Judith Gerlach, Bayerns Gesundheitsministerin, Masernfälle in Bayern deutlich gesunken dieses Jahr laut Ministerium; Nur sechs Fälle 2026

Gerlach: Zahl der Masernfälle deutlich gesunken -\ Bayerns Gesundheitsministerin: Nur sechs Fälle 2026 - Impfquoten steigen kontinuierlich - Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention

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Gerlach: Zahl der Masernfälle deutlich gesunken – Bayerns Gesundheitsministerin: Nur sechs Fälle 2026 – Impfquoten steigen kontinuierlich

Die Zahl der Masernfälle in Bayern ist in diesem Jahr deutlich zurückgegangen. Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach am Sonntag hingewiesen. Gerlach betonte: „Seit Jahresbeginn sind in Bayern nur sechs Menschen an Masern erkrankt (Stand 10.8.2026). Das ist ein erfreulich niedriger Infektionsstand. Im selben Zeitraum im Vorjahr wurden im Freistaat 40 Infektionen registriert.“

Die Ministerin erläuterte: „Diese guten Zahlen sind keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis unserer konsequenten Impfaufklärung. Während es in Bayern und in ganz Deutschland aktuell erfreulich wenig Masernfälle gibt, ist die Krankheit in anderen Weltregionen leider wieder auf dem Vormarsch, besonders in den USA. Dort wurden bis zum 30. Juli mehr als 2.300 Fälle offiziell bestätigt – dies ist der höchste Stand seit mehr als 30 Jahren.“

Gerlach sagte: „Der positive Trend in Bayern setzt sich weiter fort. Insgesamt wurden nach Daten des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 2025 im Freistaat 43 Masern-Infektionen gemeldet. 2024 waren es insgesamt 69.“

Die Ministerin erklärte: „Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit, man sollte sie nicht unterschätzen. Es handelt sich um eine hochansteckende Krankheit, die schwere Komplikationen bis zum Tod nach sich ziehen kann. Impfungen verhindern sowohl die Erkrankung als auch die Virus-Weitergabe sehr gut.“

Gerlach ergänzte: „Positiv entwickeln sich auch die Impfquoten in Bayern. Nach Abrechnungsdaten der Krankenkassen liegen die Impfquoten der bayerischen Kinder im Alter von zwei Jahren bei rund 93 Prozent für die erste Masernimpfung und bei etwa 78 Prozent für die zweite Impfung. Gerade die Quote für die zweite Impfung ist jedoch noch zu gering. Ich appelliere an die Eltern, ihren Kindern rechtzeitig den vollen Impfschutz zu geben.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Erfreulich ist aber, dass der Impfschutz bei fast allen Kindern bis zur Schuleingangsuntersuchung vervollständigt ist. Im Jahrgang 2024

25 hatten 99,6 Prozent der dort untersuchten Kinder die erste Impfung und 97,2 Prozent auch die zweite Impfung. Auch hier steigen die Werte seit 2018 kontinuierlich.“

Kinder können durch eine zweimalige Impfung im Abstand von mindestens vier Wochen wirksam gegen Masern geschützt werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die erste Masernimpfung im Alter von elf Monaten. Die zweite Impfung sollte im Alter von 15 Monaten erfolgen. Bei bevorstehender Aufnahme beziehungsweise Besuch einer Gemeinschaftseinrichtung kann die Impfung bereits ab einem Alter von neun Monaten verabreicht werden.

Auch allen nach 1970 geborenen Erwachsenen mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit wird eine einmalige Impfung empfohlen. Eine zweimalige Impfung wird nach 1970 geborenen Erwachsene empfohlen, wenn sie im beruflichen Alltag ein erhöhtes Risiko für einen Kontakt zu Masernviren aufweisen – zum Beispiel bei einer Tätigkeit in medizinischen oder pflegerischen Einrichtungen oder in Gemeinschaftseinrichtungen.