---
title: "Prediger erklärt Loslassen im Herbst; Loslassen führt zu neuem Leben durch Gott"
sdDatePublished: "2026-08-18T14:05:00Z"
source: "https://meppen.reformiert.de/files/meppen/Aktuelles/gemeindegruss/GG%203_2026/GG%2026-3-Internet.pdf"
topics:
  - name: "religion"
    identifier: "medtop:12000000"
  - name: "religious event"
    identifier: "medtop:20000689"
  - name: "religious text"
    identifier: "medtop:20000705"
  - name: "death and dying"
    identifier: "medtop:20000810"
locations:
  - "Lengerich"
  - "Osnabrück"
  - "Haselünne"
  - "Emsland"
  - "Meppen"
  - "Essen"
  - "Germany"
---


Prediger erklärt Loslassen im Herbst; Loslassen führt zu neuem Leben durch Gott

GG 26-3-Entwurf.cdr

September bis November 2025
September bis November 2025
Gemeindewahlen 2027
 Seite 6
Fahrrad-Ausflug
 Seite 8
Tauffest am Möllersee
 Seite 9
Kindergottesdienst
 Seite 7
Gemeindeversammlung
 Seite 5

ANDACHT
ANDACHT
2
3
Wenn die Blätter fallen – Eine Andacht zum Herbst
Der Herbst ist die Jahreszeit der Reife,
aber auch des Abschieds.
„Herr: Es ist Zeit. Der Sommer war sehr
groß.“
Rainer Maria Rilke beginnt sein Gedicht
„Herbsttag“ mit den Worten:
Der Herbst erinnert uns daran. Nicht
mit einem lauten Ruf, sondern auf seine
eigene, beharrliche Weise. Das Licht
wird weicher. Die Schatten werden län-
ger. Morgens liegt Nebel über den Fel-
dern, und in den Gärten hängen die
letzten Früchte an den Zweigen. Die
Blätter verändern ihre Farbe, als woll-
ten sie noch einmal zeigen, welche
Schönheit in ihnen verborgen war,
bevor sie fallen.
„Ein jegliches hat seine Zeit, und alles
Vorhaben unter dem Himmel hat seine
Stunde“, heißt es im Buch des Predi-
gers.
In diesem einen Satz liegen Dankbarkeit
und Wehmut. Der Sommer war groß. Er
Vielleicht berührt er uns deshalb tiefer
als andere Jahreszeiten. Der Frühling
verspricht einen Anfang. Der Sommer
steht für Fülle und Kraft. Der Winter
zieht sich in die Stille zurück. Im Herbst
aber liegen Fülle und Vergänglichkeit
unmittelbar nebeneinander. Die Äpfel
sind reif, während die Blätter schon
fallen. Die Ernte wird eingebracht, wäh-
rend die Tage kürzer werden. Schönheit
und Abschied gehören zusammen.
Aber die Zeit fragt nicht nach unserer
Zustimmung. Sie geht weiter. Men-
schen verändern sich. Beziehungen
wandeln sich. Kräfte lassen nach. Man-
ches, was uns lange Halt gegeben hat,
müssen wir irgendwann aus der Hand
geben.
„Herr: Es ist Zeit.“
war schön. Er war erfüllt. Aber er
bleibt nicht. Es ist Zeit, ihn loszulassen.
Der Herbst widerspricht der Vorstel-
lung, wir könnten das Leben unbe-
grenzt festhalten. Er sagt uns: Du bist
ein Geschöpf. Deine Zeit ist nicht gren-
zenlos. Auch du kannst nicht immer
Sommer haben.
Das klingt zunächst traurig. Und doch
liegt darin eine heilsame Wahrheit.
Denn erst wenn wir begreifen, dass
unsere Zeit begrenzt ist, beginnen wir
vielleicht, sie wirklich zu achten.
