft Word - Befragung Wasserkamp

1
Kandidatenbefragung zur Stadtentwicklung

1 Bei der Ausweisung von Flächen zur Neuentstehung von Wohnraum könnte z.B. an die
Umwandlung bestehender Zweckbauten, Gewerbeflächen, Dachaufstockungen oder die
Ersatzbebauung an Stellen nicht mehr nutzbarer Gebäude gedacht werden.

Soll die Nutzung bestehender Flächenpotenziale (z. B. Umwandlung, Leerstände)
grundsätzlich Vorrang vor der Ausweisung neuer Baugebiete im Außenbereich haben?
x Ja ☐ Nein
Ihr Kommentar: Es kann so einem weiteren Verbrauch von wertvoller Fläche
entgegengewirkt werden, allerdings sind die rechtlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich
Umwandlung und Leerstand zu berücksichtigen, sprich Gestaltungs- und
Eigentumsrechte sind selbstverständlich gleichrangig zu betrachten
_____________________________________________

Befürworten Sie zusätzliche Maßnahmen zur Förderung der Innenentwicklung (z. B.
Aktivierung von Baulücken, Dachaufstockungen, Umnutzungen)?
x Ja ☐ Nein
Ihr Kommentar: eine Innenstadtentwicklung hilft, dem obengenannten Flächenverbrauch
entgegenzuwirken, sie muss aber so gestaltet werden, dass sie die innerstädtischen
klimatischen Bedingungen gleichzeitig verbessert
werden._______________________________________________

Unterstützen Sie Projekte zur Aktivierung von Leerständen (Leerstandskataster/
-monitoring, Förderprogramme …)?
XJa ☐ Nein
Unterstützen Sie eine Zweckentfremdungssatzung für Wohnraum?
x Ja x Nein
Ihr Kommentar: Eine gute Kombination beider Maßnahmen halte ich für sinnvoll. es
sollten die bestehenden Möglichkeiten eher durch entsprechende Förderung gesteuert
werden und eine Zweckentfremdungssatzung als unterstützendes Element als letzte
Maßnahme eingesetzt werden. _______________________________________________

Setzen Sie sich dafür ein, dass das „Galeria“-Gebäude und/oder das ehemalige
Gesundheitsamt in Wohnraum umgewandelt werden?

x Ja x Nein
Ihr Kommentar: ein reizvoller Gedanke, aber auf Grund der Eigentumsverhältnisse und
der baulichen Voraussetzungen darf angezweifelt werden, dass es im Bestand gelingen
kann, Wohnraum dort so attraktiv herzustellen, dass er auch so angenommen wird, dass
dort keine ungewollten Ghettos entstehen. Es gibt jedoch gute Beispiele, z.B. in
Oldenburg u München (VOLT - best practice!!), so dass sich weitere Untersuchungen
auf jeden Fall rechtfertigen.
_______________________________________________

2

Setzen Sie sich dafür ein, dass die Fläche der Diakonischen Werke in Sorsum für
Wohnbebauung genutzt und entsprechend umgewandelt wird, zumal die abgebrannte
Wäscherei dort nicht wieder aufgebaut wird und das Gelände bereits erschlossen ist?
Setzen Sie sich für eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplanes ein?
x Ja x Nein
Ihr Kommentar: vorrangig müssen die Diakonischen Werke prüfen, welchen Bedarf sie
auf dem Gelände sehen, er könnte ja auch im pflegerischen oder Betreuuungsbereich
liegen. Eine Anpassung des Flächennutzungsplanes ist in solchen Fällen meist
unproblematisch _______________________________________________

Setzen Sie sich dafür ein, das Gelände des ehemaligen Busparkplatzes der Boschwerke in
Neuhof für eine Wohnbebauung zu erschließen? Die Fläche wird seit vielen Jahren nicht
mehr genutzt.
x Ja ☐ Nein
Ihr Kommentar: die Fläche wäre recht gut in die vorhandenen Wohnbebauung
integrierbar _______________________________________________

Haben Sie weitere Vorschläge, wo bereits ganz oder teilweise versiegelte Flächen für eine
Wohnbebauung erschlossen werden könnten?
☐ Ja ☐ Nein
Ihr Kommentar: ich halte es für erforderlich, dazu eine konkrete Bestandsaufnahme
stadtweit zu initiieren. Immerhin gibt es eine Initiative von verschiedenen Ratsherren,
„Ratsleute für Entsiegelung“ , allen voran Jens Schulte – Koch, Volt, die
parteiübergreifend das Thema angehen
möchte.______________________________________________

