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title: "Chemnitzer FC U19 gewinnt 4:3 gegen SV Babelsberg 03 in Chemnitz; Dreht 0:1-Pausenrückstand in späten Sieg"
sdDatePublished: "2026-08-17T13:11:00Z"
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Chemnitzer FC U19 gewinnt 4:3 gegen SV Babelsberg 03 in Chemnitz; Dreht 0:1-Pausenrückstand in späten Sieg

U19 gewinnt 7-Tore-Auftakt

Campus: U19 gewinnt wilden Liga-Auftakt gegen Babelsberg, U17 verliert in Leipzig

Der erste gemeinsame Campus-Spieltag der neuen Saison hatte einiges zu bieten. Während die U19 des Chemnitzer FC bei ihrem ersten Auftritt in der DFB-Nachwuchsliga ein echtes Spektakel erlebte und nach einem 0:1-Pausenrückstand noch mit 4:3 gegen den SV Babelsberg gewann, musste die U17 auswärts bei RasenBallsport Leipzig eine deutliche Niederlage hinnehmen.

U19: Spektakel zum Liga-Auftakt – CFC dreht Rückstand zum 4:3-Heimsieg

Was für ein Auftakt in die DFB-Nachwuchsliga! Die U19 des Chemnitzer FC hat ihr erstes Ligaspiel der Saison 2026

27 gegen den SV Babelsberg mit 4:3 gewonnen. Dabei mussten die Himmelblauen zunächst einem 0:1-Pausenrückstand hinterherlaufen, ehe eine turbulente zweite Hälfte die Partie komplett auf den Kopf stellte.

Zahlreiche Chancen – aber Babelsberg trifft

Vom Anpfiff weg bestimmte der CFC die Partie und setzte das Babelsberger Tor in der ersten halben Stunde beinahe unter Dauerbeschuss. Bereits in der dritten Minute bot sich nach einer Ecke die erste große Gelegenheit. Tyron Lewin kam unmittelbar vor dem Tor zum Abschluss, setzte den Ball jedoch über den Kasten.

Auch danach erspielten sich die Himmelblauen mehrere hochkarätige Möglichkeiten. In der 21. Minute kombinierte sich der CFC sehenswert aus dem eigenen Spielaufbau nach vorne. Über Nino Löwelt gelangte der Ball zu Moritz Bock, der aus rund 14 Metern freistehend knapp rechts vorbeischoss. Fünf Minuten später folgte die nächste Großchance: Nach einem Umschaltmoment bediente Lewin den startenden Mika Lehmann, der aus sieben Metern ebenfalls das Tor verfehlte.

Die fehlende Konsequenz sollte sich rächen. Nach rund 30 intensiven Minuten wurde der CFC etwas passiver. Babelsberg nutzte eine der wenigen Situationen, in denen die Chemnitzer keinen Zugriff in den Zweikämpfen fanden. Nach einer Verlagerung und anschließender Hereingabe kam ein Gästespieler aus rund sieben Metern frei zum Abschluss und erzielte in der 36. Minute das 0:1. Mit dem Rückstand ging es trotz eines deutlichen Chancenplus in die Kabinen.

Drei CFC-Tore innerhalb weniger Minuten

Die Halbzeitansprache fiel entsprechend kurz aus: Die starke erste halbe Stunde sollte den Himmelblauen Mut für die zweiten 45 Minuten geben. Und die Mannschaft von Cheftrainer Sebastian Kegel setzte das unmittelbar um.

In der 49. Minute eroberte Niklas Heinicke den Ball, anschließend ging es schnell nach vorne. Lehmann bekam die Kugel und schloss trocken zum 1:1 ab. Nur drei Minuten später folgte die komplette Wende. Nach einem tiefen Ball auf Lewin kollidierten der Babelsberger Torhüter und ein eigener Mitspieler. Lehmann reagierte am schnellsten und schob den freien Ball zum 2:1 ein.

Babelsberg hatte unmittelbar danach die große Gelegenheit zum Ausgleich. Ein Gästestürmer tauchte frei vor Lukas Schunter auf, doch der Chemnitzer Schlussmann parierte stark. Aus der Rettungsaktion entwickelte sich direkt der nächste CFC-Angriff: Über Heinz Kühnreich kam der Ball zu Lewin, der ein langes Dribbling mit dem Treffer zum 3:1 vollendete.

Vom vergebenen Elfmeter zum späten Siegtreffer

Entschieden war die Partie damit allerdings noch lange nicht. Der CFC wurde erneut passiver und ließ Babelsberg zurückkommen. Die Gäste verkürzten aus dem Strafraum auf 2:3.

In der 72. Minute schien sich dann die große Gelegenheit zur Vorentscheidung zu bieten. Pepe Rathmann zog in den Strafraum und wurde gefoult. Neben dem Strafstoß für den CFC gab es die Rote Karte gegen Babelsberg. Lehmann trat an, konnte den Elfmeter jedoch nicht verwandeln.

Stattdessen wurde es noch einmal richtig eng. In der 81. Minute bekam Babelsberg nach einem Handspiel ebenfalls einen Strafstoß zugesprochen und verwandelte zum 3:3. Doch die Himmelblauen antworteten. Der eingewechselte Nino Scherm setzte die Gäste mit intensivem Pressing unter Druck und legte anschließend für Rathmann auf. Der blieb vor dem Tor cool und schob in der 84. Minute zum umjubelten 4:3 ein.

