Georg Philipp Telemann musische Streifzüge zwischen Polen und dem Bosporus; Polnische Folklore prägt Barockstil
Telemann goes East −Musikalische Streifzüge zwischen Polen und dem Bosporus
Telemann goes East − Musikalische Streifzüge zwischen Polen und dem Bosporus
Der Barock war eine Zeit der musikalischen Neugier. Komponisten lauschten den Klängen fremder Länder, ließen sich von Tänzen und Rhythmen inspirieren und verbanden das Gehörte mit ihrer eigenen Tonsprache. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dies am Beispiel des Hamburger Komponisten Georg Philipp Telemann, der sich während seiner Zeit in Polen intensiv von der dortigen Volksmusik anregen ließ. In seinen Werken verbindet er die Eleganz der barocken Orchestermusik mit der rhythmischen Kraft der polnischen Folklore. Das Bremer Barockorchester folgt weiteren Spuren dieser erstaunlich vielfältigen europäischen Musikkultur mit Werken von Komponisten wie J. G. Janitsch, J. V. Meder, A. A. Schmelzer und J. J. Fux. Auch Janitsch und Meder greifen in ihren Werken musikalische Traditionen Osteuropas auf. Eine andere Klangwelt eröffnet dagegen die „Turcaria“ von Fux und Schmelzers „Türkenschlacht bei Wien“: Mit markanten Figuren beschwört die Musik ein martialisches Bild des Orients herauf und zeigt, wie stark die europäischen Komponisten von den politischen Ereignissen ihrer Zeit geprägt waren. Programm Georg Philipp Telemann (1681-1767) Ouverture-Suite TWV 55:D12
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