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title: "Schwimmer entdeckt Staketen in Trottlibucht, Luzern; Überreste einer bisher unbekannten Fischfache."
sdDatePublished: "2026-08-19T15:05:00Z"
source: "https://archaeologie.lu.ch/Aktuell/Luzern_Trottlibucht"
topics:
  - name: "archaeology"
    identifier: "medtop:20000744"
  - name: "waterway and maritime transport"
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locations:
  - "Lucerne"
  - "Luzern-Land"
  - "Sursee"
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Schwimmer entdeckt Staketen in Trottlibucht, Luzern; Überreste einer bisher unbekannten Fischfache.

Luzern: Fischfache in der Trottlibucht - Kanton Luzern

Luzern: Fischfache in der Trottlibucht

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Einem aufmerksamen Schwimmer fielen auf der Strandplatte beim General-Guisan-Quai hunderte Staketen auf, die mit der Spitze nach oben im Seegrund steckten. Dies löste für die Kantonsarchäologie einen nicht alltäglichen Einsatz in Zusammenarbeit mit der Wasserpolizei Anfang August in der Trottlibucht aus. Mit dem Polizeiboot wurde vor Ort eine Augenscheinnahme durchgeführt, um dem Ursprung der Staketen auf den Grund zu gehen.

Dabei zeigte sich: Die aus dem Seegrund ragenden Spitzen entstanden im Laufe der Zeit durch Errosion auf natürliche Weise unter Wasser. Aufgrund des tiefen Wasserstandes sind die Staketen nun besser fühl- und sichtbar. Sowohl die reihige Anordnung und die Dichte der Staketen als auch deren Durchmesser zeigen im Vergleich mit anderen Befunden (u. a. aus dem Zugersee), dass es sich um Überreste einer bisher unbekannten Fischfache handeln dürfte. Dabei handelt es sich um trichterförmig angelegte Zäune, die dazu dienten, die Fische in eine Fangvorrichtung zu lenken. Solche Fischfangstandorte wurden teilweise über Jahrhunderte genutzt und immer wieder erneuert. Auffallend in der Trottlibucht ist, dass die Konzentration der Staketen bei der noch 1880 eingezeichneten Mündung eines Baches beim ehemaligen Brühlmoos liegt. Diese Lage ist ebenfalls typisch für Fischfachen. Wie alt die neu entdeckte Fischfache bei der Trottlibucht ist, ist noch unklar und wird derzeit abgeklärt.

Übersichtsfoto der auf natürliche Weise angespitzten Staketen, die ein Schwimmer in der Trottlibucht bemerkt und zur weiteren Abklärung mitgenommen hat (Foto: KA LU)

Drohnenfoto des Untersuchungsareals mit dem Polizeiboot auf der Strandplatte in der Trottlibucht (Foto: KA LU)

Der Befund wird sowohl im Wasser als auch vom Boot aus untersucht. Auf dem Boot wird gerade die Unterwasserdrohne von der Polizei eingesetzt, um Unterwasseraufnahmen zu machen (Foto: KA LU)

Foto einer länglichen Staketenstruktur aufgenommen mit der Unterwasserdrohne. Es ist sichtbar, dass teilweise die Staketen noch rund 8 cm aus dem Seegrund ragen (Foto: Wasserpolizei Luzern)