Vielleicht ist das ein Satz, den wir
selbst nur schwer sprechen. Denn wir
möchten die Zeiten unseres Lebens
lieber festhalten. Wir möchten be-
stimmen, wann etwas beginnt und
wann es endet. Wir möchten den
Augenblick bewahren, in dem alles
gut war: Die Kinder noch klein, die
Eltern noch gesund, die vertrauten
Menschen noch an unserer Seite, die
eigenen Kräfte noch selbstverständ-
lich.
Im 90. Psalm betet Mose:
„Lehre uns bedenken, dass wir sterben
müssen, auf dass wir klug werden.“
Jesus greift ein Bild aus der Natur auf
und gibt ihm eine überraschende Tiefe:
Loslassen ist nicht dasselbe wie weg-
werfen. Der Baum wirft seine Blätter
nicht ab, weil sie bedeutungslos wären.
Sie haben Licht aufgenommen, Schat-
ten gespendet und zum Leben des Bau-
mes beigetragen. Aber nun ist ihre Zeit
erfüllt.
Manches Loslassen ist schmerzhaft.
Nicht alles gelingt uns leicht oder frei-
willig. Doch der Glaube lädt uns ein,
das, was wir aus der Hand geben müs-
sen, in Gottes Hand zu legen.
Jesus spricht mit diesem Bild zunächst
von sich selbst. Er geht den Weg ans
Kreuz. Er gibt sein Leben hin. Er wird in
ein Grab gelegt. Für seine Jünger sieht
es so aus, als sei alles vorbei. Aber aus
seinem Tod wächst neues Leben. Am
Ostermorgen zeigt Gott: Der Tod ist
nicht das Ende. Das Grab behält nicht,
was ihm anvertraut wurde.
Der Prediger sagt nicht nur: Alles ver-
geht. Er sagt: Alles hat seine Zeit. Das ist
ein Unterschied. Unser Leben besteht
nicht aus bedeutungslosen Augenbli-
cken, die im Nichts verschwinden.
Unsere Zeit ist von Gott gegeben. Sie
steht unter seinem Blick. Darum dürfen
wir das Schöne dankbar annehmen,
ohne es zu unserem Gott zu machen.
Und wir dürfen das Vergangene loslas-
sen, ohne zu glauben, es sei deshalb
wertlos geworden.
Darum betrachtet der christliche Glau-
Das Korn, das in die dunkle Erde fällt,
sieht zunächst verloren aus. Es ver-
schwindet. Niemand kann an seiner
äußeren Gestalt erkennen, was in ihm
verborgen liegt. Und doch beginnt gera-
de dort, im Dunkeln, neues Leben.
Klug wird nach biblischem Verständnis
nicht der Mensch, der möglichst viele
Informationen gesammelt hat. Klug ist,
wer sein Leben im Licht Gottes be-
trachtet. Wer weiß, dass seine Tage
gezählt sind, und sie gerade deshalb
nicht gedankenlos verstreichen lässt.
Der Herbst stellt uns leise Fragen: Was
ist in meinem Leben gereift? Wofür
kann ich danken? Was sollte ich noch
sagen, solange Zeit dazu ist? Mit wem
müsste ich mich versöhnen? Was trage
ich schon zu lange mit mir herum? Und
was darf ich endlich loslassen?
Auch in unserem Leben gibt es Dinge,
deren Zeit erfüllt ist. Aufgaben, die
andere übernehmen müssen. Vorstel-
lungen, die sich nicht verwirklichen
ließen. Wünsche, die unerfüllt geblie-
ben sind.
„Wenn das Weizenkorn nicht in die
Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein;
wenn es aber erstirbt, bringt es viel
Frucht.“
ANDACHT
ANDACHT

