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title: "Carmen Brussig kämpft sich auf Platz vier bei der Judo EM Heidelberg; Paralympics-Qualifikationspunkte gesichert."
sdDatePublished: "2026-08-18T14:18:00Z"
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Carmen Brussig kämpft sich auf Platz vier bei der Judo EM Heidelberg; Paralympics-Qualifikationspunkte gesichert.

Spitzensport-Ticker: Carmen Brussig kämpft sich bei der Judo EM auf Platz vier

Carmen Brussig holt Top-Resultat bei EM

18.08.2026: EM-Erfolg für Carmen Brussig

Die 2026 IBSA Para Judo Europameisterschaften im Heidelberger SNP dome sind Geschichte. Vom 9. bis 16. August kämpften rund 120 Athletinnen und Athleten aus 23 Nationen um kontinentale Titel und wichtige Punkte auf dem Weg zu den Paralympischen Spielen 2028 in Los Angeles. Für die Schweizerin Carmen Brussig wartete in der Klasse J2 bis 52 Kilogramm ein Round-Robin-Turnier mit fünf Kämpferinnen – doch die Besetzung hatte es in sich und entsprach dem Niveau eines WM-Halbfinals. Mit der Weltranglistenersten Stepaniuk aus Russland, der Weltranglistenzweiten Aurires aus Frankreich, der aufstrebenden jungen Türkin Zeynep Bozdemir und der Luxemburgerin Riedel als Aussenseiterin war das Feld hochkarätig besetzt.

Carmen Brussig überzeugte gegen die Französin und die junge Türkin mit Technik und Wettkampfstärke. Nach ihrer Schulterverletzung im Mai fehlt ihr lediglich in den letzten Minuten noch die nötige Ausdauer, um die hochklassigen und kraftraubenden Kämpfe bis zum Schluss durchzuziehen. Besonders schwer fiel ihr der Kampf gegen die Russin Stepaniuk, eine Gegnerin, die ihr traditionell nicht liegt.

Wertungspunkte entscheiden über die Medaillen Wie eng das Rennen um die Medaillen war, zeigte sich am Ende deutlich: Alle drei Medaillengewinnerinnen mussten jeweils eine Niederlage hinnehmen. So entschieden schliesslich die Wertungspunkte über die Platzierungen. Die junge Türkin Zeynep Bozdemir sicherte sich den Europameistertitel, dahinter folgten die Russin und die Französin. Carmen Brussig belegte den undankbaren vierten Platz. Rang fünf ging an die Luxemburgerin Riedel.

Die nächsten Ziele im Blick Carmen Brussig hat in Heidelberg bewiesen, dass sie technisch und kämpferisch mit der Weltspitze immer noch mithalten kann. Nun gilt es, die noch fehlenden Kräfte für die entscheidenden Kampfminuten zurückzugewinnen und die Schulter vollständig auszukurieren. Bis zu den Weltmeisterschaften bleibt Zeit, gezielt an Ausdauer und Belastbarkeit zu arbeiten. Wertvolle Paralympics-Qualifikations- und Weltranglistenpunkte konnte Carmen Brussig für die Schweiz aber sichern. Bild: Carmen im Kampf gegen die neue Europameisterin 2026 Zeynep Bozdemir

Ski Alpin: Baptiste De Marchi neuer Talentkoordinator Ski Alpin

04.08.2026: Zukünftig mehr Fokus auf Para-Ski-Nachwuchs

PluSport Behindertensport Schweiz und Rollsstuhlport Schweiz freuen sich, Baptiste De Marchi als neuen Talentkoordinator Ski Alpin willkommen zu heissen. Mit seiner langjährigen Erfahrung im Nachwuchsleistungssport, seiner fundierten Ausbildung sowie seiner grossen Leidenschaft für den Schneesport wird er die Weiterentwicklung des Schweizer Para-Ski-Nachwuchses aktiv mitgestalten.

In seiner neuen Funktion verantwortet Baptiste den Aufbau und die Weiterentwicklung der Nachwuchsstrukturen im alpinen Skisport. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Talentsichtung und -rekrutierung, die Koordination der regionalen Stützpunkte sowie die Begleitung junger Athletinnen und Athleten auf ihrem Weg in den Spitzensport. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt im Ausbau des Netzwerks mit Skiclubs, Schulen, regionalen Leistungszentren sowie Partnern aus dem Regel- und Parasport.

Baptiste bringt ideale Voraussetzungen mit: Er verfügt über einen Bachelor in Sportwissenschaften der Universität Freiburg sowie einen Master of Science in Sports der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen mit Schwerpunkt Trainingswissenschaft und Sportmanagement. Als diplomierter Schneesportlehrer mit eidgenössischem Fachausweis, Swiss Snowsports-Experte und ausgebildeter Nachwuchstrainer verfügt er über umfassende fachliche und praktische Kompetenzen.

