Brücke der B 101 bei Großenhain verschiebt Verkehrsfreigabe; Verzögerung bis Frühjahr 2027

B 101, Brücke bei Großenhain – Verkehrsfreigabe erst in 2027

B 101, Brücke bei Großenhain – Verkehrsfreigabe erst in 2027

17.08.2026, 14:30 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Das Bauende für die Brücke an der B 101 bei Großenhain verschiebt sich auf das Frühjahr 2027. In den verbleibenden Monaten bis Jahresende können nicht alle für die Freigabe notwendigen Arbeiten abgeschlossen werden. Dazu gehören das Einbringen des Betons, die Abdichtung und die Asphaltarbeiten. Diese Arbeiten können nur bei geeigneten Temperaturen und trockener Witterung ausgeführt werden. Die Baustelle muss während des Winters pausieren, bis wieder bauoffenes Wetter vorherrscht.

Im Juni konnten die großen Stahlverbundträger für die neue Brücke eingehoben werden. In den kommenden Wochen folgen nun die Arbeiten, die den Brückenüberbau vervollständigen. Dazu gehören die Rahmenecken, die die Brücke mit den Widerlagern fest verbinden. Anschließend wird auf den eingehobenen Trägern eine durchgehende Betonschicht eingebracht, auf der danach die Abdichtung, die Brückenausstattung (Geländer, Berührungsschutz, Leitplanken) sowie der Straßenbelag aus Asphalt aufgebracht werden. Auch die angrenzenden Stützmauern werden fertiggestellt, damit die Böschung und die seitlichen Bereiche der Brücke dauerhaft gesichert sind. Parallel wird der Straßendamm für den neuen Radweg verbreitert. Gleichzeitig prüfen die Ingenieurbüros, ob einzelne Arbeitsschritte verkürzt oder zusammengelegt werden können, um die Verschiebung der Fertigstellung zu reduzieren.

»Beim Neubau dieser Brücke zeigt sich, dass selbst bei einer noch so guten Steuerung und Planung eines Infrastrukturprojekts vor Ort Bedingungen auftreten können, die ein Nachjustieren erforderlich machen. Das ist Ausdruck der komplexen Realität auf der Baustelle«, sagt Gabriele Ladewig, Präsidentin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr. »Wenn geplante Bauabläufe zeitlich anders verlaufen als vorgesehen, verschieben sich nachfolgende Arbeiten und wirken sich auf weitere Prozesse und Abläufe aus. Im Sinne eines gemeinschaftlichen Bauzieles stimmen sich unsere Bauleitung und alle beteiligten Akteure fortlaufend ab – mit hoher Professionalität und großem Einsatz.«

Die Baumaßnahme umfasst den vollständigen Neubau der Brücke der B 101 über die Gleise der Deutschen Bahn auf der Strecke Dresden – Berlin. Die Vorgängerbrücke war 1979 mit Hennigsdorfer Spannstahl errichtet worden. Sie musste aufgrund ihres Zustandes im Dezember 2024 kurzfristig gesperrt und abgerissen werden. Untersuchungen bestätigten fortschreitende, erhebliche Schäden des Überbaus und eine fehlende Standsicherheit. Seit 2025 entsteht an gleicher Stelle die neue Brücke.

Die Baukosten betragen rund 6,8 Millionen Euro. Sie werden aus dem Haushalt der Bundesrepublik Deutschland finanziert.

Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner weiterhin um Verständnis für die Verzögerung und die weiterhin notwendigen Einschränkungen.

Landesamt für Straßenbau und Verkehr