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title: "Minden Wolves verabschieden Headcoach Phil Gamble im Weserstadion; Trikotnummer 2 dauerhaft nicht mehr vergeben"
sdDatePublished: "2026-08-16T14:09:00Z"
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Minden Wolves verabschieden Headcoach Phil Gamble im Weserstadion; Trikotnummer 2 dauerhaft nicht mehr vergeben

Gambles Trikotnummer wird nicht mehr vergeben - effect® ENERGY GFL

Die Minden Wolves nehmen beim „Pink-Ribbon-Game“ gegen Leipzig Abschied vom Headcoach und erfahrenen Spielern:

Abschied nehmen stand im Mittelpunkt des letzten Heimspiels der Minden Wolves in der GFL2. Da der Abstieg schon vor einer Woche besiegelt worden war, bestimmten andere Themen den Gameday im Weserstadion. Und obwohl das Team sportlich das Ruder nicht mehr hat herumreißen können, verfolgten rund 1.200 Zuschauer den Saisonausklang. Zum einen, um Headcoach Phil Gamble nach seinen sieben Jahren an der Weser einen würdigen Abschied zu geben, zum anderen, um beim traditionellen „Pink Ribbon-Game“ den Kampf gegen den Brustkrebs zu unterstützen. Das sportliche Treiben geriet dadurch etwas in den Hintergrund. Und so war es letztlich zu verschmerzen, dass das Wolfsrudel gegen die Leipzig Lions mit 14:30 (0:7, 7:9, 0:7, 7:7) unterlag.

Schon beim Einlauf herrschte Gänsehautfeeling, denn nach dem Team betraten diesmal nicht die Spieler der Starting-Offense oder -Defense einzeln das Feld. Vielmehr waren es vier von fünf Männern der ersten Stunde, die aus Altersgründen ihre Footballschuhe an den Nagel hängen werden: Frederic Hempelmann, Jonny Lotte, Joel Bernhardt und Sebastian Schneider wurden von den Fans gefeiert. Der Fünfte im Bunde, Tjorven Blank, musste passen. Mit dem Quintett scheiden auch Spieler, die seit den ersten Gehversuchen der Minden Wolves mit dabei waren.

Anschließend erhielt der scheidende Phil Gamble seine Bühne. Ihm wurde die größte Ehre für einen Footballer zu teil, denn seine Nummer 2, die er lange Jahre trug, wird künftig nicht mehr vergeben werden und steht somit für immer für den ehemaligen Top-Runningback.

Passend zum anschließenden Spiel lief das Wolfsrudel nicht mit den gewohnten, sondern wie schon seit Jahren zum „Pink Ribbon Game“ mit pinken Jerseys und pinken Stutzen auf. Und neben Verantwortlichen und Helfern der Wolves waren es auch zahlreiche Fans auf den Rängen, die dem Aufruf der Mindener, die diesen besonderen Tag in Zusammenarbeit mit der BKK Melitta hmr durchführen, folgten und irgendetwas pinkes präsentieren: Shirts, Caps, Schweißbänder oder die pinke Schleife. „Wie toll ist es mit anzusehen, wie viele Menschen diese Aktion unterstützen. Es ist ungemein wichtig, immer wieder auf diese gefährliche Krankheit hinzuweisen“, betont Pressesprecher Volker Krusche.

Das Spiel ist schnell erzählt. Minden musste – im Gegensatz zum Sieg im vorherigen Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Rostock – auf Zack Cavanaugh verzichten, der mit seinem Berliner Projekt die Meisterschaft einfahren wollte. Das merkte man den Offense-Aktionen deutlich an. Bei Quarterback Darrius Sample wechselten Licht und Schatten. Zudem hatte „Zack Attec“ die gesamte Mannschaft durch seine Spielweise mitgerissen, was Sample nicht gelang.

Gleich der erste Drive der Leipzig Lions führte nach einem schönen Spielzug zum Touchdown durch Kevin Stelzer, den Jonas Georgi zum 7:0 für die Gäste veredelte. Kurz danach fing Willie Fedd jr. eine Interception ab, die die Hausherren in eine vielversprechende Position in der Redzone brachte. Aber wieder einmal zeigte sich, dass die Wolves kurz vor der Goalline nicht die richtigen Antworten geben konnten. Sicherlich auch ein Punkt, der sich in der Zukunft ändern muss. So blieb lediglich die Möglichkeit eines Fieldgoals, die Tobias Pauls aber ausließ, als er den Ball vorbeischoss.

Nach einem starken Lauf durch QB Sample zu Beginn des zweiten Viertels und weiteren Yards durch Fedd war es Runningback René Lange, der sich unnachahmlich durchsetzte und die Endzone erreichte. Inklusive PAT hieß es 7:7. Die Partien war wieder offen. Und das Momentum schien erst recht auf Mindener Seite, als Leipzig nach einer Flagge wegen „Roughing the passer“ in aussichtsreicher Position in Ballbesitz kam, sich dann aber einen Fumble leistete.

Doch anstatt daraus Kapital zu schlagen, ließ sich Darrius Sample in der eigenen Endzone stellen, was zu zwei Punkten (Safety) für die Löwen führte, die anschließend zudem in Ballbesitz kamen, dabei aber einen Fieldgoalversuch ausließen.

Dennoch waren es die Leipziger, die erneut aufs Scoreboard kamen und dabei durch den durchstartenden Malachi Ruffin eine Sample-Interception gnadenlos ausnutzten. So ging es mit einem 7:16 aus Mindener Sicht in die Halbzeit. Das hatte man sich bei den Wolves ganz anders vorgestellt. Und mit einem Zack Cavanaugh auf dem Feld wäre es sicherlich auch anders gelaufen, zumal beide Teams die gleiche Anzahl an First Downs und Total-Yards aufwiesen.

Wer dachte, es würde nach dem Wechsel besser, der sah sich getäuscht. Leipzig hatte alles im Griff und nutzte einen Angriff im dritten Viertel durch einen Lauf von Elliot Bodman zum dritten Touchdown. Im letzten Viertel ließ Luca Brinner den vierten Endzonenbesuch folgen, den Jonas Georgi mit seinen erfolgreichen Extrapunkten zum 30:7 ausbaute.

Wenigstens gelangen Jordon Mc Kenzie mit einem schönen Lauf in die Endzone und Tobias Pauls mit seinem PAT noch die Punkte zum 14:30-Endstand.

Die Luft war raus. Aber das Spiel hatte diesmal auch ganz andere Schwerpunkte. Foto: Florian Berge