Hamm United FC Kinder- und Jugendschutzkonzept Hamm
Kinder- und Jugendschutzkonzept des Hamm United FC
Hamm United FC | www.hamm-united.de | Stand August 2026 | Seite 1 von 16
Kinder- und Jugendschutzkonzept des Hamm United FC e.V. Stand: August 2026
„Ein sicherer Verein ist ein starker Verein.“
Der Hamm United FC versteht Kinderschutz als dauerhafte Aufgabe des gesamten Vereins. Dieses Konzept verbindet Prävention, klare Verhaltensregeln, Beteiligung, Beschwerdewege und verbindliche Interventionsabläufe. Es dient Kindern, Jugendlichen, Eltern, Trainerinnen und Trainern, Betreuenden, Funktionsträgern sowie allen weiteren haupt- und ehrenamtlich Tätigen als Orientierung und Handlungsrahmen.
HAMM UNITED FC | Kinder- und Jugendschutzkonzept
Hamm United FC | www.hamm-united.de | Stand August 2026 | Seite 2 von 16 Inhalt
- Einleitung und Haltung ……………………………………………………………………………………………………………………. 3
- Ziele und Geltungsbereich……………………………………………………………………………………………………………….. 3
- Verantwortlichkeiten und Ansprechpersonen ……………………………………………………………………………………… 3
- Risikoanalyse und Präventionsmaßnahmen ………………………………………………………………………………………. 4
- Ehrenkodex und konkrete Verhaltensregeln für Betreuende ………………………………………………………………… 6
- Machtgebrauch, Nähe und Distanz …………………………………………………………………………………………………… 7
- Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Eltern………………………………………………………………………………. 7
- Beschwerden und Meldewege …………………………………………………………………………………………………………. 7
- Interventionsleitlinien bei Verdachts- und Vorfällen …………………………………………………………………………….. 8
- Auswahl, erweitertes Führungszeugnis und Tätigkeitsausschluss …………………………………………………….. 10
- Digitale Kommunikation, Fotos und soziale Medien ………………………………………………………………………… 10
- Information, Schulung und Kommunikation des Schutzkonzepts ………………………………………………………. 11
- Gleichbehandlung, Vielfalt und Schutz vor Peer-Gewalt ………………………………………………………………….. 11
- Überprüfung, Aufarbeitung und Weiterentwicklung …………………………………………………………………………. 11
- Vorstandsbeschluss ……………………………………………………………………………………………………………………. 13 Anlage A: DOSB/dsj/HSJ-Ehrenkodex ………………………………………………………………………………………………… 14 Anlage B: Kurzschema für den Interventionsfall …………………………………………………………………………………… 15 Anlage C: Externe Beratungs- und Notfallkontakte……………………………………………………………………………….. 15
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- Einleitung und Haltung Der Hamm United FC ist ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche Fußball spielen, Freundschaften schließen, Gemeinschaft erleben und sich persönlich entwickeln können. Respekt, Fairness, Teamgeist und gegenseitige Wertschätzung bilden die Grundlage unseres Handelns. Alle Kinder und Jugendlichen haben das Recht auf körperliche, seelische und sexuelle Unversehrtheit. Sie sollen sich im Verein ohne Angst vor Gewalt, Diskriminierung, Einschüchterung, Vernachlässigung, Machtmissbrauch oder Grenzverletzungen bewegen können. Kinderschutz ist für den Hamm United FC keine einmalige Maßnahme. Er ist ein kontinuierlicher Prozess, der durch klare Regeln, transparente Strukturen, offene Kommunikation, Beteiligung und die Bereitschaft zum konsequenten Handeln getragen wird. Dieses Schutzkonzept verfolgt eine Kultur des Hinsehens und Handelns. Hinweise und Beschwerden werden ernst genommen. Gleichzeitig sollen transparente Regeln auch Trainerinnen, Trainer und Betreuende entlasten, weil sie in typischen Risikosituationen klare Orientierung geben.
