HNEE Professur Naturschutz und Biodiversität (W2) in Eberswalde; CBD-Definition im Fokus

Weitere Informationen zur Professur (W2) „Naturschutz und Biodiversität “ Die HNEEwurde 1992 in der Tradition der forstlichen Lehranstalt (seit 1830) und der Forstwissenschaftlichen Fakultät der Humboldt -Universität zu Berlin gegründet und hat spätestens seit ihrer Umbenennung zur „Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde“ 201 0 ein unverwechselbares Profil entwickelt, das auf Fragestellungen und Herausforderungen für ländli che Räume, Ressourcenschutz, Bioökonomie, Klimaanpassung und nachhaltige Wertschöpfung . Dabei sind es die ganzheitliche nachhaltige Ausrichtung der Hochschule, das einzigartige und an zukunft srelevanten Themen ausgerichtete Studienangebot, die Stärke im Bereich der angewandten Nachhaltigkeitsforschung sowie die praxisorientierte und – nahe Lehre, die die HNEE auszeichnen. Studierende der HNEE werden zu Nachhaltigkeitspionieren ausgebildet und gezielt mit den erforderlichen Gestaltungskompetenzen ausgestattet. Die rund 2 .300 Studierenden aus etwa 60 Ländern beschäftigen sich dazu in einem der 2 3 Studiengänge, davon zwei dual, mit Fragen der nachhaltigen Entwicklung in einem dezidiert problemlös ungs orientierten Ansatz. Die HNEE bietet Studiengänge an, die es Bewerber*innen mit und ohne schulische rHochschulzugangsberechtigung ermöglichen, einen erfolgreichen Abschluss zu erlangen. Das Portfolio konsekutiv angelegter Bachelor

  • und Master programme bietet neben national fokussierten Angeboten eine Reihe international ausgerichteter Studienprogramme. Vielfältige Möglichkeiten der studentischen Beteiligung und des Engagements bspw. im Rahmen des Service Learning und der studentischen W erkstätten , sch affen Studierenden Raum für die persönliche Entwicklung und eine lernförderliche Atmosphäre in der Lebenswelt Hochschule. In der Forschung orientiert sich die HNEE an aktuellen Fragestellungen im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung , wie sie durch die 1 7 globalen Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 mit ihrer Konkretisierung in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie spezifiziert sind. In einer für Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) grundlegenden Anwendungsorientierung bearb eitet sie gleichermaßen theorieinduzierte, problemlösungs orientierte, disziplinäre wie inter

und transdisziplinäre Forschungsfragen. In den zwei Forschungsschwerpunkten „ Verantwortungsvolle Landnutzung für resiliente Ökosysteme “ und „Wirtschaften in der sozial -ökologischen Transformation “ werden aktuell über 100 Drittmittelprojekte in nationalen und internationalen Verbündeten bearbeitet. Im Nachhaltigkeitstransfer öffnet sich die Hochschule bewusst für Partnerinnen aus der Praxis und bezieht die Releva nz -und Erfolgskriterien gesellschaftlicher Akteurinnen ein. Dabei arbeitet die HNEE in ihren Kompetenzfeldern eng mit Partnerinnen in der Region, national und international zusammen – in einem konkreten Kontext und orientiert an deren Bedarfen. Gemeinsa m mit den Partnerinnen arbeitet die HNEE die Problemlagen heraus, identifiziert Ziele und entwickelt tragfähige Lösungen. Die

Hochschule öffnet mithilfe von Nachhaltigkeitstransfer unterschiedlichen Gruppen der Gesellschaft den Zugang zu neuen Erkenntniss en aus der Wissenschaft und stärkt die Zukunftsfähigkeit und Entwicklungsfähigkeit der Gesellschaft. Die Hochschule fühlt sich darüber hinaus auch in ihrem Handeln als Institution dem Grundsatz der Nachhaltigkeit verpflichtet und berücksichtigt diesen im Sinne eines Whole -Institution -Approach in all ihren Handlungen. Für ihr Engagement für eine nachhaltige Entwicklung ist die Hochschule national wie international mehrfach ausgezeichnet. Sie ist mit Partner*innen aus Wissenschaft und Praxis regional wie glo bal eng vernetzt und aktives Mitglied in nachhaltigkeitsorientierten Netzwerken. WAS WIR IHNEN AM DEPARTMENT LANDSCHAFT-GESELLSCHAFT- WIRTSCHAFT BIETEN

Flache Hierarchien Familienfreundlichkeit Spannende Aufgaben A Austausch auf Augenhöhe Sinnstiftende Tätigkeit Kollegiale Unterstützungskultur Dynamisches Umfeld Entwicklungsmöglichkeiten Das Department Landschaft – Gesellschaft – Wirtschaft zeichnet sich durch i nter

und trans disziplinäre Erforschung der Natur -und Kulturlandschaft mit zahlreichen nationalen und internationalen Kooperationspartnern aus . Unter Anwendung partizipativer Ansätze werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse für die Praxis in großer Breite vermittelt. Die Arbeit des Department s konzentriert sich dabei vor allem auf die regionale Ebene und den ländlichen Raum.Naturschutz und Biodiversität sind Kernthemen der nachhaltigen Entwicklung. Die zu besetzende Professur ist auf die zusammenführende Sicht der Biodiversität im umfassenden Sinn der CBD

