Ausschuss für Straßen-, Verkehrs- und Marktangelegenheiten – Ortsbegehung Verkehrssituation Fährer Straße, Vegesack, Bremen, am 10. März 2026; dringender Handlungsbedarf Tempo-30-Visualisierung unzureichend

Seite 1 von 9 Niederschrift zur 13. öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Straßen-, Verkehrs- und Marktangelegenheiten am Dienstag, 10. März 2026 um 18:00 Uhr im Sitzungssaal des Ortsamtes Vegesack, Gerhard-Rohlfs-Straße 62, 28757 Bremen Beginn: 18:00 Uhr Ende: 19:56 Uhr

Vorsitz: Gunnar Sgolik Schriftführung: Sabrina KC

TOP 1 Genehmigung der Niederschriften der 12. Sitzung vom 01.12.2025

TOP 2 Aussprache zur Ortsbegehung „Verkehrssituation Fährer Straße“

TOP 3 Anhörung „Beckstraße - Piktogramme“

TOP 4 Anhörung „Schönebecker Kirchweg – eingeschränktes Halteverbot auf Höhe Hausnummer 50“

TOP 5 Anhörung „Fährer Flur – eingeschränktes Halteverbot in Fahrtrichtung Lindenstraße“

TOP 6 Anhörung „Speicherquartier – Erschließung“

TOP 7 Verdeutlichung der 30er Zone in der Borchshöher Straße durch Verengung der Straße im Übergang von Tempo 50 auf Tempo 30 Beratung zum Bürgerantrag von Herrn Schmidt-Tabe vom 15.01.2025 nach Eingang Stellungnahme vom ASV

TOP 8 Auswertung der Geschwindigkeitsmessanlagen

TOP 9 Überwiesene Anträge/ Bürgeranliegen aus der Bürgersprechstunden

9.1. Antrag der SPD-Fraktion – Verkehrssituation Borchshöher Straße

9.2. Bürgerantrag Herr Jahns – Prüfung Halteverbot Gärdesstraße; bezogen auf Anhörung Gärdesstraße aus der Sitzung vom 01.12.2025

9.3. Bürgerantrag EG Grohn - Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30km/h und Einrichtung einer Querungsanlage auf der Friedrich- Humbert-Straße

TOP 10 Verschiedenes

Seite 2 von 9 Anwesende Mitglieder

Houssam Remmo Gaby Jäckel Heike Sprehe Klaus Bless Andreas Kruse Thomas Pörschke (i.V.) Ingo Schiphorst

Abwesende Mitglieder (kursiv= entschuldigt) Fethi Kandaz Heiko Werner Norbert Arnold Tim Hansen

Herr Sgolik eröffnet die Sitzung und begrüßt die Anwesenden im Anschluss der Ortsbegehung. Die Ortsbegehung fand bereits um 17 Uhr an der Kreuzung Fährer Straße – Beckstraße – Am Becketal statt. Er stellt fest, dass zur Sitzung form- und fristgerecht eingeladen wurde.

Zur Protokollerstellung wird die Sitzung in Ton & Bild aufgezeichnet und im Anschluss wieder gelöscht. Die Verhaltensweisen für die hybride Sitzung werden verlesen. Es wird daher auf die gültige Geschäftsordnung des Beirates verwiesen, insbesondere auf § 4 Abs. 14: Für die Sitzungsleitung, die Gremienmitglieder und für die Öffentlichkeit muss jederzeit durch Bildübertragung, namentliche Anzeige oder sonstige geeignete Darstellung erkennbar sein, welche Gremienmitglieder von extern zugeschaltet sind und an der Sitzung teilnehmen. Diese Gremienmitglieder sind verpflichtet, sich mit Klarnamen anzumelden.

Es gibt keine Änderungswünsche an der Tagesordnung. Diese gilt somit als genehmigt.

TOP 1 Genehmigung der Niederschriften der 12. Sitzung vom 01.12.2025 Es gibt keine Änderungswünsche an der Niederschrift. Sie gilt damit als genehmigt.

TOP 2 Aussprache zur Ortsbegehung „Verkehrssituation Fährer Straße“ Die Ortsbegehung wurde auf Grundlage einer E-Mail von Frau Kruck initiiert, die sowohl den Ortsamtsleiter als auch Herrn Kruse erneut um eine Begehung bat und mehrere Forderungen formulierte, die als Bürgerantrag interpretiert werden konnten.

Während der Begehung wurden zunächst die Situation in der Straße Am Becketal nahe dem Fitnessstudio sowie anschließend die Lage an der Fährer Straße und am Bahnübergang begutachtet. Obwohl zum Zeitpunkt der Begehung keine Aussagen zum Schulbetrieb möglich waren, wurden die Meinungen und Beiträge der anwesenden Bürger aufgenommen.

