Pforzheim Wilddogs unterlagen den Kiel Baltic Hurricanes in Kiel; Playoff-Heimrecht abhängig von Konkurrenz-Ergebnissen
Unglückliche Niederlage im hohen Norden - effect® ENERGY GFL
Kiel. Es war ein Auswärtstrip, der den Spielern alles abverlangte und am Ende leider nicht belohnt wurde. Das effect®-ENERGY GFL Team der Pforzheim Wilddogs unterlag am Wochenende in einer äußerst unglücklichen und von Nervosität geprägten Partie bei den Kiel Baltic Hurricanes knapp mit 22:26. Nach einem starken Beginn riss bei den Pforzheimern zunehmend der Faden. Das erhoffte Heimrecht in den Playoffs hängt nun an den Ergebnissen der Konkurrenz in den kommenden zwei Wochen. Umso größer ist jetzt die Entschlossenheit, das letzte reguläre Saisonspiel am 22. August in der heimischen KRAMSKI-Arena gegen die Saarland Hurricanes zu einem wahren Fest zu machen.
Kiel gewann den Münzwurf und entschied sich, erst in der zweiten Halbzeit den Ball zu empfangen. Die Offense der Wilddogs startete somit, fand jedoch nur schwer ins Spiel und musste ohne First Down punten. Zwar bewegte Kiel den Ball zunächst effizienter, doch auch sie wurden gestoppt und punteten den Ball an die 1-Yard-Linie der Pforzheimer. Das Momentum pendelte hin und her. Ein spektakuläres Big Play auf Mika Eksi brachte die Wilddogs dann prompt an die 9-Yard-Linie der Gastgeber. Der ungewohnte Kieler Kunstrasen forderte die Agilität von QB Dre Harris, der sich zu Beginn scher Tat auf dem Boden. So fand man sich im dritten Versuch von der 20-Yard-Linie wieder, doch Theo Michel brach nach einem Screen-Pass durch die gegnerischen Reihen zum ersten Touchdown des Tages. Luca Hirschberger verwandelte den Extrapunkt sicher zur 7:0-Führung.
Das zweite Viertel eröffnete Nick Olivier mit einem sensationellen „Pick Six“ für die Wilddogs, der Extrapunkt klatschte jedoch an den linken Pfosten (13:0). Doch die Freude währte nicht lange. Kiels Isaiah Harris trug den anschließenden Kick-Off direkt zum Touchdown zurück, wobei der Pforzheimer Block des Extrapunkts den Schaden auf 13:6 begrenzte. Fortan übernahmen wieder die Defensivreihen. Erste Unkonzentriertheiten schlichen sich in das Angriffsspiel der Wilddogs ein. Kurz vor der Halbzeit nutzte Kiel diese Phase: Mit einem kontinuierlichen Drive arbeiteten sie sich bis an die 2-Yard-Linie vor und glichen 29 Sekunden vor dem Pausenpfiff durch einen Touchdown-Pass auf Lars-Ole Gloe zum 13:13 aus. Doch Pforzheim konterte mit den verbleibenden zwei Time-Outs und zog nochmals bis an die 41-Yard-Linie. Ein erster Field-Goal-Versuch geriet zu kurz, doch eine Strafe der Kieler brachte Luca Hirschberger eine zweite Chance, die er zur 16:13-Pausenführung nutzte.
Nach dem Seitenwechsel blieben beide Angriffsreihen blass, das Spiel wurde zunehmend defensivlastig und unnötigee Fehler prägten das Bild. Im vierten Versuch an der gegnerischen 36-Yard-Linie ließen die Wilddogs den Ball in der Endzone fallen, ein Turnover on Downs, das exemplarisch für das Pforzheimer Pech an diesem Nachmittag stand. Kiel bestrafte dies konsequent und ging nach einem vierten Versuch an der Goal-Line durch Quarterback PJ Settles, der selbst in die Endzone lief, mit 20:16 in Führung. Die Wilddogs wollten den Erfolg nun zunehmend erzwingen, doch die Fehlerquote blieb hoch.
Im Schlussviertel zeigte Pforzheim noch einmal Kampfgeist: Ein Touchdown-Pass auf AJ Coons brachte die Wilddogs mit 22:20 zurück in Front, der Extrapunkt ging rechts vorbei. In dieser entscheidenden Phase zeigten die Wilddogs jedoch mehr und mehr Nerven. Kiel konterte mit einem Pass auf Jarvis McClam zur erneuten 26:22-Führung. Mit 7:30 Minuten auf der Uhr war noch alles drin. Das Laufspiel über Theo Michel funktionierte und brachte das Team über das Feld. Doch im vierten Versuch und 3 folgte ein weiterer unglücklicher False Start. Der anschließende Pass bei 4tem und 8 fand keinen Abnehmer. In den verbleibenden vier Minuten ließ Kiel die Uhr erbarmungslos herunterlaufen.
Zusammenfassend tuen sich die Wilddogs in den letzten Wochen sichtlich schwer, den Schwung und die Leichtigkeit der ersten Saisonhälfte wiederzufinden. Das erhoffte Heim-Playoff-Spiel liegt nun nicht mehr in der eigenen Hand.
Headcoach Michael Lang „Wir hatten heute mehrfach einfach kein Glück, es fehlten Nuancen und mit den verschenkten Chancen, stieg auch die Anspannung. Am Ende hat es knapp nicht gereicht. Wir richten jetzt den Blick auf unser letztes Spiel und sorgen für einen würdigen Abschluss der regular Season zu Hause.“
Am 22. August empfangen die Pforzheim Wilddogs die Saarland Hurricanes zum effect®-ENERGY Gameday in der KRAMSKI-Arena. Vor heimischen Rängen wird dann einiges Geboten. Neben dem Promo Team des Liga-Sponsors ist auch Singer
Songwriter Daniel Munoz zu Gast sowie die Cheerleader der Golden Flames. Es wird also nochmal ein Fest am letzten Spieltag in der Kramski-Arena. Tickets gibt es im Vorverkauf online unter wilddogs.de