- Ziele und Geltungsbereich Mit diesem Schutzkonzept verfolgt der Hamm United FC insbesondere folgende Ziele: • Kinder und Jugendliche vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt sowie Vernachlässigung schützen. • Persönliche Grenzen, Intimsphäre und Schamgrenzen achten. • Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse bewusst machen und Missbrauch verhindern. • Klare, niedrigschwellige interne und externe Beschwerdewege schaffen. • Trainerinnen, Trainer, Betreuende und Funktionsträger durch konkrete Verhaltensregeln und Schulungen handlungssicher machen. • Kinder, Jugendliche und Eltern beteiligen und ihre Perspektiven ernst nehmen. • Bei Verdachtsfällen klare Zuständigkeiten, Verfahrenswege und Entscheidungskompetenzen gewährleisten. • Aus Verdachts- und Vorfällen lernen und Schutzmaßnahmen regelmäßig weiterentwickeln. Das Konzept gilt für alle kinder- und jugendbezogenen Aktivitäten des Hamm United FC, insbesondere Training, Spiele, Turniere, Vereinsveranstaltungen, Fahrten, Ausflüge, Übernachtungen, digitale Kommunikation und sonstige Betreuungs- oder Begegnungssituationen.
- Verantwortlichkeiten und Ansprechpersonen Der Hamm United FC trennt bewusst die Verantwortung des Vorstands von den vereinsinternen Kinderschutz- Ansprechpersonen. Dadurch bestehen mehrere Zugangswege und Interessenkonflikte können reduziert werden. 3.1 Verantwortliches Vorstandsmitglied Name: Jens Wolters Funktion im Vorstand: Vizepräsident E-Mail: j.wolters@hamm-united.de Telefon: 0151 705 171 22 Das verantwortliche Vorstandsmitglied stellt sicher, dass das Schutzkonzept umgesetzt, regelmäßig überprüft und in den zuständigen Gremien berücksichtigt wird. Es sorgt für notwendige organisatorische und vereinsrechtliche Entscheidungen und unterstützt die Kinderschutz-Ansprechpersonen, ohne deren unabhängige Ansprechfunktion zu ersetzen.
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Hamm United FC | www.hamm-united.de | Stand August 2026 | Seite 4 von 16 3.2 Kinderschutz-Ansprechperson 1 – außerhalb des Vorstands Name: Sandra Schuster E-Mail: s.schuster@hamm-united.de Telefon: +49 176 34269061 Diese Person ist kein Mitglied des Vorstands und steht Kindern, Jugendlichen, Eltern, Trainerinnen und Trainern sowie weiteren Vereinsmitgliedern als vertrauliche Ansprechperson zur Verfügung. 3.3 Kinderschutz-Ansprechperson 2 – außerhalb des Vorstands Name: Anna Oeffner E-Mail: a.oeffner@hamm-united.de Telefon: +49 173 612 40 86 Der Verein strebt bewusst ein Team aus mindestens zwei Ansprechpersonen an. Dadurch werden Erreichbarkeit, Auswahlmöglichkeiten und gegenseitige fachliche Entlastung verbessert. 3.4 Aufgaben der Kinderschutz-Ansprechpersonen • Anlaufstelle bei Fragen, Unsicherheiten, Beschwerden, Beobachtungen und Verdachtsfällen. • Vertrauliche Entgegennahme und sachliche Dokumentation von Hinweisen. • Koordination des weiteren Vorgehens nach den Interventionsleitlinien dieses Konzepts. • Einbeziehung des verantwortlichen Vorstandsmitglieds, soweit kein Interessenkonflikt besteht und eine vereinsrechtliche Entscheidung erforderlich ist. • Einholung externer fachlicher Beratung, insbesondere bei unklarer Gefährdungseinschätzung oder Verdacht auf sexualisierte Gewalt. • Mitwirkung an Präventions-, Informations- und Schulungsmaßnahmen. • Regelmäßige fachliche Fortbildung im Bereich Kinder- und Jugendschutz. Interessenkonflikte Betrifft ein Hinweis eine der zuständigen Personen selbst oder besteht ein sonstiger Interessenkonflikt, wird diese Person im weiteren Verfahren umgangen. Der Hinweis wird an die jeweils andere interne Ansprechperson, das nicht betroffene verantwortliche Vorstandsmitglied oder unmittelbar an eine externe Fachstelle gegeben. 