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title: "Andre Bertelsmeier und Wim Verdonschot in der TTBL; Olympia 2028-Ziel treibt Aufstieg voran"
sdDatePublished: "2026-08-16T11:51:00Z"
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Andre Bertelsmeier und Wim Verdonschot in der TTBL; Olympia 2028-Ziel treibt Aufstieg voran

„Local Heroes“ in der TTBL: Bertelsmeier und Verdonschot im Fokus

„Local Heroes“ in der TTBL: Bertelsmeier und Verdonschot im Fokus

Das gleißende Rampenlicht in der neuen Saison der Tischtennis Bundesliga (TTBL) gehört zweifellos Olympiasieger Fan Zhendong (Borussia Düsseldorf) oder natürlich auch dem zurückgekehrten Vizeweltmeister Hugo Calderano (1. FC Saarbrücken-TT). Doch auch „Local Heroes“, also einheimische Stars, strahlen eine enorme Faszination auf die TTBL-Anhänger in den Hallen und an den Bildschirmen aus. In Jahr zwei nach dem Karriereende der deutschen Ikone Timo Boll dürften von den „Local Heroes“ - hinter dem „Establishment“ mit dem erfahrenen Nationalmannschafts-Quartett Dang Qiu (Düsseldorf), Patrick Franziska (Saarbrücken), Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt) und Dimitrij Ovtcharov (TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell) – vor allem die Youngster Wim Verdonschot (Borussia Düsseldorf) und Andre Bertelsmeier (TSV Bad Königshofen) für die Fan-Community die spannendsten Spieler sein.

Vor allem Bertelsmeier will in der TTBL nach seiner Debüt-Saison seine auch international schon bemerkenswerten Ergebnisse konstant bestätigen. Niedriger sind die Erwartungen an Bad Königshofens Jungstar jedenfalls nicht geworden: Bei der DM kürzlich in Erfurt verbaute Bertelsmeier dem früheren Weltranglistenersten Ovtcharov den Weg auf das Podium und verteidigte mit Verdonschot den Titel im Doppel, räumte danach bei der U21-EM in Cluj-Napoca Gold im Einzel sowie erneut mit Verdonschot auch im Doppel ab und ließ zu guter Letzt beim US Smash in Los Angeles durch ein nur sehr unglückliches 2:3 gegen den schwer angezählten Olympia-Silbermedaillengewinner Truls Möregardh aufhorchen.

Von der gewachsenen Aufmerksamkeit jedoch will sich der 20-Jährige nicht ablenken lassen. „Die Erwartungen beeinflussen mich nicht großartig, weil ich eher auf kurzfristige Ziele schaue und versuche, besser zu werden“, beschrieb Bertelsmeier auf der Homepage seines Klubs seinen Umgang mit der öffentlichen Ungeduld.

Generell sieht sich der aus Westfalen stammende Rechtshänder, der 2025 vor seinem Wechsel nach Bad Königshofen auch von mehreren anderen TTBL-Vereinen umworben war, sich nach seinem vorübergehenden Vorstoß in die Top 60 der Weltrangliste auch auf Kurs: „Ich glaube, dass ich auf einem guten Weg bin. Natürlich versuche ich jeden Tag, das Maximale aus mir herauszuholen, in den nächsten Jahren in der Weltrangliste weiter aufzusteigen und auch in der Bundesliga besser zu performen, um dem Team noch weiter zu helfen.“ In seiner zurückliegenden Rookie-Spielzeit erreichte Bertelsmeier bei den Franken als häufiger Kontrahent gegnerischer Spitzenspieler eine 5:12-Bilanz.

In mehr als doppelt so vielen Matches avancierte Verdonschot zeitgleich bei Union Velbert in der zweiten Liga zum erfolgreichsten Spieler des Unterhauses. Die Bilanz des gebürtigen Berliners, der im ausklingenden Sommer nach zwei Jahren in Velbert nach Dortmund zurückkehrte, lautete dabei auf 29:6.

Noch mehr Prestige allerdings brachten Verdonschot in der abgelaufenen Saison seine ersten Titelgewinne bei den WTT-Turnieren der Feeder-Kategorie 2025 in Danzig sowie im laufenden Jahr in Lille. In der Weltrangliste rangierte der Rechtshänder zu Beginn der neuen TTBL-Saison denn auch als Nummer fünf in Deutschland etwas vor seinem Doppelpartner Bertelsmeier am Ende der Top 60.

Aus Verdonschots Sicht haben sich mittlerweile viele kleine Faktoren zu einem großen Ganzen zusammengefügt. „Ich konnte mich in Velbert super entwickeln, und meine harte Arbeit macht sich allmählich bezahlt, auch wenn ich mit den WTT-Titeln zu den damaligen Zeitpunkten niemals gerechnet hätte. Das ist alles superschön für mich“, meinte der DM-Fünfte auf der Borussen-Homepage.

Seiner Zukunft blickt Verdonschot optimistisch entgegen: „Andre und ich kommen den Topspielern immer näher. Es ist natürlich immer noch ein großer Abstand, aber wir arbeiten daran, dass wir den Abstand verringern. Für mich ist das jetzt ein großer Schritt in die erste Bundesliga, und ich bin auch noch jung. Aber ich bin trotzdem auch einer wie Patrick Franziska, Dimitrij Ovtcharov oder Benedikt Duda, die ich überholen will. Und dann ist es egal, ob man noch oder nur ein Talent ist, da zählt eigentlich nur das Sportliche – und da versuche ich natürlich alles zu geben, sodass ich sie alle so schnell wie möglich einhole.“

Ein großes Ziel hat sich der BVB-Youngster auch schon gesetzt: Olympia 2028 in Los Angeles. „Jetzt“, meinte Verdonschot vor seinem Bundesliga-Debüt dazu, „entscheidet sich, ob ich wirklich das Zeug habe, einmal richtig gut zu werden. Geben werde ich dafür alles.“

Beitragsbilder oben: Andre Bertelsmeier vom TSV Bad Königshofen (Foto: Patrick Wichmann) und Wim Verdonschot vom BVB (WTT)