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title: "BVMW – LokalZeit im alten Steinbruch Michelnau; Größter Holz-Derrick-Kran Deutschlands"
sdDatePublished: "2026-08-19T16:06:00Z"
source: "https://www.bvmw.de/de/hessen/unternehmertum/news/lokalzeit-im-alten-steinbruch-michelnau"
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BVMW – LokalZeit im alten Steinbruch Michelnau; Größter Holz-Derrick-Kran Deutschlands

LokalZeit im alten Steinbruch Michelnau - BVMW DE

... BVMW - Der Mittelstand Hessen Unternehmertum LokalZeit im alten Steinbruch Michelnau

LokalZeit im alten Steinbruch Michelnau

Geologisches Erleben, historische Technik und ein blühendes Biotop

Die BVMW.LokalZeit führte uns dieses Mal in die faszinierende Welt des alten Steinbruchs Michelnau, ein geologisches Juwel im Herzen des Vogelsbergs. Wir hatten die einmalige Gelegenheit zu erkunden, was vor 19 Millionen Jahren entstand und wie das einmalige, rote Michelnauer Gestein durch einen Schlackevulkan geformt wurde.

Unsere sachkundigen Begleiter Rainer Schäfer, Wolfgang Schönert und Richard Weber vom Verein „Freunde des Steinbruchs Michelnau e.V.“ versorgten uns mit tiefem Fachwissen und enthüllten die Geheimnisse dieses Natur- und Kulturdenkmals. Auf eine informative PowerPoint-Präsentation folgte der Rundgang über das Gelände. Richard Weber setzte für uns den riesigen Holz-Derrick-Kran in Bewegung und demonstrierte an Schrämmaschine und Winde, wie hart die Arbeit früher war. Der Kran, dessen Ausleger 20,5 Meter lang und für 5 Tonnen Hublast ausgelegt ist, ist übrigens der größte seiner Art in Holzbauweise in ganz Deutschland. Zum Abschluss der zweistündigen Führung sahen wir einen beeindruckenden Kurzfilm über die Arbeit im Steinbruch in den 1960er-Jahren. Ende der 1980er-Jahre wurde der Abbau mangels Nachfrage nach dem Michelnauer Stein schließlich eingestellt. Geotop, Biotop und Industriedenkmal Was wir über dieses schönes Fleckchen Erde gelernt haben:

Die Entstehung des Geotops: Von einem Schlackevulkan ausgeworfene vulkanische Bomben, Asche und Lapilli verfestigten sich nach der Ablagerung zu einem porenreichen Festgestein, das sich hervorragend bearbeiten lässt. Der hohe Eisengehalt sorgt für die intensive Rotfärbung. Die teils mit bloßem Auge erkennbaren hellen Kristalle (u. a. Chabasit) entstanden über Jahrmillionen in den Hohlräumen.

Das Biotop – Ein selten gewordener Lebensraum für Tiere und Pflanzen: Nach der Stilllegung entwickelte sich ein artenreiches Biotop mit einer Vielfalt an Pflanzen, Sträuchern und Gräsern, die in unserer oft von Monokulturen geprägten Landschaft selten geworden sind.

Industriedenkmal & Technik: Über 150 Jahre Abbaugeschichte hinterlassen Spuren. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Stein noch mit Axt, Hacke, Hammer und Keilen gebrochen. In den 1920er-Jahren hielt der Luftmeißel Einzug, und ab etwa 1947 ratterte die erste Schrämmaschine, die vorwiegend im Kohle- und Salzabbau genutzt wurde, durch den Steinbruch.

Die sommerliche LokalZeit fand ihren gelungenen Abschluss im Biergarten von Webers Hofladen. Neben kühlen Getränken gab es Herzhaftes aus der Vogelsberger Küche sowie Würstchen und Steaks vom Grill. Trotz der großen Hitze war es eine erfrischende Veranstaltung, bei der sich alle Teilnehmer sichtlich wohlfühlten und in angenehmer Atmosphäre netzwerken konnten. Wer wollte, deckte sich im Hofladen noch mit leckeren regionalen Spezialitäten für zu Hause ein. Für mehr Infos: https:

(Text und Bild: Annette Windus, Redaktionsbüro Wortschatz )

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