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title: "Brandenburger Landtag beschloss 2019 Änderungen des Brandenburgischen Vermessungsgesetzes in Brandenburg; Geobasisdaten künftig allen offen zugänglich"
sdDatePublished: "2026-08-19T11:58:00Z"
source: "https://geobasis-bb.de/sixcms/media.php/9/Sommer_2026_PB4_GT.pdf"
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  - name: "information technology and computer science"
    identifier: "medtop:20000763"
  - name: "software and applications"
    identifier: "medtop:20000231"
locations:
  - "Brandenburg"
  - "Germany"
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Brandenburger Landtag beschloss 2019 Änderungen des Brandenburgischen Vermessungsgesetzes in Brandenburg; Geobasisdaten künftig allen offen zugänglich

AP Sommer 2026 (GM) – PB4 Hilfsmittel: Taschenrechner, Formelsammlung

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Am 19. Juni 2019 hat der Brandenburger Landtag die Änderungen des Brandenburgischen
Vermessungsgesetzes (BbgVermG) beschlossen. „Geobasisinformationen sind allen
bereitzustellen“, so hieß es von nun an im Gesetz. Die Brandenburger Vermessungs-
verwaltung kommt dieser Forderung umfassend nach. Mit ihren Datensätzen erfüllt sie alle
Kriterien, die allgemein zum Begriff „Open Data“ zusammengefasst werden können. Setzen
Sie sich mit der bisherigen Umsetzung und Planung dieser Gesetzesänderung auseinander.

1. Aufgabe

                           18 Punkte

1.1. Definieren Sie den Begriff Open Data. Beschreiben Sie dabei auch Bedingungen für
die Nutzung! (4)

1.2. Die LGB stellt verschiedene „Open Data“ Daten im Internet bereit. Nennen Sie zwei
Bezugsmöglichkeiten! (2)

1.3. Beschreiben Sie drei Vorteile einer Geodateninfrastruktur mit Open Data Prinzip! (3)

1.4. Beschreiben Sie zwei mögliche Risiken, die die Nutzung einer Geodateninfrastruktur
mit Open Data Prinzip beinhaltet! (4)

1.5. Benennen Sie drei Beispiele für Open Data, die in Brandenburg durch die LGB
bereitgestellt werden! (3)

1.6. Im Brandenburgischen Vermessungsgesetz heißt es: „Geobasisinformationen sind
allen bereitzustellen“.
Definieren Sie in diesem Zusammenhang den Begriff Geobasisdaten! (2)

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2. Aufgabe 16 Punkte

2.1. Im Rahmen der Umsetzung und dem Ziel, Geobasisdaten für alle bereitzustellen, soll
eine neue Geodatenbank aufgesetzt werden. Hierfür wurde ein neues Projekt
aufgesetzt, welches Sie als Projektleiter leiten sollen.

Definieren Sie zunächst den Begriff Projekt! (4)

2.2. Als Projektplanungswerkzeug kann die Balkendiagrammtechnik (GANTT-Diagramm)
eingesetzt werden. Beschreiben Sie die Vorgehensweise zur Erstellung eines
GANTT-Diagrammes! (2)

2.3. Erstellen Sie für den folgenden Projektablauf mittels einer Skizze ein GANTT-
Diagramm! (7)

Tätigkeit
Abkürzung Stunden Vorgänger
Anforderungsanalyse
a
30
 -
Infrastruktur-Setup
b
20
a
Datenbank-Installation
c
15
b
Datenmodellierung & Migration
d
30
c
Installation / Setup GeoServer
e
20
c
Konfiguration OGC-Webdienste
f
30
d, e
Qualitätssicherung & Dokumentation
g
25
f

2.4. Benennen Sie Gesamtdauer des Projektes, wenn alle Zeiten eingehalten werden!

                                                                                                                   (1)
2.5. Benennen Sie Tätigkeiten, die kritische Punkte sein können. Damit sind Tätigkeiten
gemeint, die bei einer Verlängerung die Gesamtdauer des Projektes erhöhen.
Begründen Sie Ihre Antwort! (2)

3. Aufgabe 13 Punkte

Für die Präsentation der zur Verfügung gestellten Geodaten wird eine neue Homepage
benötigt.