In den verbleibenden Minuten brachte der CFC die Führung über die Zeit. Nach zahlreichen vergebenen Großchancen stand am Ende ein verdienter, aber deutlich spannenderer Sieg als notwendig. Für die kommenden Wochen wird es vor allem darum gehen, die starken Phasen über einen längeren Zeitraum auf den Platz zu bringen und defensiv konstanter zu agieren.

Am Freitag wartet zunächst ein Testspiel gegen Oberligist Budissa Bautzen. Anschließend richtet sich der Blick auf das nächste große Highlight: Eine Woche später trifft die U19 im DFB-Pokal auf Borussia Mönchengladbach.

Chemnitzer FC – SV Babelsberg 03 4:3 (0:1)

Aufstellung: Schunter 1 – Wodetzki 3 (60. Näther 4), Lehmann 5, Heinicke 8, Löwelt 10 (60. Rathmann 18), Gehmlich 12, Bock 17 (46. Schettler 16), Paulich 20 (70. Bachmann 21), Lewin 22 (60. Ray 25), Lorenz 24 (60. Scherm 26), Kühnreich 27

Tore: 0:1 Yilmaz (36.), 1:1 Lehmann (49.), 2:1 Lehmann (52.), 3:1 Lewin (55.), 3:2 Lehmann (58.), 3:3 Yilmaz (81.

U17: Starke Reaktion nach der Pause reicht in Leipzig nicht

Einen deutlich schwierigeren Nachmittag erlebte die U17. Beim Nachwuchs von RasenBallsport Leipzig unterlag der Chemnitzer FC mit 0:5. Gerade in der ersten Halbzeit gelang es den Himmelblauen nicht, den Gegner mit der gewünschten Intensität unter Druck zu setzen.

Leipzig entzieht sich dem Chemnitzer Druck

Der CFC hatte vor allem Probleme damit, bereits in der ersten Pressinghöhe den Zugriff herzustellen, der in den vorherigen Partien noch eine große Stärke gewesen war. Leipzig fand dadurch immer wieder Lösungen und stellte die Chemnitzer Defensive vor Herausforderungen.

Die Schwierigkeiten gegen den Ball wirkten sich gleichzeitig auf das eigene Spiel aus. Die Sechser, Achter und Zehner wurden zu selten eingebunden, sodass es an progressiven Passaktionen durch das Zentrum mangelte. Statt kontrolliert Lösungen zu finden, mussten zahlreiche Situationen frühzeitig aufgelöst und Bälle ohne klare Anschlussoption gespielt werden.

Leipzig nutzte seine Überlegenheit und ging durch Paul Lian Dohrmann in der zehnten Minute mit 1:0 in Führung. Fyn Georgi erhöhte in der 24. Minute auf 2:0. Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen.

CFC zeigt nach der Pause ein anderes Gesicht

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Himmelblauen deutlich verbessert. Vor allem während der ersten 20 bis 25 Minuten der zweiten Hälfte gelang es dem CFC, in der ersten Pressinghöhe wesentlich häufiger Zugriff herzustellen und Leipzig dadurch besser zu kontrollieren. Auch die Räume zwischen den Linien wurden konsequenter verteidigt. Viele Leipziger Aktionen konnten früher unterbunden werden und der CFC bekam insgesamt deutlich mehr Kontrolle über die Partie. Gleichzeitig ergaben sich Möglichkeiten, selbst wieder Anschluss an das Spiel zu finden.

Das vorentscheidende 3:0 fiel schließlich in der 79. Minute durch Georgi, nachdem ein Leipziger Strafstoß zunächst noch abgewehrt worden war.

Zwei späte Treffer machen das Ergebnis deutlich

In der Schlussphase wurde die Situation für die Chemnitzer auch personell zunehmend schwierig. Nach einer verletzungsbedingten Unterzahl musste der CFC in der Nachspielzeit noch zwei weitere Gegentreffer hinnehmen. Dohrmann erhöhte in der 90. Minute auf 4:0, ehe Manchour Tebonou unmittelbar danach den 5:0-Endstand herstellte.

So stand am Ende ein Ergebnis, das vor allem durch die beiden sehr späten Treffer deutlich ausfiel. Für die Himmelblauen bleibt die Aufgabe, auch gegen Gegner dieses Niveaus Lösungen zu entwickeln, wenn der gewohnte Zugriff in der ersten Pressinghöhe zunächst nicht funktioniert. Gleichzeitig zeigte insbesondere die Phase nach der Halbzeit, dass die Mannschaft mit ihrem Pressing und einer stabilen Raumverteidigung auch einen Gegner wie Leipzig kontrollieren kann.

RasenBallsport Leipzig – Chemnitzer FC 5:0 (2:0)

Aufstellung: Bendel 22 – Berger 8, Fitzner 10 (46. Rehwagen 15), Sokoli 13, Stelzmann 14 (71. Bierdümpfl 6), Hunger 17 (46. Schulze 11), Mauersberger 19, Hirche 23, Birkner 25 (62. Kroll 2), Sudikatus 26 (71. Mensch 27), Behr 28 (46. Mareš 12)

Tore: 1:0 Dohrmann (10.), 2:0 Georgi (24.), 3:0 Georgi (79.), 4:0 Dohrmann (90.), 5:0 Tebonou (90.+1)