Eulen Ludwigshafen Mannschaftspräsentation im Heinrich Pesch Hotel, Ludwigshafen; Liquidität gesichert und Gesellschafterstreit beendet

„Die kann man ja nur lieben“ | eulen-ludwigshafen.de

Die Mannschaftspräsentation der Eulen Ludwigshafen, das Partner-Event am Dienstagabend im Heinrich Pesch Hotel, war der Höhepunkt eines Abends in Harmonie bei bester Stimmung. Tiefgründige-informative Reden und gute Unterhaltung rundeten den Abend mit rund 200 Gästen aus Politik und den Kreis der Sponsoren, bei den Eulen respektvoll Partner genannt, ab. Das Essen, von Hauptsponsor TWL finanziert, bekam Bestnoten. Gleiches galt für das Servicepersonal. Für die Organisation und optische Ausgestaltung sorgten federführend Lea Löbs, Felicity Gunst, Marcel Mayer, Nico Hasert und Tobias Manzke aus dem Geschäftsstellenteam. Dazu zählt jetzt neu Celine Peters (Soziales und Nachhaltigkeit). Seinen Bundesfreiwilligendienst bei den Eulen und im HLZ leistet Jung-Profi Tilo Müller. Das Medienteam bilden Karsten Knäuper (unter anderem Berichterstatter über Partner, Reporter Dyn und Eulen-TV), Heimspiel-Fotograf Harry Reis, Dennis Weissmantel, Medien, Kommunikation und Content Creator, sowie Pressesprecher Horst Konzok.

20 Jahre Partnerschaft mit den TWL

„Neue Gesichter, neue Geschichten“ – so eröffnete Andreas Olbert, der Geschäftsführer der Eulen Ludwigshafen, das Partner-Event. Gefeiert wurde auch 20 Jahre Partnerschaft mit dem derzeitigen Hauptsponsor TWL (Technische Werke Ludwigshafen). TWL-Vorstand Thomas Mösl gab den Eulen die Ehre. Die Liste der weiteren Ehrengäste war lang. Begrüßt wurden: Marion Schneid, die Vize-Präsidentin des rheinland-pfälzischen Landtags, Oberbürgermeister Professor Dr. Klaus Blettner, Christian Baldauf, der Geschäftsführer von Lotto Rheinland-Pfalz, Thomas Traue, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Vorderpfalz, Sportdezernent Lars Pletscher, Dr. Peter Uebel, der Vorsitzenden der CDU-Stadtratsfraktion, der langjährige Handball-Verbandschef Ulf Meyhöfer, Winfried Ringwald, der Vorsitzende des Ludwigshafener Stadtsportverbandes sowie Hausherr Christian Haas.

Andreas Olbert, seit 1. April 2026 im Amt, ließ die „herausfordernden“ vier Monate mit dem Abstiegskampf in der 2. Bundesliga und den „drei Konfliktstellen“ Revue passieren: Da waren die Forderungen seiner Vorgängerin und seines noch unter Vertrag stehenden Vorgängers und der Gesellschafterstreit. „Im Ergebnis spielen wir weiter in der 2. Bundesliga und alle Streitigkeiten sind gelöst. Das hat viel Kraft gekostet, aber wir können wieder frei atmen“, sagte Olbert und erntete viel, viel Applaus. Die Eulen sieht er als „Aushängschild der Stadt“, das gestärkt mit neuem Selbstbewusstsein als Marke wahrgenommen werden möchte. Die Schließung der „drei Baustellen“ haben aber auch viel Geld gekostet, räumt der Manager ein. „Die Liquidität, gerade für die zweite Saisonhälfte zu sichern“ sei die große Aufgabe. Wirtschaftlichkeit zu erarbeiten und die Wirtschaftskraft des Vereins zu stärken ist das Gebot der Stunde. So appellierte Olbert an die Partner, mit ihrem Netzwerk weitere Türen zu potentiellen neuen Sponsoren zu öffnen, und zu überlegen, ob das eigene Budget eine einmalige Zusatzzahlung erlaube. Olberts Appell: „Helfen Sie mit, wenn sie weiter Bundesliga-Handball in Ludwigshafen haben wollen!“