Halten Sie es für vertretbar oder gar erforderlich, die noch nicht beeinträchtigte Fläche
des Wasserkamps im Zuge einer Wohnbebauung zu erschließen und mindestens teilweise
zu versiegeln?
☐ Ja x Nein
Ihr Kommentar: mglw. war die Idee , den Wasserkamp zu erschließen bei „Ihrer Geburt“
nachvollziehbar, mittlerweile sprechen alle Rahmendaten aus Umwelt,
Bevölkerungsentwicklung, Kosten usw. gegen das Projekt
_______________________________________________

2 Oftmals wohnen ältere Menschen in großen Wohnungen, während jüngere Familien (evtl.
mit Kindern) gerade solche großen Wohnungen suchen. Ältere Personen würden sich evtl.
in kleineren Wohnungen wohler fühlen.

Halten Sie es für sinnvoll und machbar, dass die Stadt Hildesheim aktiv einen
Wohnungswechsel begleitet, z.B. durch eine aktive Wohnungstauschbörse, eigene
Aktivitäten für das Projekt „Jung kauft alt“, aktive Begleitung eines
Generationenwechsels in den Quartieren, aktive Begleitung eines Wohnungswechsels,
Betrieb eines Wohnungswechselportals usw.
x Ja ☐ Nein

3
Ihr Kommentar: Auch wenn ich es grundsätzlich für besser hielte, derartige Initiativen auf
privater Basis aufzubauen, würde es sicher das Vertrauen in ein derartiges Portal fördern,
wenn es öffentlich wäre _______________________________________________

3 Die Kosten für Planung und Erschließung eines neuen Baugebietes werden anfänglich
regelmäßig zu niedrig geschätzt. Erst später werden Folgekosten benannt, die in der ersten
Aufstellung nicht berücksichtigt wurden, z.B. der Ausbau von Infrastruktur (öffentlicher
Nahverkehr, Verkehrswege, Kitas und Schulen, Erweiterung der Abwasseraufbereitung
usw.). Um die Gesamtkosten eines neuen Wohngebietes bereits im Vorfeld besser
abschätzen zu können, hat das Land Baden-Württemberg einen „Folgekostenrechner“
entwickelt und den Kommunen unentgeltlich zur Verfügung gestellt. In Niedersachsen
arbeitet z.B. die Stadt Pattensen mit diesem Werkzeug.

Halten Sie es für erforderlich, die langfristigen Folgekosten neuer Wohngebiete (z. B.
Infrastruktur und Unterhaltung) systematisch in Planungsentscheidungen einzubeziehen?
x Ja ☐ Nein
Ihr Kommentar: Unbedingt und es würde dem Grundgedanken „best practice“ von Volt
folgen, unbedingt nach den besten schon ausprobierten Lösungsansätzen europaweit zu
suchen _______________________________________________

Setzen Sie sich dafür ein, mit Hilfe eines Folgekostenrechners die Kosten eines neuen
Baugebietes, wie z.B. dem Wasserkamp, transparent und öffentlich zu machen?
x Ja x Nein
Ihr Kommentar: ich bitte zu bedenken, dass es für derartige Entscheidungen auch
Beweggründe (struktur-oder gesellschaftspolitische z.B) geben kann, die nicht eindeutig
mit Kosten belegbar sind, aber Kosten bedingen, die wiederum aber andere Kosten
ersparen oder ersetzen. _______________________________________________

In die Untersuchung des Wasserkamps sind schon viele Gelder geflossen - dies im
Vorgriff und in der Hoffnung, dass sich die Ausgaben später amortisieren werden.
Ist Ihnen bekannt, dass wir weitere finanzielle Risiken anhäufen, wenn wir den
Wasserkamp weiter untersuchen?
x Ja ☐ Nein
Ihr Kommentar: Ja, aber jede in die Zukunft weisende Entscheidung kostet Geld, von dem
nicht auf Heller u Pfennig gesagt werden kann, dass es sich amortisiert, ich halte das auch
nicht für die wesentliche Grundlage von
Städteplanung_______________________________________________

War es im Nachhinein sinnvoll, so viel Geld in die archäologische Untersuchung zu
investieren?
☐ Ja ☐ Nein
Ihr Kommentar: Aus meiner Sicht gilt es an dieser Stelle, den Focus auf die rechtlichen
Rahmenbedingungen der Notwendigkeit von archäologischen Untersuchungen zu richten.
Ohne den grundsätzlichen Sinn von archäologischen Untersuchungen bestreiten zu
wollen, kann man feststellen, dass sie zu einem nur schwer transparent zu haltenden und

4
deshalb extrem kosten- und zeittreibenden Instrument geworden sind
._______________________________________________

4 Ab 2050 soll der „Verbrauch“ von Boden linear auf „Netto-Null“ gesenkt werden!
Als Zwischenschritt sollen laut „Niedersächischer-Weg-Umsetzungsgesetz“ im Laufe des
Jahres 2030 die Neuversiegelung auf nur noch 3 ha / Tag verringert werden.
Das ist ein gesetzliches Ziel, keine „Kann“-Bestimmung.

