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title: "Schweizer Männer-Lagenstaffel erreicht Final bei Europameisterschaften in Paris; Rekordzeit 3:33,33 Finalplatz gesichert"
sdDatePublished: "2026-08-16T12:28:00Z"
source: "https://www.swiss-aquatics.ch/schweizer-rekord-und-finaleinzug-fuer-die-maenner-lagenstaffel/"
topics:
  - name: "sport"
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locations:
  - "Fukuoka"
  - "Île-de-France"
  - "Switzerland"
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Schweizer Männer-Lagenstaffel erreicht Final bei Europameisterschaften in Paris; Rekordzeit 3:33,33 Finalplatz gesichert

Schweizer Rekord und Finaleinzug für die Männer-Lagenstaffel - Swiss Aquatics

Schweizer Rekord und Finaleinzug für die Männer-Lagenstaffel

Die Schweizer Schwimmer:innen haben die Europameisterschaften in Paris mit einem starken letzten Wettkampftag abgeschlossen. Für den Höhepunkt sorgte die Männer-Lagenstaffel mit einem neuen Schweizer Rekord über 4×100 m. Roman Mityukov, Gian-Luca Gartmann, Noè Ponti und Balint Ashton qualifizierten sich in 3:33,33 Minuten als Achte für den Final am Abend. Daneben überzeugte Vanna Djakovic mit einer persönlichen Bestzeit über 400 m Freistil. Auch Mattia Mauri und Antonio Djakovic zeigten zum Abschluss starke Leistungen.

Traditionell steht am letzten Tag im Centre Aquatique Olympique die 4×100-m-Lagenstaffel auf dem Programm. Das Schweizer Quartett nutzte diese Gelegenheit und zeigte einen überzeugenden Auftritt. Roman Mityukov brachte die Schweiz über Rücken in 53,69 Sekunden auf Kurs. Gian-Luca Gartmann übernahm die Bruststrecke und schlug nach 1:01,34 Minuten an. Noè Ponti sorgte anschliessend über 100 m Delfin für eine starke Aufholjagd und schwamm in 49,70 Sekunden. Balint Ashton brachte die Staffel über Freistil in 48,60 Sekunden ins Ziel.

Mit der Gesamtzeit von 3:33,33 Minuten unterbot das Quartett den bisherigen Schweizer Rekord von 3:35,46 MInuten, aufgestellt an den Weltmeisterschaften 2023 in Fukuoka, um über zwei Sekunden und sicherte sich gleichzeitig den achten und letzten Finalplatz.

Für Roman Mityukov ist der Finaleinzug nach dem gestrigen Halbfinale über 100 m Rücken ein weiterer Höhepunkt. „Ich konnte mich trotzdem gut erholen, gut schlafen und ich freue mich sehr für das Team. Es ist wirklich cool, ein Finale zu schwimmen. Es ist schon recht lange her, dass wir bei einem grossen Wettkampf mit der Staffel im Finale standen“, sagte Mityukov. Besonders stolz sei er auf seine Teamkollegen. «Ich hoffe, dass wir im Finale so gut wie möglich schwimmen werden.“

Auch Noè Ponti zeigte sich begeistert vom Auftritt der Staffel. „Ich bin sehr glücklich. Ich freue mich auch für die Jungs. Für die beiden [Anm.: Gartmann und Ashton] ist es das erste Finale bei einer grossen Meisterschaft.“ Der Tessiner hob insbesondere die Entwicklung der Staffel hervor: „Endlich haben wir es geschafft! Schweizer Rekord, zwei Sekunden unter dem bisherigen Schweizer Rekord.“ In den vergangenen Jahren sei es nie gelungen, eine wirklich starke 4×100-m-Lagenstaffel auf die Beine zu stellen.

Dass die Schweizer am Abend nochmals schneller schwimmen können, werde schwierig, so Ponti. „Wir haben heute Morgen schon alles gegeben. Aber wir haben nichts zu verlieren, also einfach geniessen.“ Gleichzeitig blickt er bereits über den heutigen Final hinaus: „Auch im Hinblick auf die nächsten Jahre ist das gut. Hoffentlich schaffen wir es nächstes Jahr unter die Top 12 bei der WM und qualifizieren uns für Olympia.“

Für Gian-Luca Gartmann ist der Finaleinzug eine Premiere auf grosser internationaler Bühne. „Ich freue mich unglaublich. Ich hätte es mir nicht gedacht; ich habe es mir auf jeden Fall erhofft, aber ich freue mich auf jeden Fall sehr“, sagte der Brustschwimmer.