Oberbürgermeister Professor Dr. Klaus Blettner hieß die fünf Neuzugänge mit dem aktuellen Eulen-Kader, „unsere Eulen“, willkommen. Dass der Gesellschafterstreit nach zwei schwierigen Jahren endlich beendet sei schrieb er vor allem dem neuen Geschäftsführer zu. Andreas Olbert habe diese „Herkulesaufgabe“ gemeistert. Stefan Springer und Christian Deller hieß der OB als neue Gesellschafter im Gremium willkommen, dem weiterhin Dieter Mayer, Norbert Rühm und Yann Fürst angehören. Blettner schmunzelnd: „Eine Bitte: Jungs, vertragt Euch!“

„Wir müssen den Eulen helfen!“

der Vergleiche „Geld gekostet hat“. Er unterstützte Olberts Worte, dass die Liquidität unbedingt gesichert werden müsse. Es gehe als Sponsor darum zu prüfen, „geht auch ein Stück mehr“? Blettner: „Wir müssen den Eulen helfen!“ Der Wunsch des OB an die Mannschaft ist, den Klassenverbleib möglichst fünf, sechs Spieltage vor dem Saisonende eingetütet zu haben, den Fans eine weitere Zittersaison zu ersparen: „Jeder hat nur ein Herz …“ Einen Zweitliga-Handball, geschmückt mit den Autogrammen der Spieler, durfte der OB ebenso wie TWL-Chef Thomas Mösl mitnehmen. Den Ball mit dem Wünschen an die Gesellschafter nahm Andreas Olbert auf: „Ich freue mich auf eine enge, konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit.“

„Neu belebt“ sieht Geschäftsführer Olbert den nun zehnköpfigen Wirtschaftsrat. Ihm gehören jetzt an: Peter Bayer, Florian Fischer, Rolf Haselhorst, Stephan Heberger, Christoph Keimes, Thomas Mösl, Daniel Wille, Stephan Pfeiffer, Thomas Traue und Wolfgang van Vliet.

Ein neues Format stellte Andreas Olbert auch vor. Mehrmals wöchentlich geht das Eulen-TV auf Sendung, bietet Infos, Interviews und Unterhaltung rund um die Mannschaft. Reporter des ENN (Eulen Nest News) ist der als Dyn-Live-Reporter und Buchautor („Ich habe noch Puls“) bekannte (und geschätzte) Karsten Knäuper. Er gehört seit 2019 zum Eulen-Medienteam. Premiere hat das Eulen-TV am Freitag, 18.00 Uhr. Auf YouTube zu sehen sind Ausschnitte vom Partner-Event. Am Samstag folgt mit Blick auf den Pokal „Das Interview der Woche“. Karsten Knäuper hat Simon Schwarz am Mikrophon.

Malte Metz in den Top-Ten

Andreas Olbert informierte, dass die Eulen das Nachhaltigkeitszertifikat der HBL wieder erhalten werden. Mit „wenigen Abstrichen“ ist auch das Jugend-Zertifikat wieder Eulen-Sache. Dinge wie das Vormittagstraining für Jugendliche können (noch) nicht wie vom Verband gefordert umgesetzt werden. Großartig: Malte Metz, das „hausgemachte“ Trainer-Talent, ein Erfolgstrainer und Macher im HLZ Friesenheim-Hochdorf, wurde in die Top Ten der besten deutschen Nachwuchstrainer berufen.

