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title: "BVR prognostiziert Wachstum in Deutschland 2026; Niedrigwasser führt zu kurzer Q3-Wachstumsstopp"
sdDatePublished: "2026-08-18T10:09:00Z"
source: "https://www.bvr.de/Presse/Konjunktur/BVR_Prognose_Niedrigwasser_bremst_Konjunktur_2026_nur_voruebergehend"
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  - "United States"
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BVR prognostiziert Wachstum in Deutschland 2026; Niedrigwasser führt zu kurzer Q3-Wachstumsstopp

BVR-Prognose: Niedrigwasser bremst Konjunktur 2026 nur vorübergehend - BVR - Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

- Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) hebt seine Wachstumseinschätzung für die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr deutlich an. Nach seiner heute vorgelegten Sommer-Konjunkturprognose rechnet der BVR für 2026 nun mit einem preisbereinigten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,0 Prozent statt bislang erwarteter 0,5 Prozent. Für 2027 wird unverändert ein Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent erwartet. Grundlage der Einschätzung ist eine spürbare Belebung der wirtschaftlichen Aktivität in Deutschland trotz anhaltender geopolitischer und klimatischer Belastungen. "Das Niedrigwasser im Rhein und die Hitzewelle bremsen die Erholung der Wirtschaft nur vorübergehend. In den vergangenen Monaten haben sich die Anzeichen für eine Erholung der Konjunktur nach mehreren Jahren der Schwäche verdichtet. Die deutsche Wirtschaft wächst inzwischen seit drei Quartalen in Folge. Hinzu kommen Verbesserungen wichtiger Frühindikatoren sowie eine Aufwärtsrevision früherer BIP-Daten. Im dritten Quartal dürfte es aufgrund des Niedrigwassers allerdings zu einer kurzen Wachstumspause kommen", sagt Dr. Andreas Bley, Chefvolkswirt des BVR. Getragen werde die konjunkturelle Erholung insbesondere von steigenden Exporten, einer allmählichen Belebung der Industrie sowie einer zunehmenden Dynamik im Baugewerbe. Vor allem die staatlichen Investitionsprogramme in den Bereichen Verteidigung, Infrastruktur und Klimaschutz dürften der Wirtschaft in den kommenden Quartalen zusätzliche Wachstumsimpulse verleihen. Gleichzeitig belasten das anhaltende Niedrigwasser auf dem Rhein und anderen Wasserstraßen sowie damit verbundene Einschränkungen der Binnenschifffahrt derzeit die deutsche Wirtschaft. Die geringeren Transportkapazitäten führen zu höheren Logistikkosten und beeinträchtigen einzelne Branchen, unter anderem in der Chemieindustrie. "Das Niedrigwasser erschwert derzeit den Gütertransport und führt zu neuen Lieferkettenstörungen. Nach unserer Einschätzung dürfte die gesamtwirtschaftliche Belastung aber zeitlich begrenzt bleiben. Sollte sich die Pegelsituation in den kommenden Wochen normalisieren, dürfte das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal preisbereinigt wieder leicht zunehmen", erläutert Bley. Die aktuelle Lage unterstreiche, wie wichtig widerstandsfähige Lebens- und Wirtschaftsbedingungen sind. Die Politik sollte verlässliche Rahmenbedingungen schaffen und notwendige Anpassungen an veränderte klimatische Bedingungen gezielt vorantreiben. Entscheidend seien dabei Planungssicherheit und gute Bedingungen für private Investitionen. "Die Risiken für die deutsche Wirtschaft bleiben auch aus geopolitischer Sicht erheblich. Eine längere Störung wichtiger Handelsrouten, erneute Verschärfungen in der US-Handelspolitik oder ein deutlicher Anstieg der Energiepreise könnten den Aufschwung abbremsen. Im Basisszenario überwiegen derzeit jedoch die Signale einer fortschreitenden wirtschaftlichen Erholung", so Bley. An seinen Inflationsprognosen hält der BVR fest. Der Verband erwartet für Deutschland eine Inflationsrate von 2,8 Prozent im Jahr 2026 und von 2,5 Prozent im Jahr 2027. Vorübergehend könnte die Teuerungsrate zum Jahresende 2026 jedoch wieder über die Marke von drei Prozent steigen, insbesondere aufgrund höherer Energie- und Transportkosten. Die aktuelle BVR-Konjunkturprognose steht Ihnen auch auf www.bvr.de zum Download bereit. Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR) Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)