Fraunhofer ISI präsentiert das i.WET-Pilotprojekt in Lünen, Nordrhein-Westfalen, zur urbanen Wasserinfrastruktur der Zukunft; Wasser- und Energieeinsparungen, Starkregenrisiken reduziert

Urbane Wasserinfrastruktur der Zukunft: Pilotprojekt in Lünen zeigt Einspar- und Klimaschutz-Potenzial des i.WET-Konzepts

Regenwasser und Grauwasser aus Duschen oder Waschbecken geht bisher oft ungenutzt verloren. Ein Forschungs- und Demonstrationsprojekt in einem Wohnviertel in Lünen (Nordrhein-Westfalen) zeigt, dass diese Abwasserströme gewinnbringend genutzt werden können. Das i.WET-Konzept kann nicht nur Frischwasser sparen, sondern durch Wärmerückgewinnung auch Energie sparen und die Risiken von Starkregenereignissen abmildern. Das Fraunhofer ISI hat das Konzept entwickelt und stellt nun die Ergebnisse aus dem Pilotprojekt vor.

Sechs Jahre Anschub für die Energiewende: Sachsen und Fraunhofer treiben grüne Zukunftstechnologien voran

Wie werden Batterien sicherer und unabhängiger von kritischen Rohstoffen? Wie können Halbleiter- und Energiematerialien recycelt und Industrieprozesse durch Digitalisierung zukunftsfähig werden? Antworten auf diese Fragen entstehen am Fraunhofer-Technologiezentrum Hochleistungsmaterialien THM in Freiberg. Zum Ende der initialen Förderphase besuchte Prof. Dr. Heike Graßmann, Staatssekretärin am Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK), den Standort. Sie informierte sich über die erzielten Ergebnisse und die Perspektiven der gemeinsamen Forschungsplattform der Fraunhofer-Institute IKTS und IISB.

»Die Energiewende ist machbar – wenn Forschung und Gesellschaft gemeinsam daran arbeiten«

Wie kann der Weg in eine klimaneutrale Zukunft gelingen? Diese Frage stand seit 2022 im Fokus der Wanderausstellung »Power2Change: Mission Energiewende«. An zehn Standorten in ganz Deutschland hat sie sowohl Herausforderungen als auch Lösungsansätze für ein breites Publikum erlebbar gemacht. Mit dem Ende der Ausstellung zieht Sandra Naumann Bilanz. Die UMSICHT-Wissenschaftlerin begleitete das Projekt »Wissenschaftskommunikation Energiewende« fast von Anfang an und übernahm dabei eine besondere Rolle: Sie koordinierte die Zusammenarbeit der Projektpartner und vermittelte zwischen den Perspektiven von Forschung, Museumsarbeit und Wissenschaftskommunikation.

Neue Werkzeuge für die Tiefengeothermie der Rhein-Ruhr-Region

Tiefe Geothermie könnte etwa ein Viertel des gesamten Deutschen Wärmebedarfs zur Verfügung stellen. In der Rhein-Ruhr-Region (R3) eignet sich insbesondere Kalkgestein – wie karbonzeitliche Kohlenkalke und devonische Massenkalke – für die geothermische Energiegewinnung. Diese Gesteine zeichnen sich infolge von Verkarstung oder Klüftung durch eine starke hydraulische Durchlässigkeit aus. Gerade diese Eigenschaften machen sie für die geothermische Nutzung interessant, erschweren aber gleichzeitig eine verlässliche Vorhersage ihres Potenzials. Sie stehen daher im Mittelpunkt des Verbundprojekts R3CHAIN, welches vom BMFTR mit 2,1 Mio. Euro gefördert wird.

Ein Glas-Glas-PV-Modul mit jeweils nur 1 mm starkem Front- und Rückglas haben die EXXOSQEL GmbH und das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP gemeinsam entwickelt. Eine reaktive Beschichtung gleicht die geringere mechanische Festigkeit und die mangelnde Steifigkeit der ultradünnen Gläser aus. Der Demonstrator zeigt Potenziale für leichtere, materialeffizientere Solarmodule, etwa für die Gebäude-integrierte Photovoltaik.