Mit Blick auf die neue Zweitliga-Saison sieht der Geschäftsführer die Eulen in einem „anspruchsvollen“ Starterfeld, bereichert durch zwei Schwergewichte, den Bundesliga-Absteigern SC DHfK Leipzig und GWD Minden, dazu die beiden starken Aufsteiger VfL Hamm Westfalen und TV Emsdetten. „Oft entscheidet nicht das große Budget, sondern die Leidenschaft“, sagte Olbert. In Trainer Michael Haaß, vertraglich bis Mitte 2029 gebunden, sieht er den idealen Trainer für die Weiterentwicklung einer jungen Mannschaft.

„Energie und Einsatzbereitschaft“ nannte Thomas Mösl, Vorstand von Hauptsponsor TWL, „die beiden verbindenden Faktoren“ zwischen seinem Unternehmen und den Handballern. Ihn interviewte Thomas Stüber, die Stimme der Eulen. „Wir sind der lokale Versorger. Wir sind lokal, wir sind von hier. Wir fördern Breiten- und Spitzensport“, warb Mösl für den Energieversorger. Bei Störfällen werde die Einsatzbereitschaft seiner Leute immer wieder deutlich, auch nach Feierabend, wenn es darum gehe, Kollegen zu helfen. Teamwork – wie in einer Mannschaft … „Die letzte Saison war nicht schön“, spielte der TWL-Chef auf den Streit bei den Eulen an. Es gehe darum, sich jetzt wieder voll und ganz auf den Sport zu konzentrieren. Mösl: „Wir wollen Geld für Spieler ausgeben, nicht für Anwälte und Gerichtskosten.“ An die Profis appellierte der Firmenchef „Vollgas zu geben“: „Spielt geilen Handball!“

Eulen-Cheftrainer Michael Haaß würdigte im Gespräch mit Hallensprecher Thomas „Stübi“ Stüber den „sehr schönen Rahmen“ des Partner-Events. Nach sechs intensiven Trainingswochen brennt der Coach auf den Saisonstart. „Die Mannschaft ist so was von bereit zu performen“, sieht der Coach eine heiße Truppe. Bis sie ihr Top-Level erreiche aber braucht es noch Zeit, sagte Haaß mit Blick auf fünf Neuzugänge und die Verletzungssorgen. Testspielsiege wie der gegen Bundesliga-Aufsteiger SG BBM Bietigheim zeigten „wo es hingehen kann“. Fakt ist aber - Stichwort Verletzungen - dass Haaß seit seiner Amtsübernahme im Oktober 2025 auf „permanentes Improvisieren“ setzen musste. Haaß: „Ich hatte noch keine zwei Spiele mit dem gleichen Kader.“ Die Vorfreude auf die neue Runde lässt er sich indes nicht trüben, betonte „Micha“ Haaß: „Ich freu‘ mich einfach auf die Eberthalle.“ Der neue Einlauf-Trailer jedenfalls macht Lust auf mehr. Schon am Sonntag (17.00 Uhr), wenn es in der 1. DHB-Pokalrunde gegen Bundesligist HSG Wetzlar geht.