5
4
be die Vergänglichkeit nüchtern, aber
nicht hoffnungslos. Wir müssen nicht
so tun, als sei jeder Abschied leicht. Wir
müssen Trauer nicht mit schnellen Wor-
ten überspielen. Auch Jesus hat ge-
weint. Aber wir dürfen darauf vertrau-
en, dass unser Leben nicht ins Bodenlo-
se fällt.
Es gibt auch einen geistlichen Herbst:
Eine Zeit, in der der Glaube nicht mehr
von der Begeisterung eines Anfangs
lebt. Vieles ist stiller geworden. Man-
che Frage blieb unbeantwortet. Man-
che Hoffnung hat sich anders erfüllt, als
wir erwartet hatten. Und doch kann
gerade in dieser Zeit Frucht wachsen:
Treue, die sich bewährt hat; Liebe, die
nicht mehr viele Worte braucht; Hoff-
nung, die durch Zweifel hindurchgetra-
gen wurde.
„Wenn auch unser äußerer Mensch
verfällt, so wird doch der innere von
Tag zu Tag erneuert.“
Der Apostel Paulus schreibt:
Der äußere Mensch wird älter. Das lässt
sich nicht aufhalten. Aber der innere
Mensch kann reifen. Ein Mensch kann
im Laufe seines Lebens milder werden,
wahrhaftiger, geduldiger und barmher-
ziger. Er kann lernen, weniger um sich
selbst zu kreisen. Er kann tiefer in das
Vertrauen hineinwachsen, dass Gottes
Gnade genügt.
Es fällt in Gottes Hand.
Im Herbst zählt nicht mehr die Blüte,
sondern die Frucht.
Vielleicht sollten wir deshalb nicht nur
fragen, was wir in unserem Leben
geleistet haben. Vielleicht sollten wir
fragen: Was ist durch Gottes Gnade in
uns gereift? Wo sind wir barmherziger
geworden? Wo haben wir gelernt zu
vergeben? Wo konnten wir einen ande-
ren Menschen tragen? Wo ist unser
Vertrauen auf Christus gewachsen?
Rilkes Gedicht endet mit dem Bild von
Menschen, die unruhig durch die Stra-
ßen wandern, während die Blätter trei-
ben. Es ist das Bild menschlicher Ein-
samkeit. Die Bibel kennt diese Einsam-
keit ebenfalls. Aber sie lässt uns dort
nicht stehen.
Über unserem Leben steht nicht nur
der Satz: Es ist Herbst geworden.
Und wo das alles noch klein und unvoll-
kommen ist, dürfen wir uns Gott anver-
trauen. Denn wir leben nicht von der
Vollkommenheit unserer Früchte, son-
dern von seiner Gnade.
Diese Hoffnung unterscheidet sich von
einem bloßen menschlichen Optimis-
mus. Sie sagt nicht: Irgendwie wird
schon alles gut. Sie gründet sich auf
Jesus Christus, den Gekreuzigten und
Auferstandenen. Weil er lebt, dürfen
wir glauben, dass auch unsere vergäng-
liche Zeit von seiner Ewigkeit umfangen
ist.
Über unserem Leben steht die Verhei-
ßung Jesu:
Das Kreuz und die Auferstehung Christi
sagen: Gottes Liebe bleibt.
Gert Veldmann
„Ich lebe, und ihr sollt auch leben.“
Es ist Zeit zu danken. Es ist Zeit, sich zu
versöhnen. Es ist Zeit, loszulassen.
Es ist Zeit, Gott zu vertrauen.
Darum dürfen wir den Herbst ansehen,
ohne vor seiner Botschaft davonzulau-
fen. Wir dürfen danken für das, was
gewachsen ist. Wir dürfen betrauern,
was vergangen ist. Wir dürfen loslas-
sen, was wir nicht festhalten können.
Und wir dürfen auf das neue Leben
hoffen, das Gott auch dort schaffen
kann, wo wir nur kahle Zweige und
dunkle Erde sehen.
Die fallenden Blätter sagen: Nichts Irdi-
sches bleibt.
Und vielleicht können wir dann mit
Rilke sprechen, aber mit einer Hoff-
nung, die über sein Gedicht hinaus-
geht: „Herr: Es ist Zeit.“
ANDACHT
ANDACHT
ANDACHT
ANDACHT
Gemeindeversammlung
Liebe Gemeindeglieder, bitte merkt euch diesen Termin vor: 15. November
Das ist das Datum für unsere nächste Gemeindeversammlung. Sie soll im
Anschluss an den Sonntags-Gottesdienst stattfinden.
Wie immer freuen wir uns über Ihr zahlreiches Erscheinen. Und: Es gibt so einiges
zu besprechen. Unter anderem soll das Schutzkonzept zur Prävention vor
sexualisierter Gewalt vorgestellt werden.

