HG Hamburg-Barmbek 1. Herren präsentiert Kader für die Saison 2026 vor dem Museum für Arbeit; Ziel einstelliger Tabellenplatz trotz Kapitänsverlust

HG Hamburg-Barmbek Barmbeker 1. Herren: Vor dem Start in die Saison und Media-Day - HG Hamburg-Barmbek

Barmbeker 1. Herren: Vor dem Start in die Saison und Media-Day

Zweieinhalb Jahre fraß sich „TRUDE“ t ief r unter u nter d ie Elbe und ermöglichte die vierte Röhre des Hamburger Elbtunnels. Von 1997 bis 2000 war TRUDE einer der 14,2 Meter hohen und 380 Tonnen schweren Bohrköpfe, der auf einer Strecke von 2560 Metern 400 000 qm³ Erdreiche bewegte und damit den Fernverkehr auf der A7 zumindest für eine Zeit spürbar entlastete.

Für Jürgen Hitsch-Carfantan, den sportlichen Leiter der HG Hamburg-Barmbek, taugt TRUDE auch als Symbol für die Entwicklung der Barmbeker Handballmänner in den vergangenen zehn Jahren. Dreimal gelang der Mannschaft der Aufstieg in die 3. Liga. Und in der vergangenen Saison konnte erstmals der Verbleib in der dritthöchsten deutschen Spielklasse gefeiert werden. Mit Beharrlichkeit und Durchsetzungskraft wurden auf diesem Weg immer wieder organisatorischen und finanziellen Hindernissen getrotzt. Wie einst TRUDE zum anderen Elbufer schaffte die HGHB den Durchbruch zur Professionalisierung. Nach der GmbH-Gründung 2021 bildeten sich Strukturen heraus, die es der Männermannschaft ermöglichte trotz beschränkter finanzieller Mittel zu Hamburgs Nummer 2 im Handball zu werden und diese Position zu behaupten.

Insofern war es schon eine Art Statement der Teamführung, den Kader für die Saison 2026

27 auf dem Vorplatz des Museums für Arbeit vorzustellen und das Mannschaftsfoto vor dem dort ausgestelltem TRUDE-Bohrkopf zu inszenieren. Man will bei und mit der HG Hamburg-Barmbek in Bewegung bleiben. Platz 11 aus der letzten Serie war gewiss ein Erfolg, aber Trainer Mirco Demel will einen einstelligen Tabellenplatz. Und er lässt sich bei diesem Ziel auch durch den Verlust von Kapitän Timon Kaminski nicht irritieren. „Unser Kader ist durch die Neuzugänge jetzt sogar qualitativ besser besetzt“, sagte der Coach, der mit dem Österreicher Jürgen Steinscherer zudem einen kompetenten Co-Trainer an seiner Seite weiß, der als Spieler selbst Drittliga-Erfahrung sammelte. „Wir sind auf einem guten Weg“, beschreibt Demel den Leistungsstand der Mannschaft rund zwei Wochen vor dem ersten Punktspiel beim MTV Braunschweig (29.08.). „Aber wir müssen unser Umschalt- und Tempospiel noch verbessern“, nannte er einen der Schwerpunkte der nächsten Einheiten. Den ständigen Wechsel der Trainingsstätten (Alter Teichweg, HHV-Zentrum Eulenkamp und Margarete-Rothe-Gymnasium) in Ermangelung einer „Heimhalle“ nimmt er in Kauf. Wie der Sportliche Leiter Hitsch-Carfantan und Marketing-Leiter Sören Priebs hofft er auf den baldigen Neubau einer Halle im näheren Umkreis. „Durchhalten wie TRUDE, und in der Liga bleiben bis wir eine Heimat bekommen“, lautet das Motto der HGHB für die neue Spielzeit.