IG Metall kritisiert Tiefstand der Beschäftigten in der deutschen Autoindustrie laut Daten des Statistischen Bundesamts; Protest am 21. September angekündigt bundesweit
PRESSESTATEMENTAusbluten lassen der Auto-Branche ist fatale Fehlentscheidung
PRESSESTATEMENT Ausbluten lassen der Auto-Branche ist fatale Fehlentscheidung
Laut aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts hat die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Automobilindustrie einen neuen Tiefstand erreicht. Die IG Metall kommentiert den massiven Stellenabbau:
- August 2026 14. August 2026
„Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind ein Alarmsignal. Der niedrigste Beschäftigungsstand in der deutschen Automobilindustrie seit 2005 zeigt den Ernst der Lage. Vor allem aber zeigen diese Zahlen die Plan- und Ideenlosigkeit der Managements – und zwar über Jahrzehnte! Die IG Metall hält das Ausbluten der Branche durch die Arbeitgeber für eine fatale Fehlentscheidung.
Beschäftigte rauszuwerfen ist keine Strategie und schafft sicherlich kein Wirtschaftswachstum. Die entscheidende Frage lautet: Wo bleiben die Zukunftskonzepte der hochbezahlten Manager? Wer heute tausende Arbeitsplätze streicht, muss stattdessen erklären, wie morgen Marktanteile zurückgewonnen werden sollen. Wer Werke verkleinert, muss stattdessen sagen, welche Produkte dort künftig gebaut werden. Wer Personal abbaut, muss stattdessen darlegen, wie die Fachkräfte für die Technologien von morgen gewonnen und qualifiziert werden sollen.
Die Branche braucht keine endlosen Sparprogramme, sondern Investitionen in Innovation, Forschung, Softwarekompetenz, Qualifizierung und moderne Produktionsanlagen. Die Unternehmen müssen endlich zeigen, dass sie einen Plan für Wachstum, technologische Führung und sichere Beschäftigung haben.
Die Verunsicherung und der Frust in den Betrieben ist riesig. Die Beschäftigten sind nicht länger bereit, dem schleichenden Sterben ihrer Branche zuzusehen. Beim bundesweiten Aktionstag der IG Metall am 21. September werden sie ihrem Ärger Luft machen und die Arbeitgeber auffordern, endlich echte Zukunftskonzepte vorzulegen, statt immer neuer Abbauprogramme.“