Wärmepumpen im Mehrfamilienhaus: Whitepaper zeigt potenzielle Wege aus dem Kostenflickenteppich

Wärmepumpen sind ein zentraler Baustein für die Dekarbonisierung des Gebäudesektors. Bei der Nachrüstung von Mehrfamilienhäusern können sie jedoch auf Netzanschlüsse ohne ausreichende Leistungsreserven stoßen. Ein neues Whitepaper des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE zeigt, wie uneinheitliche Standards und Lastberechnungen Baukostenzuschüsse zwischen null und mehr als 50.000 Euro verursachen können. Darüber hinaus werden Lösungen aufgezeigt, die der Wohnungswirtschaft, Netzbetreibern, Regulierungsbehörden und Politik mehr Planungssicherheit bieten.

Fraunhofer IWES setzt zwei Lidar-Systeme der nächsten Generation auf Wind-Lidar-Boje ein

Das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES setzt erstmals zwei verschiedene Arten von Profiling-Lidar-Systemen gleichzeitig auf einer Fraunhofer IWES Wind-Lidar-Boje ein. Ziel der Messkampagne ist es, die Eignung beider Systeme für den Einsatz auf Offshore-Bojen zu validieren und neue Messkonzepte zu erproben. Damit sollen die Datenverfügbarkeit verbessert und komplementäre Messstrategien ermöglicht werden. Als erster Einsatz dieser Lidar-Geräte der nächsten Generation auf einer Windmessboje liefert die Kampagne zudem Daten zur Bewertung ihrer Leistungsfähigkeit unter Offshore-Bedingungen. Sie wird im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Forschungsprojekts »Wind-Lidar-Boje NG« durchgeführt.

Mit Gleichspannung die Energieeffizienz steigern

Die Energiekosten sind in der Produktion weiterhin ein entscheidender Faktor. Gleichzeitig wächst mit der Verbreitung von Elektrofahrzeugen die Zahl der Ladepunkte. Wie sich diese Ladeinfrastruktur intelligent in industrielle Gleichspannungsnetze integrieren lässt, hat das Konsortialprojekt »DCI4Charge« nun erfolgreich demonstriert: Die Batterien von Elektrofahrzeugen dienen als flexible Notfallreserve und helfen Lastspitzen abzufedern – ohne die Netzstabilität oder die Mobilität der Mitarbeitenden zu gefährden.

Breitere Datenbasis für Kommunale Wärmepläne bestätigt zentrale Trends: Wärmepumpen und Wärmenetze bilden das Rückgrat der Wärmewende

Wärmepumpen sowie Wärmenetze sind die tragenden Säulen der zukünftigen Wärmeversorgung. Das bestätigt die zweite Ausgabe der Studie »Kommunale Wärmeplanung in Deutschland« von Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und Öko-Institut auf einer deutlich breiteren Datenbasis als die erste Auswertung von Mai 2025. Gleichzeitig zeigen sich weiterhin erhebliche Lücken bei den Annahmen zur Gebäudesanierung, beim geplanten Einsatz von Biomasse sowie bei der Berücksichtigung industrieller Prozesswärme. Für die zweite Ausgabe wurden rund 380 Wärmepläne ausgewertet, die etwa 940 Kommunen umfassen. Die Mehrheit der neu einbezogenen Wärmepläne wurde bereits auf Grundlage des Wärmeplanungsgesetzes erstellt.

Silizium-Photovoltaik macht die Stromerzeugung im Weltraum kostengünstiger

Das amerikanische Unternehmen Source Energy und die Forschungsorganisation Fraunhofer-Institut für Solare Energiesystem ISE haben gemeinsam eine neue Produktreihe für Weltraum-Satelliten basierend auf Silizium-Solarzellen entwickelt. Die Photovoltaik-Module und -Flügel nutzen eine besondere Verschaltung für die Solarzellen. In Kombination mit kostengünstigen Silizium-Solarzellen können die Module zu deutlich geringeren Kosten gefertigt werden, als es mit der momentan im Weltraumsektor vorherrschenden III-V-Standardtechnologie möglich ist. Die automatisierte Fertigung mit einem Schindel-Matrix-Stringer der Firma M10 Solar Equipment GmbH ermöglicht Source Energy eine Produktlieferung in weniger als sechs Monaten ab Bestellung.

Energie I Klima I Umwelt

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2026 Spezialbeschichtung stärkt ultradünnes Glas-Glas-PV-Modul Online

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