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title: "Delegation aus Estland zu Besuch in Kiel; internationales Vorbild für Minderheitenpolitik"
sdDatePublished: "2026-08-18T12:10:00Z"
source: "https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/I/Presse/PI/2026/bm/260818_bm_estland"
topics:
  - name: "international relations"
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  - name: "education"
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  - "Flensburg"
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  - "Narva"
  - "Denmark"
  - "Ukraine"
  - "Estonia"
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Delegation aus Estland zu Besuch in Kiel; internationales Vorbild für Minderheitenpolitik

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Delegation aus Estland zu Besuch in Kiel: Minderheitenpolitik in Schleswig-Holstein als internationales Vorbild

KIEL. Voneinander lernen und Erfahrungen austauschen: eine Delegation aus Estland ist heute (18. August) zu Gast in Kiel, um sich über die Minderheitenpolitik in Schleswig-Holstein zu informieren. "Wir freuen uns, die Arbeit im Land als international anerkanntes Beispiel für Schutz und Teilhabe nationaler Minderheiten präsentieren zu können" , sagte der Minderheitenbeauftragte Johannes Callsen. Die 20 Frauen und Männer arbeiten in Verwaltungen, Schulen und Museen in Estland. Ziel ihres Besuchs ist der Austausch mit nationalen Minderheiten in Schleswig-Holstein.

In Kiel sprachen sie mit Johannes Callsen sowie mit Mitarbeitenden der Landes- und Landtagsverwaltung. Dabei ging es vor allem um Selbstverwaltung und Minderheitenkultur. Im Anschluss berichtete der Landesverband der Deutschen Sinti und Roma in seinem Kulturzentrum Djido Kher über seine Arbeit.

Anlass der Reise ist ein Projekt des Minderheiten-Kompetenz-Netzwerks Schleswig-Holstein in Kooperation mit dem Landesverband der Deutschen Sinti und Roma sowie der estnischen Bildungsstätte VitaTiim in Narva. Die Region um Narva ist durch Zweisprachigkeit sowie das Zusammenleben estnischen Mehr- und russischen Minderheiten geprägt. Aufgrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine ist das Leben russischsprachiger Menschen im Grenzgebiet derzeit erschwert. Das Projekt soll daher Erfahrungen nationaler Minderheiten aus Schleswig-Holstein an die estnische Delegation weitergeben. Die Zusammenarbeit sei nicht nur eine Chance für die nationale Minderheit in Estland, sondern auch für die Minderheitenpolitik in Schleswig-Holstein, so Callsen: "Durch das Projekt erhöhen wir die Sichtbarkeit unserer eigenen Minderheiten und stärken ihre Vernetzung in Europa." Dazu gehöre auch die Rolle der Deutschen Sinti und Roma als wichtiger Bestandteil.

Gestern informierten sich die Teilnehmenden bereits über die friesische Minderheit in Schleswig-Holstein. Für Mittwoch und Donnerstag sind ein Besuch des Hauses Nordschleswig in Apenrade sowie ein Workshop in der Akademie Sankelmark bei Flensburg geplant.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Vivien Albers, Frauke Zelt | Düsternbrooker Weg 104, 24105 Kiel | Tel. 0431 988-1704 | E-Mail : regierungssprecherin@stk.landsh.de | Medien-Informationen im Internet: www.schleswig-holstein.de

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