3.1. Beschreiben Sie den grundlegenden Aufbau (Grundgerüst) einer HTML Seite! (3)

3.2. Beschreiben Sie zwei Möglichkeiten zur Erstellung von HTML-Seiten! Nennen Sie je
ein Beispielprogramm! (4)

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3.3. Beschreiben Sie in diesem Zusammenhang den Begriff CSS! Inwiefern wird CSS bei
der Erstellung der neuen Homepage benötigt? (3)

3.4. Benennen Sie Programme, mit denen man das Visualisieren, Bereitstellen oder
Verbreiten von HTML-Seiten in das Internet umsetzen kann! (3)

4. Aufgabe

               18 Punkte

Ihnen liegen ältere analoge topographische Karten vor, die eingescannt und im Geoportal
zur Verfügung gestellt werden sollen.

4.1. Auf der topographischen Karte beträgt die Gitternetzweite 4 cm und die Rasterweite
in der Natur 2 km. Berechnen Sie den Maßstab der topographischen Karte! (2)

4.2. Auf einer anderen Karte (Maßstab 1:20.000) wird die größte Ausdehnung eines
Naturschutzgebietes mit einer Strecke von 13,8 cm gemessen. Berechnen Sie die
Strecke auf einer Karte 1: 50.000! (2)

4.3. Die Fläche für ein Gewerbegebiet in der Karte ist mit 89.000 m² angegeben.
Berechnen Sie die Fläche auf einer Karte im Maßstab 1: 2.500! Geben Sie das
Ergebnis in dm² an! (3)

4.4. Die analoge topographische Karte soll in ein GIS importiert und anschließend
georeferenziert werden.

Beschreiben Sie diesen Prozess! Erläutern Sie dabei auch, wie die Speicherung der
georeferenzierten Karte zur weiteren Verwendung erfolgen kann! (8)

4.5. Die georeferenzierte Karte soll nun im Geoportal zur Verfügung gestellt werden.
Definieren Sie in diesem Zusammenhang den Begriff Geoportal! (3)

5. Aufgabe

               18 Punkte

Für die Bereitstellung eines neuen Orthophotos wurden Luftbildaufnahmen durchgeführt.
Für diesen Auftrag ist Ihre Unterstützung gefordert.

5.1. Definieren Sie zunächst die beiden Begriffe Luftbild und Orthophoto! Beschreiben Sie
dabei auch die Unterschiede! (4)

5.2. In der Fernerkundung wird zwischen passiven und aktiven Systemen unterschieden.
Beschreiben Sie beide Varianten und geben Sie je ein konkretes Beispiel für ein
Aufnahmesystem! (6)

5.3. Die Fläche eines Industriegebietes wird aus einer Flughöhe von h = 2000 m
aufgenommen. Die Kamerakonstante c ist vom Hersteller mit 153 mm angegeben. Im
Bildsensor beträgt das Maß der Industriefläche 10000 x 20000 Pixel (Breite mal Höhe).
Die Pixelgröße im Bildsensor beträgt 5 𝜇𝑚 x 5 𝜇𝑚 (Breite mal Höhe).

Berechnen Sie die Fläche des Industriegebietes in der Natur in ha! (8)

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6. Aufgabe

               17 Punkte

Für weitere vermessungstechnische Arbeiten benötigen Sie Höhenfestpunkte, die Sie aus
dem Geoportal der LGB erhalten.

6.1. Nennen Sie das amtliche Höhenbezugssystem für die Bundesrepublik Deutschland
sowie die dazugehörige Bezugsfläche und die Höhenangabe! (3)

6.2. Sie sollen ein grenzüberschreitendes Bauvorhaben realisieren und erhalten amtliche
Höhenangaben aus einem anderen Land Europas.
Begründen Sie, warum diese Höhen nicht ohne Weiteres für Deutschland über-
nommen werden können! Beschreiben Sie außerdem erforderliche Maßnahmen, um
die Höhe korrekt zu verwenden! (2)

6.3. Sie kennen verschiedene vermessungstechnische Verfahren, um die Höhen von
Punkten auf der Erdoberfläche zu bestimmen.
Erläutern Sie die Höhenbestimmung mit GNSS und begründen Sie, warum dieses
Verfahren ungenauere Ergebnisse liefert als das geometrische Nivellement! (6)

6.4. Definieren Sie den Begriff Geoid! (3)

6.5. Beschreiben Sie den Begriff Quasigeoidundulation N und geben Sie Sinn und Zweck
an! (3)