Seite 3 von 9 Herr Kruse erklärt, dass bereits Beschlüsse zum alternierenden Parken und zur Anbringung von Piktogrammen gegenüber der Schule gefasst wurden, diese jedoch nicht umgesetzt sind. Es besteht dringender Handlungsbedarf, insbesondere zur besseren Visualisierung der Tempo-30-Zone, da derzeit nur ein kleines Schild vorhanden ist. Zudem ist die grundsätzliche Schilderpflege mangelhaft, insbesondere die Warnschilder für Schulwege. Die Begehung ergab für Herrn Kruse, dass zur Verkehrsberuhigung und zum Schutz spielender Kinder die Installation von Schwellen oder einem Lübecker Kissen notwendig erscheint, obwohl dies bisher abgelehnt wurde. Anwohner berichteten ihm im Vorhinein bereits, dass die aktuelle Situation mit rücksichtslosen Verkehrsteilnehmern als untragbar empfunden wird.

Frau Sprehe ergänzt, dass insbesondere im Bereich Beckstraße - Am Becketal eine Haltelinie zur besseren Visualisierung der Vorfahrtsregel „rechts vor links“ anzubringen wäre.

Die Bürgerantragsstellerin Frau Kruck weist darauf hin, dass alternierendes Parken zwar visuell auf der Straße hilfreich ist und das teilweise von den Anwohnern schon ohne Markierungen praktiziert wird, jedoch weder aggressives Fahrverhalten noch die Nutzung der Beckstraße als Umgehung reduziert. Die Verkehrsmenge bleibt hoch, was die Belastung durch Emissionen und die Gefährdung der Gesundheit der Anwohner nicht ausreichend mindert.

Frau Sprehe betont die Notwendigkeit, eine Geschwindigkeitsmessanlage mit Verkehrszählfunktion an kritischen Stellen wie der Fährer Straße und der Straße Am Becketal zu installieren, um valide Daten über Verkehrsaufkommen und -verhalten zu erhalten. Herr Sgolik ergänzt, dass diese Messungen helfen sollen, fundierte Entscheidungen im Verkehrsausschuss zu treffen, da bisher nur unzureichende Zahlen vorliegen.

Als mögliche Konsequenzen gibt Herr Sgolik, neben der Auswertung der Daten auch Maßnahmen wie verstärkte Kontrollen durch die Polizei, insbesondere während Stoßzeiten, und gezielte Sanktionen zur Verhaltensänderung der Verkehrsteilnehmer, auf. Innerhalb der Diskussionen wird hervorgehoben, dass finanzielle Sanktionen oft die effektivste Methode sind, um insbesondere jüngere Fahrer zu einem vorsichtigeren Fahrverhalten zu bewegen.

Frau Kuck thematisiert die Problematik der Fährer Straße und Beckstraße als bekannte Ausweichrouten bei Verkehrsstaus, insbesondere an dem stark frequentierten Bahnübergang in der Meinert-Löffler-Straße. Es wird kritisiert, dass das angrenzende Gewerbegebiet ausschließlich über Wohngebiete erschlossen wird, was verkehrliche Belastungen verstärkt.

Seite 4 von 9 Herr Kruse bestätigt, dass die vorliegenden Herausforderungen aus der Umnutzung eines ehemals gewerblich genutzten Areals zu einem geschlossenen Wohngebiet resultieren, was eine grundlegende Veränderung der Infrastruktur und Verkehrsführung erfordert. Diese Umwandlung bringt erhebliche verkehrstechnische Probleme mit sich, da trotz zunehmender Bewohnerzahl keine zusätzlichen Zufahrtsmöglichkeiten geschaffen wurden. Die bestehende Verkehrsinfrastruktur ist somit überlastet, was insbesondere durch die unzureichende Erschließung und fehlende Öffnung von Straßen verstärkt wird.

Vor diesem Hintergrund ist es nach Meinung Herrn Kruses notwendig, auch unpopuläre Maßnahmen zu prüfen, um die Verkehrssituation zu entschärfen. Dazu zählen beispielsweise die Installation von Schwellen, die eine Geschwindigkeitsreduzierung erzwingen, ohne den Aufwand und die Kosten einer kompletten Straßeneröffnung zu verursachen. Obwohl solche Maßnahmen mit Investitionen verbunden sind, könnten sie kosteneffizienter sein und dennoch eine spürbare Verbesserung der Verkehrssicherheit bewirken. Die Erfahrung zeigt, dass Fahrer bei Schwellen ihre Geschwindigkeit reduzieren, was insbesondere in kurzen Streckenabschnitten sinnvoll ist und von der Bevölkerung gewünscht wird.

Insgesamt ist es entscheidend, dass diese Maßnahmen zeitnah umgesetzt werden, um die aktuelle Verkehrssituation nachhaltig zu verbessern. Ein zögerliches Vorgehen oder das Aufschieben von Entscheidungen ist angesichts der bestehenden Probleme nicht zielführend.

Herr Sgolik unterbreitet folgenden Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss bedankt sich bei Frau Kruck und den weiteren Teilnehmenden für die Teilnahme an der Ortsbegehung und den gegebenen Hinweisen.