Definition und den sich daraus ergebenden Erfordernissen im Naturschutzmanagement mit Fokus auf Deutschland und Europa ausgerichtet. Direkte Anknüpfungspunkte bestehen zu den Fachgebieten der abiotischen und biotischen Landschaftsk omponenten und der Landschafts

  • und Waldökologie. Ebenso steht sie im Austausch mit den land -und forstwirtschaftlich sowie gesellschaftspolitischen und Governance -Fachgebieten. Die Professur ist national ausgerichtet, dabei thematisch aber auch in den int ernationalen, insbesondere europäischen Kontext eingebettet. Dies gilt für Kenntnisse der aktuellen Biodiversitätsforschung, wie auch für praktische Erfahrungen im Naturschutz m anagement in Kooperation mit Praxispartner
  • Innen. Die Professur hinterfragt gesel lschaftliches Handeln mit dem Blick auf die Auswirkungen auf die einheimische und globale Biodiversität und auf die Auswirkungen auf weitere natürliche Schutzgüter der Ökosysteme (Boden, Wasser). Sie gibt Anstöße zum Mitdenken und transdisziplinärem Handel n

zwischen den naturwissenschaftlichen als auch wirtschaftlich und gesellschaftlich orientierten Fachgebieten. So fördert die Professur gemeinschaftliches Agieren und Forschen für innovative Projekte bzw. Konzepte, welche fachwissenschaftliche und gesellsc haftspolitische Entwicklungen für den Naturschutz befördern können und sollen. Der aktuelle Diskurs um Fragen der Leitbilder und Umset zungsstrategien bei der Wiederherstellung von Natur wird reflektiert und proaktiv gemeinsam mit Fachgebieten der HNEE sowi e externen Projektpartnern weiterentwickelt. Die Professur knüpft damit unmittelbar an den Forschungsschwerpunkt der HNEE „Verantwortungsvolle Landnutzung für resiliente Ökosysteme“ an. WAS SIE ERWARTET Die ausgeschriebene Professur besetzt eine zentrale Schnittstelle zu thematisch angrenzenden Fachgebieten. Dies spiegelt sich auch in der Lehre entsprechend wider. In den Bachelorstudiengängen (v.a. Landschaftsnutzung und Naturschutz, Forstwirtschaft und International Forest Ecosystem Management ) liegt der Fokus auf d em Verständnis de r komplexen Z u sammenhänge der Biodiversität . Dabei werden die genetische, die Arten -und die Ökosystemebene betrachtet und zugleich die zentrale Bedeutung des ökosystemaren Ansatzes für sämtliche Naturschutzmaßnahmen herausgestellt.Im Lehrangebot werden folgende Inhalte adressiert : – D ie aktuelle Orga nisation des Naturschutzes in Deutschland , eingebettet in historischen Entwicklung en , nationale Gesetze und internationale sowie europäische Vorgaben . – Methoden zur Erfassung und Bewertung naturschutzfachlicher Fragestellungen , einschließlich der Ergebnisse der methodischen Bewertung im Kontext der vielfältigen Werte der Natur . Dabei werden biologischen Vielfalt ,Ökosystemfunktionen und -leistungen sowie die Perspektive de s IPBES (2022) berücksichtigt . – Das methodische und praktische Vorgehen verschiedener Verwaltungsebenen sowie die Rolle des eh renamtlichen Naturschutzes in der Praxis . – Die Analyse und Diskussion konkreter, aktueller und regionaler Beispiele, um eine praxisnahe Ausbildung zu fördern. In den Masterstudiengängen (v.a. Nachhaltige Regionalentwicklung) baut die Lehre auf den Bachelorprogrammen auf. Hier steht die Verknüpfung von Biodiversitätsschutz nach dem ökosystemaren Ansatz mit gesellschaftlichem Handeln im Mittelpunkt. zu setzen. Dies e rfordert eine interdisziplinäre Perspektive, die durch gemeinsame Modulbetreuungen und Projektarbeiten gefördert wird . Zudem werden internationalen Herausforderungen adressiert -in Kooperation mit der Parallelprofessur am Department Wald – Holz – Umwelt. Um die genannten Ziele zu erreichen, müssen die Inhalte der aktuellen Module – in denen die Professur für die Lehre vorgesehen ist – regelmäßig auf Aktualität, Relevanz und Querverbindungen zu benachbarten Fachgebieten überprüft werden. Besonders zu beachten ist dabei der Umgang mit und die zielführende Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI). Eine kritische Auseinandersetzung mit de n Möglichkeiten und Grenzen dieser Tools für Biodiversität und Naturschutz ist essenziell. Da der Einsatz von KI im Naturschutz zukünftig in allen relevanten Studiengängen an Bedeutung gewinnen wird, ist eine Überprüfung und Anpassung der Curricula mit Nat urschutzinhalten erforderlich.

Die HNEE setzt im Rahmen des Eberswalder Studienmodells eine Lehre um, welche die Entwicklung von Nachhaltigkeitskompetenzen adressiert. Es wird erwartet, dass die Lehre mit Blick auf dieses Zielbild aufgebaut und weiterentwi ckelt wird. Link HNEE_ Department Inhaltliche Fragen

Fragen zum Verfahren

      Fragen zur Gleichstellung

Jens.Pape@hnee.de

Berufungs.Management@hnee.de Gleichstellungsbeauftragte@hnee.de