Pastor Eberhard Hündling Verabschiedung Leer; Nach 18 Jahren im Amt
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Schepken Das Gemeindebrief der Ev.- ref. Kirchengemeinde Leer Nr. 237 · September - November 2026
leer.reformiert.de Lob und Dank Foto: G. Cramer
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„Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes ge- tan hat.“ Psalm 103, 2
Liebe Leserinnen und Leser!
Mit großen Schritten gehen wir auf den Herbst zu. Die Natur wird in den nächsten Wochen wieder ein farbenprächtiges Schauspiel bieten. Die Blätter der Bäume werden sich in den unterschiedlichsten Rottönen zeigen. Das wird wunderschön an- zuschauen sein. Auf den Äckern und in den Gärten werden viele Früchte geerntet werden, die lecker schme- cken und gesund sind.
Ohne das Heranreifen dessen, was in der Natur wächst, könnten wir gar nicht existieren. All das, was wir zum Leben brauchen, wird uns durch Gott, unseren Schöpfer, ge- schenkt. Nichts ist selbstverständ- lich, alles ist im Letzten Geschenk. Die Früchte, mit denen wir die Kir- chen zum Erntedankgottesdienst schmücken, sind sichtbare Zeichen der Güte und Treue Gottes.
Wenn wir Erntedank feiern, dann danken wir nicht nur für die Nah- rung, die uns offensichtlich ge- schenkt wird, sondern wir danken auch für alles, was uns der Vater im Himmel darüber hinaus gibt: Ein Zuhause, eine Familie, liebe Men- schen, die es gut mit uns meinen, Lachen, Trost, Gesundheit, Medika- mente im Falle einer Krankheit, Zu- spruch im Glauben, eine weltweite Kirche, Zukunft in Jesus Christus und noch viel, viel mehr.
Der Psalmbeter hat, als ihm das klar wurde, dass nichts im Leben selbstverständlich ist, angefangen Gott zu loben und die berühmten Worte geschrieben: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes ge- tan hat.“ Mit diesem Lob stellt er die Welt in den großen Horizont Gottes. Und indem er Gott lobt, wird sein Herz weit und von Glück erfüllt.
Sich in den Horizont Gottes zu stel- len macht unser Leben nicht ärmer, sondern reicher und fröhlicher. Wir haben allen Grund Erntedank zu feiern.
Gebet
Lieber Vater im Himmel, danke, dass Du uns durch die Natur so reich beschenkst. Danke für alle guten Gaben. Danke für das Essen, für die Klei- dung und für unser Zuhause. Danke, dass du durch dein Wort zu uns sprichst. Danke, dass du uns durch Jesus Christus mit dir versöhnst. Danke, dass du immer bei uns bist. Amen
Eberhard Hündling
Himmel, Erde, Luft und Meer Zeugen von des Schöpfers Ehr; meine Seele, singe du, bring auch jetzt dein Lob herzu. EG 504
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Das Thema
Liebe Leser:innen,
endlich ist der neue Gemeindebrief fertig layoutet und kann ein letztes Mal in die Korrektur. Und diese Aus- gabe ist fast schon ein Buch gewor- den: So Vieles aus 18 Jahren mit Eberhard und Gudrun Hündling wollten wir aufnehmen, um noch einmal dankbar zurück zu schauen. (Und doch können wir hier nur ei- nen Bruchteil zeigen…) Der Drucktermin wurde extra ver- schoben, damit Eindrücke des Ge- meindefestes am 16.8. ihren Platz finden konnten, Conny Plenter und andere sind stundenlang in ihre Foto-Archive eingetaucht und ha- ben Schätze gehoben, es wurde fleißig geschrieben, nachgedacht, geplant, umgeschrieben und vor allen Dingen - möglichst viel ge- heim gehalten…
Der Abschied darf dieses Mal auch das Heft durcheinanderwirbeln: Di- rekt nach dem Bericht aus dem Kir- chenrat und drei Einladungen zu tollen Veranstaltungen unserer Ge- meinde finden Sie einen großen Rückblick, der zum Loben und Dan- ken einlädt. Tauchen Sie noch ein- mal ein in 18 Jahre Eberhard Hünd- ling in der reformierten Gemeinde Leer.
Im Anschluss an den Predigtplan in der Heftmitte finden Sie die Termi- ne, Gruppen und Kreise sowie viele weitere spannende Berichte und Einladungen aus unserer Gemeinde.
In einer neuen Serie möchten wir Ihnen die Prediger:innen in der re- formierten Gemeinde Leer vorstel- len. Ein Blick auf den Predigtplan zeigt, wie groß der Reichtum auch an dieser Stelle ist.
Zu guter Letzt eine persönliche Er- innerung an den Gottesdienst Kom- pakt, die ich mit Ihnen teilen möch- te: Eine Freundin hatte uns eingeladen „Kommt doch mal mit, das ist total nett dort.“ Aus diesem Mitkommen wurde eine regelmäßige Teilnahme, unsere Kinder wurden im ‘Kompakt‘ groß und schließlich mündete die Begeisterung in den Satz „Mama, du musst jetzt immer am Kompakt- Sonntag Orgel bei den Großen spie- len, damit du hinterher mit uns zum Gottesdienst Kompakt gehen kannst!“ Was kann einer Gemeinde denn Besseres passieren, als dass die Kleinen einfordern, mit zu dürfen?!