Spannende Aufgaben für die junge Garde

27 stellte der von der Mannschaft gewählte neue Kapitän Marc-Robin Eisel in zwei Etappen zwischen Vor- und Hauptspeise vor. Die Mannschaft hatte sich für einen neuen, witzig-unterhaltenden Weg der Präsentation entschieden. So stellte der Kapitän seine Mitspieler nicht nach Position, sondern nach Aufgaben vor. Eisel startete mit den Jungs mit Doppelspielrecht, die nicht immer bei den Profis trainieren, sondern auch im HLZ gefordert sind. So ist Lennart de Hooge, Rückraum links, neuerdings mit der Nummer 8 unterwegs, für die Einteilung der Profis bei Autogrammstunden und Events zuständig. Frederik Zepp, Mittelmann, die Nummer 15, ist der Mann, der den Dresscode im Auge hat. Zepp trägt Sorge dafür, dass bei öffentlichen Terminen oder Dienstfahrten der Einheits-Look gewahrt bleibt. Torhüter Philipp Wenning, Nummer 16, und Tilo Müller, Rückraum rechts, Nummer 19, verwalten die Kartei relevanter Geburtstage. Neu ist das Getränkewarte-Duo: Torhüter Pawel Krawczyk, Nummer 36, und Linksaußen Monty Kleinsteuber, Nummer 99. Sie haben sich eingespielt … Theo Straub, der Rechtsaußen-Zocker mit der Nummer 24, hat das anfangs ungeliebte Amt des Verpflegungswarts längst mit Freude angenommen. Theo kennt wohl die besten Pizzerien in den Zweitliga-Städten und findet nun Unterstützung in Rücktraum-Shooter Phileas Daniel, Nummer 14. Herausfordernd die Aufgaben der Nummer 5, Rückraum-Quirl Matteo Menges: Er ist Harz-, Öl- und Shampoo-Wart. Ballwart ist die Nummer 29, Friedrich Schmitt.

Dass der 22 Jahre junge Kreisläufer Bruno Eickhoff schon zu der Gilde der „Alten“ zählt, zeigt den Zuschnitt des Eulen-Kaders. Nach Mittelfußbruch, am zweiten Tag der Saisonvorbereitung erlitten, rechnet der Trikotwart mit der Nummer 53 mit seinem Comeback „in acht bis zehn Wochen“. Bruno Eickhoff: „Ich freue mich sehr auf die Heimspielkulisse und darauf, die Eulen kennenzulernen.“ Geschätzter Musikwart ist Finn Leun, Rückraum rechts, die Nummer 37. Als Kabinenwart sorgt Mihailo Ilic, der Rückraum-Halblinke mit der Nummer 7, für Ordnung. Die Organisatoren der Abschlussfahrt sind Kian Schwarzer, Linksaußen, Nummer 22, und Nicolas Waldvogel, der Rückraum-Vierer. Viel gelacht wurde, als der Kapitän Kreisläufer Lars Röller, die Nummer 23, als Stricher vorstellte. Das Geheimnis war schnell erklärt: Beim ach so beliebten Hallenfußball Alt gegen Jung registriert Röller die Ergebnisse. Nach zehn Spielen wird abgerechnet, wer verliert bezahlt das Kabinenfest. Wer den Ball an die Decke oder auf die Tribüne feuert, bekommt einen Strich vom Stricher – und zahlt in die Mannschaftskasse. Rechtsaußen-Dauerbrenner Alexander Falk, die Nummer 20, tut als Fußball-Kapitän Dienst. Die Ältesten im Kader genießen die Ruherechte der frühen Geburt: Janis Boieck (28), der Torwart mit der Nummer 32, Kreisläufer Sebastian Bösing (31, Nummer 28), Linkshänder René Zobel (30), unerschrocken mit der 13 unterwegs, oder Kreisläufer Simon Schwarz (30), der die Nummer 48 trägt. „Ich bin immer froh, wenn ich helfen kann“, sagt Teamworker Schwarz. Co-Kapitän ist Vincent Bülow, der Spielmacher mit der Nummer 10. Er ist mit jetzt 31 der älteste Profi im Kader und spielt an der Seite von Regisseur Marc-Robin Eisel (27), Nummer 9, eine bedeutsame Rolle. Eisel, das Sprachrohr, ist der verlängerte Arm des Trainers, der auch die Reife und Erfahrung Bülows zu schätzen weiß.

Zwei tragenden Säulen dankte Eulen-Manager Andreas Olbert am Ende mit herzlichen Worten für ihr ehrenamtliches Engagement als Betreuer: Peter Ackermann und Christian Hasert: „Solche Menschen muss man finden!“ Beiden überreichte Olbert einen Gutschein für eine Übernachtung im Landgasthof „Zum Ochsen“ in Hauenstein. Peter Ackermann