Elmshorn Fighting Pirates unterliegen Krefeld Ravens im Grotenburgstadion 14:51; 51-Punkte-Differenz
Pirates unterliegen den Ravens im Grotenburgstadion mit 14:51 - effect® ENERGY GFL
Bei warmen Temperaturen, überwiegend bewölktem Himmel und zeitweisem Nieselregen waren die Elmshorn Fighting Pirates am Samstagnachmittag zu Gast bei den Krefeld Ravens. Im Grotenburgstadion erwischten die Pirates zunächst den besseren Start, mussten sich am Ende jedoch deutlich mit 14:51 geschlagen geben.
Den Kickoff für Krefeld übernahm Jakob Bojko (#88). Nach dem Return von Adehkeem Brown (#21) startete die Elmshorner Offense um Quarterback Quincy Casey (#2) ihren ersten Drive. Trotz großen Drucks der Krefelder Defense bewegten die Pirates den Ball gut über das Feld. Ein Pass auf Joel Schütz (#11) brachte zunächst sechs Yards, Finn David (#22) sorgte anschließend per Lauf für ein neues First Down. Auch ein Sack durch Daryn Blackwell (#99) konnte den Drive zunächst nicht stoppen. Nach einem Roughing the Passer gegen Krefeld und einem starken Catch von Schütz (#11) fand Casey (#2) schließlich Benjamin Mau (#7), der den Ball in die Endzone trug. Leon DiVito (#4) verwandelte den PAT sicher zur frühen 7:0-Führung für Elmshorn.
Direkt im Anschluss sorgte DiVito (#4) für das nächste Ausrufezeichen. Sein Onside-Kick gelang und brachte die Pirates sofort wieder in Ballbesitz. Elmshorn arbeitete sich trotz mehrerer Sacks und einer Holding-Strafe erneut bis in die Red Zone vor. Besonders wichtig war dabei ein ausgespielter vierter Versuch, bei dem Casey (#2) Schütz (#11) zum neuen First Down fand. In der Red Zone stockte der Angriff jedoch. Beim 4+5 versuchten die Pirates erneut, den Drive am Leben zu halten, doch Mike Stadler (#45) und Daryn Blackwell (#99) brachten Casey (#2) zu Boden. Krefeld übernahm den Ball.
Die Elmshorner Defense antwortete zunächst stark. Damien Cischewski (#25) verteidigte einen Pass auf Marco Jünger (#10), weitere Versuche der Ravens brachten nicht genügend Raumgewinn und Krefeld musste punten. Auch die Pirates gingen bei ihrem nächsten Ballbesitz erneut beim vierten Versuch volles Risiko. Der Pass auf Benjamin Mau (#7) geriet jedoch zu weit, sodass Krefeld wieder übernahm. Andreas Koch (#96) und Bernard Diouf (#9) eröffneten den folgenden Ravens-Drive mit einem gemeinsamen Sack gegen Quarterback Christian-Anthony Arrambide (#4). Ein Lauf von Akiva Wedge (#6) über rund 25 Yards brachte Krefeld anschließend jedoch wieder nach vorne. Mit der 7:0-Führung der Pirates endete das erste Quarter.
Zu Beginn des zweiten Viertels gelang den Ravens schließlich der Ausgleich. Nach mehreren Läufen und einem Pass auf Stephen Mccluskey (#11) bekam Wedge (#6) erneut den Ball und lief durch die Mitte in die Endzone. Dennis Storm (#91) verwandelte den Extrapunkt zum 7:7 bei noch 10:34 Minuten.
Die Pirates versuchten weiter, offensiv dagegenzuhalten. Brown (#21) brachte den folgenden Kickoff bis etwa an die eigene 34-Yard-Linie zurück und fing anschließend unter Druck einen Pass von Casey (#2). Auch Schütz (#11) sorgte mit einem schönen Move für weiteren Raumgewinn. Mehrfach setzte Casey (#2) anschließend seine Beine ein. Beim vierten Versuch fand der Drive jedoch sein Ende, als Max Emmerich (#39) den Elmshorner Quarterback sackte.
Krefeld nutzte die Gelegenheit unmittelbar. Wedge (#6) bekam den Ball und trug ihn mit einem langen Lauf bis in die Endzone. Storm (#91) traf erneut, und die Ravens gingen bei noch 5:56 Minuten mit 14:7 in Führung.
Wenig später folgte der nächste Rückschlag für Elmshorn. Ein Pass von Casey (#2) auf Brown (#21) wurde von Ansley Kusi (#29) abgefangen. Ein zunächst folgender Touchdown-Lauf der Ravens wurde aufgrund einer Strafe gegen Krefeld nicht gewertet. Die Gastgeber blieben jedoch am Drücker. Josiah Schwinge (#18) setzte zwischenzeitlich einen starken Tackle, konnte den Ravens-Angriff aber nicht dauerhaft stoppen. Schließlich war es erneut Wedge (#6), der den Ball durch die Mitte in die Endzone trug. Storm (#91) erhöhte per PAT bei noch 3:28 Minuten auf 21:7.
Anschließend wechselten die Pirates auf der Quarterback-Position. Für Casey (#2) kam Finn Janszikowsky (#17) ins Spiel. Sein erster Pass auf Benjamin Mau (#7) blieb unvollständig, wobei Mau hart getroffen wurde und das Spiel wegen einer Verletzung unterbrochen werden musste. Der Drive brachte keinen weiteren Raumgewinn, sodass Joel Schütz (#11) punten musste.
Krefeld nutzte auch diesen Ballbesitz konsequent. Ein Pass von Arrambide (#4) auf Mccluskey (#11) brachte die Ravens bis in die Red Zone, ehe ein weiterer Pass in die Endzone den nächsten Touchdown bedeutete. Storm (#91) verwandelte auch diesen PAT zum 28:7.
