Ministerin Marion Gentges MdL besucht Forschungsbiogasanlage Unteren Lindenhof, Eningen; negative CO2-Emissionen durch NEOBus, klimapositive Wirkung erwartet

Zukunft der Bioenergie: Ministerin Gentges besucht Forschungsbiogasanlage: Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg

Zukunft der Bioenergie: Ministerin Gentges besucht Forschungsbiogasanlage

Ministerin Marion Gentges MdL: „Die Universität Hohenheim ist ein wichtiger Partner bei der Entwicklung von innovativen Lösungen im Bereich der Bioenergie"

„Die Forschungsbiogasanlage auf dem Unteren Lindenhof ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie Wissenschaft und Praxis erfolgreich zusammenarbeiten können, um die Zukunft der Bioenergie und biobasierten Chemie zu gestalten. Das Bioraffinerie-Technikum der Universität Hohenheim ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Nutzung von Biomasse. Sie ist auf modulare Verfahrensintegration und die Prinzipien der Grünen Chemie ausgerichtet, um saubere und umweltfreundliche Technologien zu nutzen. Durch die Integration mit Biogasanlagen können Synergien zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Austausch von Prozessströmen entstehen“, sagte die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges MdL, am Dienstag (18. August) anlässlich ihres Besuchs auf dem Unteren Lindenhof in Eningen (Landkreis Reutlingen).

Die Ministerin informierte sich über die aktuellen Forschungsprojekte der Universität Hohenheim und die Arbeit der Landesanstalt für Agrartechnik und Bioenergie am Unteren Lindenhof. Ein Schwerpunkt lag auf dem Bioraffinerie-Technikum und dem Projekt ‚ProGrün‘, das vom Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat gefördert wird. Die Bioraffinerie ermöglicht die Fraktionierung von Biomasse zu hochwertigen Produkten, wie der Abtrennung von Proteinen zur Herstellung von Eiweißfuttermitteln. Darüber hinaus kann die Bioraffinerie auch zur Herstellung von Plattformchemikalien, wie 5-Hydroxymethylfurfural, verwendet werden, die zu verschiedenen Produkten wie Getränkeflaschen, Lebensmittelverpackungen und Fasern für Autositze umgewandelt werden kann.

Die Forschungsbiogasanlage auf dem Unteren Lindenhof ist eine weltweit einzigartige Forschungsplattform für die Sektorenkopplung und deckt Strom, Wärme und Kraftstoff ab. Die Anlage verarbeitet jährlich rund 8.900 Tonnen Substrat, überwiegend Gülle und Grassilage, und erzeugt daraus rund 2.064 MWh Strom sowie 1.473 MWh Wärme für das lokale Fernwärmenetz.

Projekt ‚ProGrün‘: Pflanzenproteine aus heimischem Grünland

„Die Entwicklung von regionalen Pflanzenproteinen als nachhaltige Alternative zu Soja ist ein wichtiger Schritt zur Reduzierung unserer Abhängigkeit von importierten Rohstoffen und zur Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft in Baden-Württemberg“, sagte Ministerin Gentges. Ziel des Projekts ‚ProGrün‘ ist es, innovative Verfahren zur stofflichen Nutzung von regionalen Grünlandaufwüchsen für Eiweißfuttermittel zu entwickeln. Die Ministerin hob die Bedeutung dieser Forschung für die Landwirtschaft und die Umwelt in Baden-Württemberg hervor.

Projekt ‚NEOBus‘: Nachhaltige Mobilität durch innovative Treibstoffkonzepte

Ein weiterer Fokus des Besuchs lag auf dem Projekt ‚NEOBus‘, das vom Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat unterstützt wird und eine zukunftsweisende Lösung für den öffentlichen Personennahverkehr bietet. „Das Projekt NEOBus ist richtungsweisend wenn es um nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität in Baden-Württemberg geht“, erklärte Ministerin Gentges. Das Projekt zielt darauf ab, durch die Nutzung von Gülle, Pferdemist und organischen Reststoffen in einer Biogasanlage fortschrittliche BioCNG-Treibstoffkonzepte (Compressed Natural Gas) und Bio-LNG (Liquefied Natural Gas) zu entwickeln, die mit innovativen Antriebskonzepten für Linienbusse kombiniert werden. Nach Berechnungen der Universität Hohenheim werden damit sogar negative CO2-Emissionen und eine klimapositive Wirkung erreicht.

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