Die bereits gefassten Beschlüsse im Bereich Fährer Straße, Beckstraße und Am Becketal werden erneut bekräftigt und das Amt für Straßen und Verkehr wird aufgefordert diese Beschlüsse, insbesondere das alternierende Parken, umzusetzen. (Fährer Straße Beschluss vom 07.09.2020 alternierendes Parken offen) (Beckstraße Beschluss vom 03.02.2025 alternierendes Parken offen)

Der Ausschuss fordert das Amt für Straßen und Verkehr auf, Lösungsvorschläge für die Verkehrslage in der Fährer Straße ab Hammersbecker Str. bis zum Bahnübergang zu unterbreiten. Es soll unter anderem die Beschilderung erneuert und ergänzt werden. Weiter sollen Schilder angebracht werden, die auf die Schule hinweisen.

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Eine Haltelinie im Kreuzungsbereich Fährer Straße./. Am Becketal soll geprüft werden.

Der Ausschuss beschließt den Einsatz von Geschwindigkeitsmessanlagen in der Fährer Straße, nahe der Schule und in der Straße Am Becketal (Richtung Fitnessstudio).

Die Polizei Bremen wird gebeten, den Bereich stärker zu kontrollieren und Geschwindigkeitsmessungen durch Laser durchzuführen. Der Einsatz eines Ausbildungszuges wird angeregt.

Das Amt für Straßen und Verkehr wird um Prüfung der Einrichtung einer Spielstraße im Bereich Am Becketal (Fitnessstudio) gebeten.

Der Ausschuss stimmt dem Beschlussvorschlag einstimmig zu.

Das Ortsamt wird das Amt für Straßen und Verkehr (ASV) bitten die dortigen Verkehrsschilder zu reinigen.

TOP 3 Anhörung „Beckstraße – Piktogramme“ Die Anhörung liegt dem Gremium vor und bedarf keiner weiteren Aussprache.

Das Gremium stimmt der Anhörung einstimmig zu.

TOP 4 Anhörung „Schönebecker Kirchweg – eingeschränktes Halteverbot auf Höhe Hausnummer 50“ Die Anhörung liegt dem Gremium vor und bedarf keiner weiteren Aussprache.

Das Gremium stimmt der Anhörung einstimmig zu.

TOP 5 Anhörung „Fährer Flur – eingeschränktes Halteverbot in Fahrtrichtung Lindenstraße“ Die Anhörung liegt dem Gremium vor und bedarf keiner weiteren Aussprache.

Das Gremium stimmt der Anhörung einstimmig zu.

Seite 6 von 9 TOP 6 Anhörung „Speicherquartier – Erschließung“ Die Anhörung liegt dem Gremium vor und bedarf keiner weiteren Aussprache.

Das Gremium stimmt der Anhörung einstimmig zu.

TOP 7 Verdeutlichung der 30er Zone in der Borchshöher Straße durch Verengung der Straße im Übergang von Tempo 50 auf Tempo 30 - Beratung zum Bürgerantrag von Herrn Schmidt-Tabe vom 15.01.2025 nach Eingang Stellungnahme vom ASV Herr Schiphorst bittet aufgrund der gefassten Beschlüsse aus der Planungskonferenz vom 06.02.2026 um Rückstellung der Thematik.

Herr Kruse und Frau Sprehe lehnen dieses ab, da über den Bürgerantrag schon vor der Planungskonferenz beraten wurde und die Bürger:innen schnelle Lösungen erwarten.

Herr Sgolik unterbreitet daher ohne weitere Aussprache folgenden ergänzenden Beschluss:

  1. Der Ausschuss beschließt die Maßnahmekosten aus dem Stadtteilbudget für verkehrslenkende Maßnahmen zu übernehmen.
  2. Das Amt für Straßen und Verkehr wird gebeten die Maßnahme, wie laut Stellungnahme mitgeteilt, bis Mitte des Jahres 2026 umzusetzen.

Der Ausschuss stimmt dem Beschlussvorschlag einstimmig zu.

TOP 8 Auswertung der Geschwindigkeitsmessanlagen Anhand beigefügter Anlage gibt Herr Sgolik einen Überblick über die Auswertung der Geschwindigkeitsmessanlagen. Die Auswertung geht zur Kenntnisnahme an den Verkehrssachbearbeiter Herrn Fitzner.

Es gibt keinen weiteren Aussprachebedarf. Das Gremium nimmt Kenntnis.

TOP 9 Überwiesene Anträge/ Bürgeranliegen aus der Bürgersprechstunden 9.1. Antrag der SPD-Fraktion – Verkehrssituation Borchshöher Straße Frau Sprehe erläutert für alle den in der Anlage befindlichen Antrag der SPD zum Thema „Verkehrssituation Borchshöher Straße“.

Der Antrag wird ohne weitere Aussprache einstimmig angenommen.

Seite 7 von 9 9.2. Bürgerantrag Herr Jahns – Prüfung Halteve