André Simanowski Orgelmatinee Eichstätt Dom; Eintritt frei
Bistum Eichstätt: Orgelmatineen im Eichstätter Dom: Drei Konzerte zwischen Barock und Romantik
Orgelmatineen im Eichstätter Dom: Drei Konzerte zwischen Barock und Romantik
Eichstätt. (pde) – Die Reihe der Orgelmatineen im Eichstätter Din wird ab Samstag, 22. August, mit drei abwechslungsreichen Programmen fortgesetzt. Jeweils von 11.30 bis 12 Uhr bringen Organisten aus der Schweiz, Tschechien und Eichstätt die große Domorgel zum Klingen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
Am Samstag, 22. August, ist André Simanowski aus Kreuzlingen in der Schweiz zu Gast. Sein Programm führt von der norddeutschen Barockmusik bis zur französischen Orgelsymphonik. Den Auftakt bildet Dietrich Buxtehudes Toccata d-Moll BuxWV 155. Es folgen Johann Sebastian Bachs Choralvorspiel „Liebster Jesu, wir sind hier“ und drei Sätze aus Louis Viernes erster Orgelsymphonie: Prélude, Andante und Final. So kann die Eichstätter Domorgel sowohl ihre farbigen Einzelstimmen als auch ihre große symphonische Klangfülle entfalten.
Simanowski studierte zunächst katholische Theologie und anschließend Kirchenmusik mit Hauptfach Orgel an der Zürcher Hochschule der Künste. Seit 2008 ist er Hauptorganist der Basilika St. Ulrich in Kreuzlingen. Konzertreisen führten ihn unter anderem nach Deutschland, in die Schweiz und nach Japan.
Am Samstag, 29. August, spielt Ondřej Valenta aus Prag. Im Mittelpunkt seines Programms steht Johann Sebastian Bachs groß angelegte Toccata, Adagio und Fuge C-Dur BWV 564. Mit Bernardo Pasquinis Variationen über die „Folia“ und Georg Friedrich Händels Ciacona C-Dur HWV 443, die Valenta selbst für Orgel bearbeitet hat, erklingen außerdem virtuose Werke des europäischen Barocks.
Valenta wurde am Prager Konservatorium und an der Akademie der musischen Künste in Prag ausgebildet; weitere Studien führten ihn an das Mozarteum Salzburg und die Hochschule für Musik und Theater München. Er ist künstlerischer Leiter des internationalen Festivals „Varhanní Vyšehrad“ und wirkt derzeit als Domorganist an der Prager Kathedrale St. Veit, Wenzel und Adalbert. Als Solist und Kammermusiker ist er in zahlreichen europäischen Ländern aufgetreten.
Am Samstag, 5. September, übernimmt Rudolf Pscherer aus Eichstätt den Spieltisch der Domorgel. Er interpretiert die Sonate Nr. 11 d-Moll op. 148 von Josef Gabriel Rheinberger mit den Sätzen „Agitato“ und „Cantilene“. Daneben steht Wolfgang Amadeus Mozarts eindrucksvolle Fantasie für eine Orgelwalze KV 608 auf dem Programm.
Rudolf Pscherer studierte Kirchenmusik, Konzertfach Orgel, Musikpädagogik und Musikwissenschaft. Von 1986 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2014 verantwortete er als Musikpräfekt die musikalische Ausbildung am Bischöflichen Seminar in Eichstätt. Darüber hinaus war er langjähriger Lehrbeauftragter an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und gründete mehrere Eichstätter Konzertreihen. Bis heute ist er als Organist, Komponist und Leiter des Ensembles „De Angelis“ tätig.
Die weiteren Orgelmatineen gestalten Andreas Sagstetter aus Waldsassen am 12. September, David Kirschsieper aus Ingolstadt am 19. September, Domorganist Martin Bernreuther am 26. September sowie Pavel Černý aus Prag zum Abschluss der Reihe am 3. Oktober.
Die Konzerte beginnen jeweils um 11.30 Uhr im Hohen Dom zu Eichstätt. Der Einlass ist bis 11.25 Uhr über den Eingang am Willibaldschor und über den barrierefreien Domaufzug möglich. Während der Orgelmatineen finden keine Domführungen statt.