Auch der erst 19-jährige Balint Ashton kann seinen Finaleinzug noch kaum fassen. „Es ist sehr cool und ich bin sehr, sehr glücklich.“ Besonders speziell ist für ihn, dass er gemeinsam mit seinen Vorbildern Roman Mityukov und Noè Ponti im EM-Final stehen wird: „Mit ihnen dann im Finale dabei zu sein, wird für mich sicher sehr speziell.“

Djakovic mit persönlicher Bestzeit zum Abschluss

Über 400 m Freistil gelang Vanna Djakovic am Abschlusstag die erhoffte Leistungssteigerung. Die 20-Jährige schwamm in 4:14,07 Minuten eine persönliche Bestzeit und verbesserte ihre bisherige Marke um 34 Hundertstelsekunden. Damit belegte sie den starken 13. Rang.

„Es war ein gutes Rennen. Ich hatte gute Gegnerinnen neben mir und habe versucht, mit ihnen mitzuhalten“, sagte Djakovic. Nach der Rennhälfte habe ihre Konkurrentin das Tempo nochmals verschärft. Dennoch war die Schweizerin mit ihrem Abschluss zufrieden: „Vor allem nach der harten Woche, die nicht so gelaufen ist, bin ich stolz, dass ich jetzt noch mit einer Bestzeit abschliessen konnte. Bin happy.“

Mauri bestätigt starke EM mit knapp verpasster Bestzeit

Auch Mattia Mauri beendete seine erste Elite-Europameisterschaft mit einem starken Auftritt über 400 m Freistil. Der 20-jährige Tessiner schlug in 3:47,86 Minuten an und verpasste seine persönliche Bestzeit damit nur um eine Hundertstelsekunde.

Mauri hatte in Paris bereits über 100 und 200 m Freistil persönliche Bestzeiten aufgestellt und auch in den Staffeln starke Leistungen gezeigt. Entsprechend positiv fällt seine Bilanz aus. „Ich bin zufrieden, aber ich weiss, dass es noch besser ginge“, sagte er. Am Ende einer langen Meisterschaft habe möglicherweise die mentale und körperliche Frische gefehlt. Trotzdem bezeichnete Mauri seine erste EM auf Eliteebene als „wunderbare Erfahrung“ und „tolle Meisterschaft“. Als wichtiges Learning nimmt er die Bedeutung der Regeneration mit: „Die Erholung zwischen den einzelnen Rennen ist etwas, woran ich arbeiten muss.“

Antonio Djakovic mit viel Selbstvertrauen für die Zukunft

Ebenfalls über 400 m Freistil im Einsatz war Antonio Djakovic. Der 23-Jährige zeigte in 3:47,86 Minuten ein starkes Rennen und klassierte sich auf dem 12. Rang. Damit verpasste er den Final als zweiter Reservist nur knapp.

Nach mehreren verletzungsgeprägten Jahren zeigt seine Leistungskurve wieder nach oben. Auch im Vorfeld der EM hatte ihn eine Bauchmuskelverletzung beschäftigt. Umso zufriedener zeigte er sich mit seinem Abschlussrennen: „Ich kann mich ganz ehrlich glücklich schätzen mit der Zeit, die ich heute Morgen geschwommen bin.“ Auf den ersten 200 Metern konnte Djakovic mit der Konkurrenz mithalten, danach fehlte ihm etwas die Kraft. Für die Zukunft blickt er dennoch sehr positiv nach vorne. „Ich sehe einfach, ich habe es wieder. Es gibt mir das Selbstvertrauen, von dem ich schon beim letzten Mal erzählt habe.“ Dieses Selbstvertrauen gebe ihm auch die nötige Motivation für das Training. Seine Perspektive ist entsprechend klar: „Ich sehe, es fehlt nicht mehr viel und dann bin ich auch wieder im Finale und kann dann auch wieder um Medaillen kämpfen.“

Weniger erfolgreich verlief der Abschluss für die Schweizer 4×100-m-Lagenstaffel der Frauen. Gaia Rasmussen, Kay-Lyn Löhr, Julia Ullmann und Angelina Patt schwammen in 4:07,19 Minuten auf den 14. Rang und verpassten damit den Finaleinzug.