Seine bisherige Laufbahn führte ihn unter anderem als Cheftrainer des Ski Club Brentaz-Vercorin, in verschiedene Funktionen innerhalb der Skischule Vercorin sowie zu Praktika im Bereich Forschung und Weltcup-Coaching bei Swiss-Ski. Darüber hinaus engagiert er sich seit vielen Jahren in der Ausbildung von Trainerinnen und Trainern sowie in der Organisation und Durchführung von Wettkämpfen und Nachwuchsprojekten. Mit der Verpflichtung von Baptiste setzt PluSport zusammen mit Rollspuhlsport Schweiz ein weiteres Zeichen für die nachhaltige Förderung des Schweizer Para-Ski-Nachwuchses. Gemeinsam mit den regionalen Partnern, den Trainerteams und den Athletinnen und Athleten sollen die bestehenden Strukturen weiterentwickelt und optimale Voraussetzungen für zukünftige sportliche Erfolge geschaffen werden.

Im Letzigrund gehörten sie einfach dazu

27.07.2026: Weltklasse-Luft für Abassia Rahmani und Elijah Thommen

Der Wind drehte an diesem Wochenende immer wieder, was die Bedingungen im Letzigrund anspruchsvoll machte. Über dem Stadion aber lag jene Luft, die man beim grossen Spektakel im Lezigrund beinahe schmecken kann, dieses Gemisch aus Erwartung, Erinnerung an grosse Abende und der Gewissheit, an einem besonderen Ort zu sein. Mittendrin: zwei Athlet:innen von PluSport.

Abassia Rahmani lief die 100 Meter in 13.67 Sekunden und damit ihre zweitschnellste Saisonzeit. Für sie war der Wettkampf ein Heimspiel, denn sie trainiert im Letzigrund. Ihr eigenes Urteil fällt nüchtern aus: «Mittelmässig. Ich kann gute Aspekte aus dem Lauf mitnehmen. Die Reaktion und die ersten zwei Schritte aus dem Block waren diesmal gut, aber in der weiteren Beschleunigung gibt es noch viel Verbesserungspotenzial. Es ist mir in dieser Saison bisher nicht gelungen, die Puzzleteile richtig zusammen zu setzen. Ich darf aber nicht zu hart mit mir ins Gericht gehen, da mir das gesamte Winteraufbautraining fehlt und ich stattdessen drei Monate im Rollstuhl sass aufgrund einer grösseren Operation am Bein. Daher arbeite ich weiterhin fleissig weiter, um bald wieder schnellere Zeiten zu laufen.»

Elijah Thommen brachte im Weitsprung zusammen, woran er lange gearbeitet hatte. Mit 6.35 Metern gelang ihm die zweitbeste Weite seiner Karriere, entsprechend gross war die Freude bei seiner Familie und bei seinem Trainer, der zugleich sein Vater ist. «Der Wettkampf war sehr toll. Ich durfte in einem starken Weitsprungfeld antreten mit tollen Konkurrenten und einem motivierten Publikum. Die Atmosphäre im Letzigrund habe ich als sehr einzigartig empfunden und mich auf der Bahn sehr wohl gefühlt. Dass ich an dieser Schweizermeisterschaft auch endlich viele Dinge zusammenbringen konnte und so tolle Sprünge zeigen konnte, lässt mich voller Freude auf die weiteren Wettkämpfe in dieser Saison blicken.»

Was beide über den Wettkampf hinaus beschäftigt, ist das Miteinander. «Ich kenne viele Athlet:innen aus anderen Wettkämpfen, aus meiner Trainingsgruppe, aus Trainingslagern oder wir trainierten gemeinsam im selben Verein», sagt Abassia Rahmani. «Es macht Spass so viele bekannte Gesichter zu sehen und anzufeuern. Der gegenseitige Respekt ist hoch, ich fühle mich voll integriert und wohl.» Elijah Thommen hebt zusätzlich die Kommunikation im Stadion hervor: «Mir ist wichtig, dass das Publikum informiert wird, dass wir zu den besten Para-Leichtathlet:innen der Welt gehören und somit einen verdienten Platz in einem SM-Startfeld haben. Das hat in diesem Jahr sehr gut funktioniert, und ich habe im Wettkampf gefühlt, dass das Publikum hinter mir steht und mich genau so anfeuert wie alle anderen Athlet:innen.»

Dass diese Integration keine Behauptung bleibt, zeigt sich oft am Rand des Geschehens. Ein Beispiel ist Stadionsprecher Dominique Stark . Am Wettkampftag nahm der PluSport-Nationaltrainer, Gregor Bogg , Kontakt mit ihm auf und wies ihn auf Elijah Thommens Start im Weitsprung hin. Stark griff die Information nicht nur auf, er fragte auch präzise nach, wie man den Namen korrekt ausspricht. Eine kleine Geste, die viel darüber sagt, wie ernst die Athlet:innen von PluSport genommen werden.

