Bischof Bertram Meier fordert klare Linie bei Leben und Tod am Wallfahrtsort Maria Vesperbild; gegen assistierten Suizid in Einrichtungen

Bischof Meier: Keine Kompromisse bei Fragen von Leben und Tod | katholisch.de

“Kämpfen wir für das Leben!”

Bischof Meier: Keine Kompromisse bei Fragen von Leben und Tod

VERÖFFENTLICHT AM 16.08.2026 UM 09:05 UHR – LESEDAUER: 2 MINUTEN

MARIA VESPERBILD - Katholiken müssten das Leben von der Zeugung bis zum natürlichen Tod schützen, mahnt Augsburgs Bischof Bertram Meier. Das gelte etwa in Sachen Sterbehilfe. Meier spricht in diesem Kontext auch Hilfe für Frösche an.

Der Augsburger Bischof Bertram Meier mahnt eine klare Linie der katholischen Kirche beim Thema Sterbehilfe an. “Wo es um Leben und Tod geht, gibt es keinen Kompromiss”, sagte Meier laut Manuskript am Samstag im Wallfahrtsort Maria Vesperbild zwischen Augsburg und Ulm.

Meier ergänzte: “Wir müssen vermeiden, dass uns für das Ende des menschlichen Lebens das passiert, was in der Debatte um den Anfang geschah: Wie der umstrittene Beratungsschein einst fast zur Zerreißprobe für die katholische Kirche in Deutschland geworden wäre, so bahnt sich jetzt eine ähnliche Debatte an um den assistierten Suizid.” Gesetzentwürfe dafür lägen in den Schubladen. Katholiken müssten das Leben von der Zeugung bis zum natürlichen Tod schützen, “ohne Wenn und Aber”.

Der Bischof führte aus: “Wenn daran gedacht wird, den assistierten Suizid als Dienstleistung in karitativen Einrichtungen nach erfolgter Pflichtberatung anzubieten, dann erliegt die Kirche einem Selbstmissverständnis.” Es sei gut, die Bewahrung der Schöpfung ganz oben anzusetzen, “aber bitte nicht auf Kosten des Menschen, der Krone der Schöpfung”. Und weiter: “Frösche tragen wir über die Straße, doch Kleine und Schwache wie Embryonen und Senioren bleiben auf der Strecke.”

Meier appellierte an die Gläubigen: “Kämpfen wir für das Leben! Machen wir klare Ansage! Christen müssen identifizierbar sein.” Der Bischof verwies in diesem Zusammenhang auf Maria. Die Gottesmutter sei ein Vorbild, um als Kirche Ja zu sagen – “nicht zu den Maßstäben der Welt, sondern zur Messlatte, die Gottes Wort vorgibt”.

Meier äußerte sich zum Feiertag Mariä Himmelfahrt. Aus diesem Anlass zelebrierte er einen Festgottesdienst in Maria Vesperbild, der “schwäbischen Hauptstadt Mariens”.

Über das Jahr zählt der Ort zu den meistbesuchten Pilgerstätten Süddeutschlands. Stets werden dort Hunderttausende Menschen gezählt. Mariä Himmelfahrt bildet den Höhepunkt im Pilgerjahr. Die Wallfahrtskirche Mariä Schmerzen von 1755 gilt als bedeutendes Bau- und Kunstdenkmal mit herausragenden Deckenfresken, exzellentem Rokokostuck und einem seltenen barocken Hochaltar. In dessen Zentrum steht ein geschnitztes Gnadenbild, das Maria mit ihrem toten Sohn Jesus auf dem Schoß zeigt. In der Hand hält sie ein Tränentuch. (KNA)

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