Rasmussen benötigte über Rücken 1:02,25 Minuten, Löhr schwamm die Bruststrecke in 1:08,73, Ullmann benötigte über Delfin 59,33 Sekunden und Patt brachte die Staffel über Freistil in 56,88 Sekunden ins Ziel.

Damit ist die Vormittagssession abgeschlossen. Am Abend steht zum Abschluss der Europameisterschaften noch der Final der Schweizer Männer-Lagenstaffel auf dem Programm. Das Quartett hat sich mit dem Schweizer Rekord von 3:33,33 Minuten eine starke Ausgangslage geschaffen und erhält die Gelegenheit, die erfolgreiche EM mit einem weiteren überzeugenden Auftritt abzuschliessen.

Resultate Morning Session, 16. August 2026

400 m Freistil Damen Vanna Djakovic: 4:14,07 min (PB) – 13. Platz

400 m Freistil Herren Antonio Djakovic: 3:47,86 min – 12. Platz Mattia Mauri: 3:55,36 min – 33. Platz

4×100 m Lagen Damen Schweiz: 4:07,19 min – 14. Platz Gaia Rasmussen (BA): 1.02,25 min Kay-Lyn Löhr (BR): 1.08,73 min Julia Ullmann (BU): 59,33 s Angelina Patt (FR): 56,88 s

Gaia Rasmussen (BA): 1.02,25 min Kay-Lyn Löhr (BR): 1.08,73 min Julia Ullmann (BU): 59,33 s Angelina Patt (FR): 56,88 s

4×100 m Lagen Herren 3:33,33 min – 8. Platz → Finale Roman Mityukov (BA): 53,69 s Gian-Luca Gartmann (BR): 1:01,34 min Noè Ponti (BU): 49,70 s Balint Ashton (FR): 48,60 s

Roman Mityukov (BA): 53,69 s Gian-Luca Gartmann (BR): 1:01,34 min Noè Ponti (BU): 49,70 s Balint Ashton (FR): 48,60 s

Wir gratulieren zu den starken Auftritten heute Morgen und dem neuen Schweizer Rekord! Viel Erfolg für Finale!

Die Wettkämpfe können live auf SRF, RSI und RTS verfolgt werden. Alle Informationen zur EM, wie auch Start- und Ranglisten finden Sie auf der Eventwebseite .

Balint ASHTON, Roman MITYUKOV, Noe PONTI and Gian-Luca GARTMANN of Switzerland pose for a photo on their way out after competing in the Men's 4x100m Medley Relay Heats during the swimming events of the European Aquatics Championships in Paris, France, Sunday, Aug. 16, 2026. (Photo by Patrick B. Kraemer

Angelina PATT, Kay-Lyn LOEHR, Julia ULLMANN and Gaia RASMUSSEN pose for a photo on their way out after competing in the Women's 4x100m Medley Relay Heats during the swimming events of the European Aquatics Championships in Paris, France, Sunday, Aug. 16, 2026. (Photo by Patrick B. Kraemer

Vanna DJAKOVIC of Switzerland competes in the Women’s 400m Freestyle Heats during the swimming events of the European Aquatics Championships in Paris, France, Sunday, Aug. 16, 2026. (Photo by Patrick B. Kraemer

Antonio DJAKOVIC of Switzerland competes in the Men's 200m Freestyle Heats during the swimming events of the European Aquatics Championships in Paris, France, Thursday, Aug. 13, 2026. (Photo by Patrick B. Kraemer

Mattia MAURI of Switzerland competes in the Men's 4x200m Freestyle Relay Heats during the swimming events of the European Aquatics Championships in Paris, France, Monday, Aug. 10, 2026. (Photo by Patrick B. Kraemer

Schweizer Rekord und Finaleinzug für die Männer-Lagenstaffel