Die Para-Leichtathletik ist inzwischen fester Bestandteil der Leichtathletik Schweizer Meisterschaften , und auch die jüngeren Athlet:innen aus dem Kader von PluSport starten im Herbst an den Meisterschaften der Kategorien U23

U16 gemeinsam mit allen anderen. Dafür gilt der Dank Swiss Athletics , den Organisator:innen in Zürich und den vielen Helfer:innen , die diese Selbstverständlichkeit Jahr für Jahr möglich machen.

Zehnköpfiges Para-Cycling-Team für WM selektioniert

07.07.2026: Para-Cycling-Team für WM komplettiert

Swiss Paralympic hat zehn Athlet:innen für die Para-Cycling-Weltmeisterschaften 2026 selektioniert. Die Titelwettkämpfe im Strassenrennen und Einzelzeitfahren finden vom 4. bis 7. September in Huntsville (Alabama, USA) statt.

Zu den grössten Schweizer Medaillenhoffnungen zählen die Zürcherin Flurina Rigling (C2) und der Berner Handbiker Fabian Recher (H4). Beide gewannen in diesem Jahr den Gesamtweltcup in ihrer jeweiligen Wettkampfklasse und gehören auch an der WM zum Favoritenkreis. Rigling, zweifache Weltmeisterin2025, reist als Europameisterin im Strassenrennen und EM-Silbermedaillengewinnerin im Zeitfahren nach Huntsville. Recher kann als Europameister im Strassenrennen und Einzelzeitfahren sowie als zweifacher WM-Silbermedaillengewinner 2025 ebenfalls auf eine eindrückliche internationale Erfolgsbilanz verweisen.

Dreirad, Tandem und ein Newcomer

Auch die Genfer Dreiradfahrerin Celine van Till (T2) gehört zu den Goldanwärterinnen. Die zweifache Weltmeisterin ist seit den Weltmeisterschaften 2024 in Zürich nicht zu stoppen. Sie entschied auch an den diesjährigen Europameisterschaften 2026 beide Rennen für sich.

In den stehenden Wettkampfklassen starten zudem Christian Ackermann mit Pilot Dominik Bütler (MB) auf dem Tandem. Erstmals für Weltmeisterschaften selektioniert wurde Newcomer Quirin Lutz (C2). Komplettiert wird das Standing-Team durch den erfahrenen Westschweizer Laurent Garnier (C4).

Handbike-Team mit Ambitionen nach EM-Erfolg

Mit viel Selbstvertrauen reist das Schweizer Handbike-Team nach Huntsville. An den Europameisterschaften im Juni überzeugten die Schweizer Athlet*innen mit Top-Resultaten: Neben Fabian Recher gewann auch Sandra Fuhrer (H4) , amtierende Weltmeisterin im Strassenrennen, zwei EM-Titel. Micha Wäfler (H3) sicherte sich Gold im Einzelzeitfahren sowie Bronze im Strassenrennen. Benjamin Früh (H1) holte sowohl im Einzelzeitfahren als auch im Strassenrennen Bronze. Komplettiert wird das Schweizer Handbike-Team vom Zürcher Felix Frohhofer (H4).

Die Weltmeisterschaften bilden den Saisonhöhepunkt im internationalen Para-Cycling-Kalender.

Erfolg für Para-Cycler Quirin Lutz

25.06.2026: Lutz siegt im Einzelzeitfahren an den Schweizer Meisterschaften

Bei den nationalen Para-Cycling-Meisterschaften im Jura krönte sich Quirin Lutz zum Sieger im Einzelzeitfahren. Der Aargauer absolvierte die Strecke in 13:52,28 Minuten und verwies Laurent Garnier sowie Christian Ackermann auf die weiteren Podestplätze.

22.06.2026: Schweizer Para-Kletterteam glänzt in Innsbruck

Erfolgreicher Auftritt für das Schweizer Para-Kletterteam in Innsbruck: Bei den World Climbing Para Series sicherten sich Sarah Longhi und Dominic Geisseler zwei Medaillen für die Schweiz. Longhi kletterte in der Kategorie RP2 auf den Bronzerang, Geisseler gewann in der Kategorie AU3 die Silbermedaille.

Besonders beeindruckend war die Leistung von Geisseler, der sich nach Rang fünf in der Qualifikation im Final noch auf Platz zwei vorarbeitete. Für den Schweizer ist es bereits das zwölfte internationale Podest seit 2023. Auch Longhi zeigte einen starken Wettkampf und wurde mit Bronze belohnt.

Insgesamt waren rund 300 Athletinnen und Athleten aus aller Welt am Start. Das Schweizer Team trat mit 15 Kletterinnen und Kletterern an und setzte in einem zunehmend stärker besetzten internationalen Feld ein weiteres Ausrufezeichen. Die steigende Konkurrenz gilt als Vorbote für die wachsende Bedeutung des Para-Klettersports mit Blick auf die Paralympischen Spiele 2028.

21.06.20