Setzen Sie sich dafür ein, dass die Versiegelungsreduzierungsziele des Landes und des
Bundes jetzt schon von der Stadt Hildesheim aktiv unterstützt und in ihre Pläne
eingearbeitet werden?

x Ja ☐ Nein
Ihr Kommentar: jeder Schritt, Versiegelung zu vermeiden , ist
richtig!!!_______________________________________________

Setzen Sie sich dafür ein, dass die Stadt Hildesheim einen verifizierbaren Plan zur
Verringerung der Neuversiegelung aufstellt?
 x Ja ☐ Nein
Ihr Kommentar: _siehe oben______________________________________________

5 Laut N-Bank-Prognose stehen fast alle Gemeinden im Land Niedersachsen vor der
Perspektive einer rückgängigen Einwohnerzahl, laut ifo-Studie wird die
Gesamtbevölkerung in Deutschland sogar um 10 % schrumpfen. Es gibt nur wenige
Ausnahmen, Hildesheim gehört nicht zu diesen Ausnahmen.

Halten Sie es vor diesem Hintergrund für sinnvoll oder gar erforderlich, in den städtischen
Bau- und Neubauplanungen die demografische Entwicklung zu berücksichtigen?
x Ja ☐ Nein
Ihr Kommentar: selbstverständlich, es ist die Aufgabe von guter Kommunalpolitik, die
langfristig richtigen Entscheidungen zu treffen und nicht die, die vermeintlich gerade bei
der nächsten Wahl die meisten Stimmen bringen_
______________________________________________

Halten Sie es für erstrebenswert, die Einwohnerzahl von Hildesheim auf über 100.000 zu
erhöhen?
☐ Ja x Nein
Ihr Kommentar: weil ich (Förder-)Regelungen, die daran geknüpft sind für unsinnig halte
______________________________________________

6 2017 waren die Hildesheimer Ortsteile Itzum und Marienburg von einem starken
Hochwasser betroffen.

5
Halten Sie es für gegeben, dass ein versiegelter Wasserkamp einen negativen Einfluss auf
eine evtl. Hochwassersituation in Hildesheim hat?
x Ja ☐ Nein
Ihr Kommentar: nicht direkt auf die Situation von Itzum und Marienburg, aber auf die
weiter flussabwärts liegenden Gebiete
_______________________________________________

Sollten wir in unserer Stadt mögliche Katastrophen bei der Frage der Versiegelung von
Flächen stärker berücksichtigen?
x Ja ☐ Nein
Ihr Kommentar: Das Einbeziehen von möglichen Katastrophen sollte unbedingt einen
deutlich stärkeren Einfluss auf alle Planungen haben
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7 Das FFH-Gebiet „Beuster“ mit Naturschutzgebiet „Am roten Steine“ ist ein besonders
empfindliches und nach EU-Recht besonders geschütztes Naturschutzgebiet. Es muss
gesetzlich alles unterlassen werden, was den Erhaltungszustand des Gebietes
verschlechtern könnte.
Welchen Einfluss eine Bebauung des Wasserkamps auf den Erhaltungszustand haben
kann, ist Gegenstand aktueller Untersuchungen; der Umweltverträglichkeitsprüfung.
Umweltverbände und die Bürgerinitiativen sind entschlossen, vor Gericht die Einhaltung
der gesetzlichen Vorgaben einzuklagen. Für die Stadt besteht hier ein großes Risiko,
ungesetzlich zu handeln – wahrscheinlich wurde im Kontext der letzten Änderung des
Flächennutzungsplanes bereits verfahrenswidrig gehandelt -, mit der Gefahr, dass die
Wohnnutzung an dieser Stelle gerichtlich untersagt wird. Die finanziellen Risiken werden
für die Stadt dadurch immer höher.

Halten Sie es für vertretbar, weiteres städtisches Geld in den Wasserkamp zu investieren,
bevor die Verfahrensfehler um die FFH-Umweltverträglichkeitsprüfung geheilt sind?
☐ Ja x Nein
Ihr Kommentar: ich halte, wie oben dargelegt, die Bebauung des Wasserkamp insgesamt
für falsch_______________________________________________

8 Die Marienburger Straße gilt bezüglich Verkehr und Luftverschmutzung bereits jetzt
schon als schwer belastet.

Nehm