THW im Einsatz bei Vegetations- und Waldbränden in NRW seit dem 12. August; Lage stabilisiert, erste Hoffnung auf Brandkontrolle

THW - Einsätze - THW im Einsatz bei Vegetations- und Waldbränden in NRW

THW im Einsatz bei Vegetations- und Waldbränden in NRW

Verschiedene Waldbrände mit in Nordrhein-Westfalen bislang ungekanntem Ausmaß, forderen seit dem 12. August THW-Einsatzkräfte aus knapp 40 Ortsverbänden.

Verschiedene Waldbrände mit in Nordrhein-Westfalen bislang ungekanntem Ausmaß, forderen seit dem 12. August THW -Einsatzkräfte aus knapp 40 Ortsverbänden. Vorausgegangen waren mehrere Brände in der Umgebung in Sundern, Hagen, Krefeld, Sonsbeck, Altena, am Möhnesee, am Diemelsee und in Hürtgenwald, die aufgrund anhaltender Trockenheit und angefacht durch Winde, teilweise zu Großbränden wurden und mehrere Ortsteile bedrohten.

Unermüdlich kämpfen Feuerwehren aus ganz Nordrhein-Westfalen gegen die Flammen. Unterstützung kommt durch das Technischen Hilfswerks ( THW ). „Vielen Dank für euren Einsatz und noch eine gute Schicht“, wünschte Nadine Ogiolda, Referatsleiterin Einsatz THW -Landesverband Nordrhein-Westfalen, den Einsatzkräften bei ihrem Besuch im Einsatzgebiet bei Marsberg am Samstagmorgen. Im Anschluss besuchte sie zusammen mit NRW -Ministerpräsident Hendrik Wüst, der stellvertretenden Ministerpräsidentin Mona Neubaur und weiteren hochkarätigen Besuchenden aus Politik und Presse die Einsatzstelle in Hürtgenwald.

Das THW unterstützte hier vor allem in den Bereichen Logistik und Führungsunterstützung. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Errichtung einer Führungsstelle für die THW -Kräfte, die Stromversorgung der Einsatzleitung sowie Errichtung und Betrieb eines Bereitstellungsraums. Zudem versorgt das THW Einsatzfahrzeuge mit Treibstoff, stellt Fachberatenden, sichert mit einem Schlauchboot eine Wasserentnahmestelle an der Wehebachtalsperre, baute Sammelbehälter für Wasser auf und errichtete eine Wasserentnahmestelle, an der Landwirte Löschwasser für die Löschhubschrauber aufnehmen können. Asuleuchten der Einsatzstellen, feldmäßige Instandsetzung und akute technische Hilfe, etwa um einen abgerutschten Traktor abzustützen, vervollständigen das Einsatzspektrum.

NRW -Ministerpräsident Hendrik Wüst zeigte sich ebenso beeindruckt wie zuversichtlich. So sei es in der Nacht von Freitag auf Samstag gelungen, die Lage zu stabilisieren. „ Es besteht jetzt erste Hoffnung, dass der Brand unter Kontrolle gebracht werden kann “ so Wüst. Mit Blick auf die Einsatzkräfte, bei denen er sich in einem vertraulichen Gespräch über deren Situation informierte, betonte Wüst, dass „…viele Menschen mit einem großen Herz große Taten vollbringen. “ Nadine Ogiolda fasste ihr Bild der Lage zusammen: „ Ich bin wieder beeindruckt von der Zusammenarbeit zwischen dem THW und den anderen Organisationen. Sei es mit der Feuerwehr, der Bundeswehr, der Polizei und den Rettungsdiensten. Gemeinsam haben wir diese für viele Menschen doch äußerst bedrohliche Lage bislang in den Griff bekommen. Ich hoffe, dass dies so bleibt und danke allen Helferinnen und Helfern ganz herzlich für ihren Einsatz. “

Die Einsätze in Sundern, Hagen, Krefeld, Sonsbeck, Altena, am Möhnesee und am Diemelsee sind beendet. In Hürtgenwald entspannt sich die Lage langsam.