AUSBLICK
AUSBLICK
AUSBLICK
AUSBLICK
7
6
Kosten: 35€
https://reformiertejugend.de/angebot
e/teamerinnencard-in-osnabrueck/
n den Zeugnisferien 2026 findet die
Izweite Teamer*innenCard unseres
Synodalverbands in Kooperation mit
dem CVJM Osnabrück statt. Dort
können Interessierte zwischen 13 und
15 Jahren die Grundlagen des Ehren-
amts kennenlernen und die Vorquali-
fikation zum Leiten von Gruppen
erlangen.
Anmeldung unter:
Teamer*innenCard 2026
Gemeindewahlen 2027
iebe Gemeindeglieder, am 14. März 2027 werden seit der letzten
LGemeindewahl schon wieder 3 Jahre vergangen sein. Das bedeutet, dass dann
die Hälfte unserer beiden Gremien Kirchenrat und Gemeindevertretung neu
gewählt werden muss.
Es werden für den Kirchenrat und für die Gemeindevertretung neue Kandidaten
bzw. Kandidatinen gesucht.
Wenn also jemand Interesse an diesen „Jobs“ hat, dann soll er/sie sich gerne an
unsere Pastorin oder an eines der Kirchenrats-Mitglieder wenden. Gerne
informieren wir dann auch, was denn dieser „Job“ an Zeitaufwand oder
Qualifikationen erfordert.
Gemeindewahlen:
14. März
2027
Für uns als Gemeinde - und das sind ja wir alle - ist es wichtig, dass Leute sich bereit
erklären, Verantwortung zu übernehmen, Zeit zu investieren und sich mit Themen,
die für die Gemeinde wichtig sind, auseinandersetzen. Jeder und jede hat immer
wieder Ideen zur irgendwelchen Themen. Verbesserungsvorschläge, Wünsche
nach etwas Neuem oder sich dafür einzusetzen, dass das, was wir bereits haben,
nicht verloren geht und wir unsere Werte in unserer Gemeinde nachleben können.
Unser Ziel ist es, so viel wie möglich zufriedene und glückliche Menschen mit an
Bord zu haben, die sich hier in unserer Gemeinde gut aufgehoben fühlen. Und das
erfordert Engagement - wenn niemand rudert, kommt der Kahn nicht vom Fleck.
Also rudern sie mit, steuern sie mit, legen Sie Ziele fest. Jeder und jede ist herzlich
willkommen.
Mindestens genauso wichtig ist es aber auch, dass möglichst viele Gemeinde-
glieder zur Wahl kommen, und den Kandidaten mit ihrer Stimmabgabe den
Rücken stärken. Merken Sie sich diesen Termin also schon mal vor: 14.3.2027
K
N
IND
S
E
I
RGOTT
T
ESD E
uhu! Gute Nachricht für Eltern und ihre Kids:
JAm 19. September von 10 bis 12 Uhr findet in
unserem Gemeindezentrum ein Kindergottesdienst
mit gemeinsamem Frühstück statt. Wir freuen uns
riesig, wenn ihr da seid und hoffen, dass es der erste
Funke für ein loderndes Feuer wird!
Bitte meldet euch bis Freitag, 18.9., bei Pastorin
Jessica Banna an, damit wir passend für das
Frühstück einkaufen können. Handy: 0163 8320533
oder Mail: Jessica.banna@reformiert.de
ABGESAGT

8
9
AUSBLICK
AUSBLICK
AUSBLICK
AUSBLICK
Fahrradausflug
m Samstag, den 12. September wollen wir auf Fahrradtour gehen. Dieter
APophanken hat eine schöne Route ausgesucht, die etwa 1 Stunde dauern wird
(je Weg).
Um 15 Uhr gibt es beim Bauernhofcafé Meutstege in Haren-Hebel Kaffee und
Kuchen.
Zum Start treffen wir uns beim Gemeindezentrum um 13:45 Uhr mit einem
verkehrstüchtigen Fahrrad. ALLE „radelfreudigen“ Gemeindemitglieder sind
herzlich eingeladen mitzufahren - und mit Helm noch