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title: "Hendrik Wüst und Mona Neubaur informieren sich über die Lage in Hürtgenwald; größter Waldbrand in NRWs Geschichte"
sdDatePublished: "2026-08-16T11:20:00Z"
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Hendrik Wüst und Mona Neubaur informieren sich über die Lage in Hürtgenwald; größter Waldbrand in NRWs Geschichte

Ministerpräsident Wüst und Klimaschutzministerin Neubaur in Hürtgenwald | Land.NRW

Ministerpräsident Wüst und Klimaschutzministerin Neubaur in Hürtgenwald

Ministerpräsident Wüst: Hitze, Trockenheit und Waldbrände führen uns auf tragische Weise vor Augen, dass die Folgen des Klimawandels real sind und Mensch und Natur bedrohen

Ministerpräsident Hendrik Wüst und die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur haben sich am Samstag, 15. August 2026, aus erster Hand über die Lage in und um die Gemeinde Hürtgenwald im Kreis Düren informiert.

Ministerpräsident Hendrik Wüst und die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur haben sich am Samstag, 15. August 2026, aus erster Hand über die Lage in und um die Gemeinde Hürtgenwald im Kreis Düren informiert. Vor Ort in Hürtgenwald-Kleinhau besuchten sie das zentrale Lagezentrum und tauschten sich mit Rettungs- und Einsatzkräften aus, denen sie für ihren unermüdlichen Einsatz gedankt haben. Im Anschluss daran sprachen sie mit Landwirtinnen und Landwirten, die die Einsatzkräfte seit Beginn des Waldbrandes in der Gemeinde Hürtgenwald bei den schwierigen Löscharbeiten und der Aufrechterhaltung der Wasserversorgung unterstützen.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Wir erleben in Hürtgenwald den größten Waldbrand in der Geschichte unseres Landes. Dank des Einsatzes von anderthalbtausend Menschen der Feuerwehr, Polizei, der Bundesorganisationen THW, Bundespolizei, Bundeswehr und der Hilfsorganisationen ist es in der letzten Nacht gelungen, die Lage zu stabilisieren. Das Land unterstützt mit allen Kräften und Mitteln, die gebraucht werden. Die vielen Rettungs- und Einsatzkräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus zeigen, was unser Land ausmacht: Bedingungslose Hilfsbereitschaft und tatkräftige Unterstützung.“

„Extremwetterlagen sind längst keine Ausnahme mehr. Hitze, Trockenheit und Waldbrände führen uns auf tragische Weise vor Augen, dass die Folgen des Klimawandels real sind und Mensch und Natur bedrohen. Nordrhein-Westfalen ist auf solche Extremwetterlagen vorbereitet und investiert zudem gezielt in einen leistungsfähigen Brand- und Katastrophenschutz. Wir stärken die Zusammenarbeit von Feuerwehren und Forst und bauen unsere Fähigkeiten zur Waldbrandbekämpfung weiter aus. Genauso wichtig ist, unser Land widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen. Wir arbeiten schon lange und kontinuierlich daran, unser Land an den Klimawandel anzupassen und den Klimaschutz voranzubringen. Das bleibt auch weiterhin auf unserer Agenda“, so der Ministerpräsident weiter.

Mona Neubaur, Wirtschafts- und Klimaschutzministerin, sowie stellvertretende Ministerpräsidentin: „Da brennt nicht einfach ein Wald. Da brennt die Landschaft, in der Menschen aufgewachsen sind, in der ihre Familien leben. Das ist Heimat. Mein tiefer Dank gilt den Einsatzkräften, den Helferinnen und Helfern, die seit Tagen über sich hinauswachsen – meine Anteilnahme gilt den Menschen aus Gey, die mitten in der Nacht ihre Häuser verlassen mussten. Jetzt geht es um die Menschen vor Ort und das Löschen der Feuer. Wir dürfen aber auch nicht ausblenden, dass Hitze, Trockenheit und drehender Wind, die einen Brand dieser Größenordnung erst möglich machen, auch eine Folge der Klimakrise sind.“

Die Waldbrandgefahr in Nordrhein-Westfalen nimmt langfristig zu. Das Land hat deshalb bereits 2022 ein Waldbrandschutzkonzept vorgestellt und eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um Waldbrände zu verhindern, frühzeitig zu erkennen und effektiv bekämpfen zu können. Mittlerweile stehen landesweit zwei Fire Fighter zur Verfügung. Das geländegängige Fahrzeug mit 10.000-Liter-Tank des Landesbetriebs Wald und Holz NRW kann abseits der Wege auf Waldflächen fahren und dort Flammen löschen – sogar in bis zu rund 50 Metern Entfernung.

Seit Beginn der Waldbrandsaison 2024 ist das Fire Watch-System in der Region Niederrhein aktiv: Ein Pilotprojekt zur halbautomatischen Waldbrandüberwachung mit Kamerasystemen. Die optischen Sensoren ermöglichen eine flächendeckende Überwachung und erkennen und verorten Rauchentwicklungen bereits in 20 Kilometern Entfernung. Großbrände werden sogar bei einer Entfernung von über 40 Kilometern erkannt. Ziel ist es, Waldbrände frühzeitig zu lokalisieren, um deren Ausbreitung zu verhindern und Schäden für Mensch und Natur zu minimieren. Die Brandmeldeeinrichtung läuft erfolgreich und wird auf die Niederlande ausgeweitet.

Auch der Wald selbst soll widerstandsfähiger werden: Das Land setzt auf klimaresiliente Mischwälder mit verschiedenen Baumarten. Zusätzlich informieren und sensibilisieren Warnschilder Waldbesucherinnen und Waldbesucher über die Waldbrandgefahr.

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