Erzbischof Herwig Gössl predigt in Bamberg; Himmel folgt nicht automatisch auf göttliche Berührung

Erzbischof Gössl: Maria musste innere Kämpfe ausfechten | katholisch.de

Wie können Menschen mit Gott in Berührung kommen?

Erzbischof Gössl: Maria musste innere Kämpfe ausfechten

VERÖFFENTLICHT AM 16.08.2026 UM 10:38 UHR – LESEDAUER: 1 MINUTE

BAMBERG - Wer Gott begegnet, hat nicht automatisch ein sorgenfreies Leben. Das zeigt für den Bamberger Erzbischof Herwig Gössl das Beispiel der Mutter Jesu. Die schwebte auch nicht von Anfang an im siebten Himmel.

Wie können Menschen heute mit Gott in Berührung kommen – und etwas vom Himmel erahnen? Das hat der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl am Sonntag in einer Predigt erklärt. Gössl nannte als Beispiele “ein gewaltiges Naturschauspiel, tiefgehende Begegnungen, Erschütterungen des Lebens oder ein Wort der Heiligen Schrift, das einem mitten ins Herz fällt”. All das seien “Berührungen der Seele, die für einen Moment das erahnen lassen, was wir Himmel nennen”.

Gössl äußerte sich zum katholischen Hochfest Mariä Himmelfahrt. In Bamberg findet am Sonntag nach diesem Fest seit über 300 Jahren immer eine Muttergottesprozession statt.

Auch Maria musste mit sich kämpfen

Maria habe den Sohn Gottes in ihrem Schoß getragen und ihn aufgezogen, sagte der Erzbischof. Doch auf Jesu eigenwilligem Weg habe Maria “auch innere Kämpfe ausgefochten und ihn bis unter das Kreuz begleitet”. Das sei oft schwer gewesen und verdeutliche: “Wer von Gott angerührt wurde, der schwebt deswegen nicht gleich im siebten Himmel.” Wer aber auf Probleme und Konflikte mit Liebe und Versöhnungsbereitschaft reagiere statt mit Hass und Verhärtung, könne den Himmel sichtbar werden lassen. (KNA)

Papst Leo XIV. bittet um Trost und Hoffnung für Menschen in Not

Papst Leo XIV. hat an Mariä Himmelfahrt besonders an Menschen gedacht, die unter Krieg, Verfolgung oder Not leiden. Zugleich nutzte er den Feiertag Ferragosto, um zu einer bewussten Auszeit aufzurufen.