4. Risikoanalyse und Präventionsmaßnahmen Die Risikoanalyse betrachtet typische Situationen des Vereinsalltags, in denen Nähe, Abhängigkeit, fehlende Einsehbarkeit oder digitale Medien besondere Risiken erzeugen können. Sie wird regelmäßig auf die tatsächlichen Sportstätten, Abläufe und Angebote des Hamm United FC angepasst. Risikobereich Mögliche Risiken Schutz- und Präventionsmaßnahmen Umkleiden und Duschen Unbeobachtete Situationen, Verletzung der Intimsphäre, unerlaubte Foto- /Videoaufnahmen mit Mobilgeräten. Foto- und Videoaufnahmen sind vollständig untersagt. Erwachsene betreten die Bereiche nur aus nachvollziehbarem Anlass und nach Ankündigung. Zutritt haben nur zur Mannschaft/Betreuung gehörende oder ausdrücklich autorisierte Personen. Einzelgespräche / Einzeltraining 1:1-Situationen, fehlende Transparenz, Abhängigkeit. Möglichst einsehbar und transparent durchführen; abgeschlossene/ uneinsehbare Räume vermeiden. Bei geplantem Einzeltraining Sorgeberechtigte bzw. weitere Verantwortliche informieren.
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Hamm United FC | www.hamm-united.de | Stand August 2026 | Seite 5 von 16 Risikobereich Mögliche Risiken Schutz- und Präventionsmaßnahmen Körperkontakt / Hilfestellungen Ungewollte oder unangemessene Berührungen, Überschreitung persönlicher Grenzen. Hilfestellungen ankündigen und erklären. Körperkontakt nur sportlich erforderlich, pädagogisch angemessen oder ausdrücklich gewünscht; persönliche Grenzen beachten. Erste Hilfe / medizinische Situationen Besondere Nähe, Entkleidung, Verletzung der Intimsphäre. Maßnahmen erklären, Intimsphäre schützen und soweit möglich Zustimmung einholen. Bei nicht akuten Situationen nach Möglichkeit weitere Person in erreichbarer Nähe. Fahrten Alleinfahrten, private Umwege, schwer kontrollierbare 1:1-Situationen. Fahrten transparent organisieren. Alleinfahrten eines Erwachsenen mit nur einem Minderjährigen möglichst vermeiden; wenn unvermeidbar, Sorgeberechtigte informieren. Übernachtungen / mehrtägige Maßnahmen Nähe- und Abhängigkeitssituationen, Zimmerzugänge, fehlende Rückzugsmöglichkeiten. Klare Betreuungs- und Zimmerregeln, getrennte Schlafplätze, keine gemeinsamen Betten; Zimmer nur aus nachvollziehbarem Anlass und möglichst nach Ankündigung betreten. Digitale Kommunikation Private Einzelchats, Grooming, unangemessene Inhalte, Kommunikation zu unpassenden Zeiten. Mannschaftsbezogene Kommunikation möglichst über offizielle Gruppen/SpielerPlus und unter Einbeziehung der Sorgeberechtigten. Private Einzelchats möglichst vermeiden; intime/ sexualisierte Inhalte sind unzulässig. Fotos und Videos Unbefugte Veröffentlichung, Bloßstellung, sexualisierende oder intime Aufnahmen. Nur im zulässigen Rahmen und mit erforderlichen Einwilligungen. Keine intimen, bloßstellenden oder sexualisierenden Aufnahmen; Aufnahmeverbot in Umkleiden/Duschen. Geschenke / Geheimnisse / Bevorzugungen Aufbau exklusiver Abhängigkeiten oder Grooming-Strukturen. Individuelle Geschenke möglichst vermeiden oder transparent machen. Betreuende fordern keine Geheimhaltung gegenüber Eltern oder anderen Verantwortlichen. Private Treffen Vermischung privater und betreuender Rolle. Private Treffen mit einzelnen Minderjährigen außerhalb des Vereinskontexts vermeiden; notwendige Kontakte transparent und mit Wissen der Sorgeberechtigten gestalten. Leistungsdruck / Sanktionen Demütigung, Bloßstellung,