Schweizer Eventing-Equipe auf Medaillenkurs in Aachen; Olympia-Quotenplatz greifbar

Eventing-WM Aachen: Schweizer Equipe nach dem Gelände auf Medaillenkurs

Nach der Dressur hatte die Schweiz mit 90,9 Punkten noch auf dem fünften Zwischenrang gelegen. Im anspruchsvollen Cross-Country machten die Schweizer Paare nun zwei Plätze gut. Mit 106,5 Punkten liegt die Equipe vor dem abschliessenden Springen auf dem dritten Rang.

Grossbritannien führt die Teamwertung mit 75,6 Punkten an, gefolgt von Deutschland mit 90,4 Punkten. Hinter der Schweiz folgen Irland mit 110,1, die USA mit 112,3 und Frankreich mit 113,9 Punkten.

Damit geht die Schweiz am Sonntag nicht nur mit einer Medaille in Reichweite in die letzte Teilprüfung. Auch hinsichtlich der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles ist die Ausgangslage ausgezeichnet.

Die Weltmeisterschaft in Aachen ist für das Eventing der wichtigste erste Qualifikationsweg für Los Angeles 2028. Die sieben bestklassierten Teams – Gastgeber USA ausgenommen – erhalten einen Team-Quotenplatz für die Olympischen Spiele.

Auf Rang drei befindet sich die Schweiz vor dem abschliessenden Springen damit auf direktem Qualifikationskurs. Hinter ihr folgen Irland, die bereits qualifizierten USA, Frankreich, Schweden und Neuseeland. Der Schweizer Quotenplatz für Los Angeles ist somit zum Greifen nah – definitiv gesichert ist er allerdings erst nach Abschluss der Teamwertung am Sonntag.

Mélody Johner stürmt in die Top Ten

Auch in der Einzelwertung sorgte die Schweiz für ein Ausrufezeichen. Mélody Johner und Erin lieferten eine herausragende Geländerunde. Nach 31,5 Minuspunkten in der Dressur blieben sie im Cross-Country ohne zusätzliche Fehlerpunkte und erreichten das Ziel in 9:44 Minuten.

Damit verbesserte sich das Paar vom 32. auf den neunten Zwischenrang und ist vor dem Springen das bestklassierte Schweizer Duo. Johner liegt zudem nur 2,9 Punkte hinter Rang vier.

Felix Vogg weiterhin in der erweiterten Spitze

Felix Vogg und Frieda kamen ebenfalls gut durch das Cross-Country. Zu ihren 29,3 Punkten aus der Dressur kamen lediglich 5,2 Zeitfehler hinzu. Mit 34,5 Punkten liegen sie auf dem 15. Zwischenrang.

Robin Godel und Grandeur de Lully CH mussten 10,4 Zeitfehler hinnehmen. Mit insgesamt 40,5 Punkten belegen sie Rang 29.

Einzelreiterin Angelika Dubach und Felin de Chignan liegen nach dem Gelände mit 70,3 Punkten auf Rang 51. Für Nadja Minder und Top Job’s Jalisco endete die Weltmeisterschaft hingegen in der Geländeprüfung mit dem Ausscheiden.

Die Schweizer Zwischenresultate nach dem Cross-Country:

Grandeur de Lully CH – 40,5 Punkte

Felin de Chignan – 70,3 Punkte

Top Job’s Jalisco – ausgeschieden im Cross-Country

Michael Jung übernimmt die Führung

An der Spitze des Einzelklassements liegt nach dem Gelände Michael Jung mit fischerChipmunk FRH. Der Deutsche absolvierte das Cross fehlerfrei innerhalb der Zeit und führt mit seinem Dressurergebnis von 23,0 Punkten.

Rosalind Canter und Lordships Graffalo folgen mit 23,4 Punkten auf Rang zwei. Laura Collett und London 52 liegen mit 23,6 Punkten auf Rang drei. Gerade einmal 0,6 Punkte trennen damit die ersten drei Paare.

Die Dressurführende Julia Krajewski und Uelzener’s Nickel mussten dagegen 13,6 Zeitfehler hinnehmen und fielen mit 35,6 Punkten auf Rang 20 zurück.

Am Sonntag steht im Hauptstadion von Aachen das abschliessende Springen auf dem Programm. Gestartet wird in umgekehrter Reihenfolge des Einzelklassements nach Dressur und Gelände. Dann fallen sowohl die Team- als auch die Einzelentscheidungen.

Für die Schweiz könnte der Finaltag gleich in mehrfacher Hinsicht bedeutend werden: Die Equipe startet von einem Medaillenplatz in die Entscheidung, Mélody Johner liegt in den Top Ten – und gleichzeitig ist die direkte Teamqualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles in unmittelbare Nähe gerückt.

Live-Übertragung WM Eventing Springen auf SRF Sonntag, 16. August 2026, ab 13.00 Uhr

Link zur Live-Übertragung auf SRF

Eventing-WM Aachen: Schweizer Equipe nach dem Gelände auf Medaillenkurs

Die Schweizer Eventing-Equipe hat sich an der Weltmeisterschaft in Aachen mit einem starken Cross auf den dritten Zwischenrang vorgearbeitet. Mélody Johner und Erin glänzten mit einer fehlerfreien Runde innerhalb der Zeit und liegen im Einzelklassement auf Rang neun. Auch die Ausgangslage im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles ist hervorragend: In Aachen werden sieben Team-Quotenplätze vergeben, wobei Gastgeber USA bereits qualifiziert ist.