Noch vor der Halbzeit wurde es für Elmshorn bitterer. Nach zwei Läufen der Pirates kam es zum Fumble, den Krefeld sichern konnte. Die Ravens standen dadurch erneut in aussichtsreicher Position. Ein Pass auf Mccluskey (#11) brachte den Ball bis an die Ein-Yard-Linie. Aus der I-Formation lief Wedge (#6) anschließend zu seinem vierten Touchdown der ersten Hälfte. Storm (#91) traf zum 35:7. Elmshorn kniete nach dem folgenden Kickoff ab und ging mit diesem Rückstand in die Pause.
Nach der Halbzeit versuchten die Pirates erneut, Krefeld mit einem Onside-Kick zu überraschen. Diesmal misslang der Versuch und Kevin Gibbons (#43) sicherte den Ball für die Ravens. Auch Krefeld hatte inzwischen den Quarterback gewechselt: Isaiah Trouwloon (#9) übernahm für Arrambide (#4).
Doch zunächst gehörte die große Szene den Pirates. Einen Pass Trouwloons (#9) fing Adehkeem Brown (#21) ab und ließ sich anschließend nicht mehr aufhalten. Brown (#21) trug die Interception bis in die Endzone – Pick Six für Elmshorn. DiVito (#4) verwandelte den PAT und die Pirates verkürzten bei 11:07 Minuten im dritten Quarter auf 14:35.
Die Ravens antworteten jedoch. Yannick Wenzel (#33) sorgte zunächst mit einem Lauf über rund 40 Yards für viel Raumgewinn. Krefeld arbeitete sich bis unmittelbar vor die Elmshorner Endzone vor. Trotz guter Defensivaktionen unter anderem von Jalin Justiz (#0) und Bernard Diouf (#9) fand Trouwloon (#9) schließlich Mitch Sawyer (#89) in der Endzone. Daniel Schumacher (#90) verwandelte den PAT zum 42:14 bei noch 6:36 Minuten.
Elmshorn musste im folgenden Drive nach drei Versuchen erneut punten. Krefeld setzte anschließend vor allem auf das Laufspiel mit Jimmy Onema (#16). Eine Reihe von Strafen auf beiden Seiten bremste den Drive, ehe Jalin Justiz (#0) mit einer starken Aktion durch die Krefelder Offensive blitzte und Trouwloon (#9) sackte. Schließlich mussten auch die Ravens punten.
Die Pirates starteten tief in der eigenen Hälfte. Janszikowsky (#17) fand Schütz (#11) mit einem starken Pass zum neuen First Down. Wenig später sorgte jedoch ein misslungener Snap für große Gefahr. Schütz (#11) konnte den freien Ball zwar sichern, wurde aber gestoppt. So endete das dritte Quarter beim Stand von 42:14 mit Elmshorn tief in der eigenen Hälfte
Das Schlussviertel begann für die Pirates denkbar ungünstig. Janszikowsky (#17) geriet unmittelbar vor der eigenen Endzone massiv unter Druck. Bei dem Versuch, sich aus der Situation zu befreien, wurde er in der Endzone gestoppt – Safety für Krefeld. Die Ravens erhöhten bei noch 11:54 Minuten auf 44:14.
Nach einem weiteren Krefelder Punt starteten die Pirates erneut tief in der eigenen Hälfte. Emmanuel-Appiah Yeboah (#48) brachte Janszikowsky (#17) mit einem Sack bis an die eigene Fünf-Yard-Linie zurück. Elmshorn konnte sich nicht entscheidend befreien und musste wieder durch Schütz (#11) punten.
Krefeld bekam dadurch erneut eine gute Ausgangsposition. Nach mehreren Läufen durch Onema (#16) fand dieser schließlich die Lücke, brach durch die Defense und lief zum nächsten Touchdown in die Endzone. Schumacher (#90) verwandelte den PAT zum 51:14 bei noch 6:47 Minuten.
Die Pirates gaben sich dennoch nicht auf. Janszikowsky (#17) erlief ein neues First Down und fand anschließend Schütz (#11) für einen weiteren ersten Versuch. Der Drive endete jedoch bei einem ausgespielten vierten Versuch, als Janszikowsky (#17) von Frederic Casteels (#53) gestoppt wurde. Krefeld übernahm, musste nach guter Defensivarbeit der Pirates aber ebenfalls noch einmal punten. Leon DiVito (#4) konnte dabei einen Pass von Trouwloon (#9) noch entscheidend abfälschen.
Brown (#21) sorgte anschließend mit einem starken Return bis etwa an die 48-Yard-Linie noch einmal für eine gute Feldposition. Nach einer Verletzungsunterbrechung und den letzten Elmshorner Spielzügen ließen die Pirates schließlich die Uhr auslaufen. Janszikowsky (#17) kniete bei noch 32 Sekunden ab.
Damit endete die Partie im Grotenburgstadion mit 51:14 für die Krefeld Ravens.
Die Fighting Pirates hatten vor allem in der Anfangsphase gezeigt, dass sie sich in Krefeld etwas vorgenommen hatten. Der frühe Touchdown, der unmittelbar folgende erfolgreiche Onside-Kick und der lange zweite Drive sorgten für einen vielversprechenden Start. Mit zunehmender Spieldauer übernahmen jedoch die Ravens die Kontrolle. Ballverluste, verletzungsbedingte Ausfälle, nicht zuletzt der des Quarterbacks und mehrfach gute Feldpositionen für Krefeld machten es den Pirates zusätzlich schwer. Ein offensives Highlight blieb in der zweiten Halbzeit aus, dafür sorgte Adehkeem Brown (#21) mit seinem Pick Six für einen der sehenswertesten Elmshorner Momente des Nachmittags.