Für die Gemeindebriefredaktion Ulrike Aldag
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Aus dem Kirchenrat Wir sind zuversichtlich, dass wir auf diesem Weg gute Lösungen finden können, damit Heisfelde und Nüt- termoor auch in Zukunft verlässlich pastoral begleitet werden.
Bitte lesen Sie auch die Berichte zur Verabschiedung von Pastor Eberhard Hündling, den wir nach vielen Jahren engagierten Dienstes in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet haben. Für seinen neuen Lebensabschnitt wünschen wir ihm von Herzen Gottes Segen, Gesundheit und viele gute, erfüllte Momente!
Hat das nächtliche Läuten unse- rer Kirchenglocken auch Sie ge- weckt? Dann bitten wir Sie herzlich um Entschuldigung. Als deutlich wurde, dass die Glocken mitten in der Nacht nicht mehr aufhören wollten zu läuten, sind mein Mann und ich ganz schnell in den Kirch- turm geeilt, damit wieder Ruhe ein- kehren konnte. Über den unge- wöhnlichen Vorfall wurde auch in der örtlichen Presse berichtet (OZ, 16. bzw. 20.7.). Was genau das Läuten ausgelöst hat, ließ sich nicht eindeutig feststellen. Die Schaltuhr wurde inzwischen überprüft und neu eingestellt. Wir hoffen sehr, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt, und danken Ihnen herz- lich für Ihr Verständnis. Wir hoffen, dass Sie die Sommer- zeit trotzdem genießen konnten und erholt in die kommenden Wo- chen gehen.
Mit herzlichen Grüßen Ihre Imke Boelen Bericht der Vorsitzenden
Liebe Gemeindemitglieder, nach der Urlaubszeit möchten wir Ihnen gern einen kleinen Einblick in das geben, was uns als Kirchenge- meinde in den vergangenen Wo- chen beschäftigt hat.
In den Sommermonaten war es in unserer Gemeinde etwas ruhiger: Viele waren verreist, und auch un- sere Gruppen haben eine wohlver- diente Sommerpause eingelegt. Dennoch gab es einige Ereignisse, auf die wir gemeinsam zurückbli- cken möchten.
Kurz vor Beginn der Sommerferien fand in Heisfelde die Gemeinde- versammlung statt, an der rund 60 Personen teilnahmen. Der Kirchenrat berichtete aus seiner Arbeit, gab einen Rückblick auf wichtige Entwicklungen des vergan- genen Jahres und sprach über The- men, die uns aktuell bewegen und in Zukunft weiter begleiten werden.
Eine wichtige Frage war natürlich: Wie wird es in Heisfelde weiter- gehen? Unser Wunsch ist es, dass der Seel- sorgebezirk Heisfelde und die Ge- meinde Nüttermoor in den kom- menden Jahren noch enger zusam- menwachsen. Gemeinsam mit der Landeskirche prüfen wir derzeit die Möglichkeit einer projektbezogenen pastoralen Versorgung. Sie soll dabei helfen, ein gemeinsames Profil zu entwi- ckeln und die kirchliche Arbeit vor Ort lebendig und verlässlich weiter- zuführen.
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Aus dem Kirchenrat
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Festgottesdienst Schlaglichter aus 500 Jahren reformierter Geschichte in Leer
Im Gottesdienst am 13. Septem- ber in der Großen Kirche stellt die kleine Arbeitsgruppe Kirchenge- schichte das Magazin „Kirche gibt Raum“ zur 500jährigen Geschichte der Reformierten in Leer vor. Es geht um Lübbert Kanz, den ersten evangelischen Prediger in Leer, um die Schulen in der Trägerschaft der reformierten Gemeinde und um die Fürsorge für Arme und Bedürftige. Aber auch Unfrieden in der Ge- meinde kommt zur Sprache, so der heftige Streit zwischen Deutschen Christen und Bekennender Kirche während der Naziherrschaft.
Nach dem Gottesdienst bleibt die Große Kirche bis zum späten Nach- mittag offen für Gottesdienstbesu- cher und Gäste. Sie haben dann Gelegenheit, sich in Ruhe Exponate aus der Geschichte der Gemeinde anzusehen. Gezeigt werden unter anderem ein Abendmahlsbecher aus dem Jahr 1588 und ein Brottel- ler aus dem Jahr 1668 sowie eine silberne Taufschale, die anläss- lich der Ein- weihung der Großen Kir- che gespen- det wurde. Die Diakonie der Gemein- de wird sichtbar anhand einer alten Sam- melbüchse und an Stiftungstafeln, die an große Spenden für die Kirche und für die Armen der Gemeinde erinnern. Gefallenengedenktafeln für die Opfer mehrerer Kriege zei- gen den Patriotismus am Ende des 19. Jahrhunderts ebenso wie das unbeschreibliche Leid, das der Zweite Weltkrieg auch in der Ge- meinde in Leer hinterließ.
„Wir freuen uns über das schöne Magazin zur 500jährigen Geschichte unserer Gemeinde. Denn es ist gut und wichtig, die eigene Geschichte zu kennen. Aber der Blick in Ver- gangenheit ersetzt nicht das Bemü- hen um die Zukunft einer lebendi- gen Gemeinde“, so Imke Boelen für den Kirchenrat: „Im Bewusstsein unserer Geschichte wollen wir Be- währtes bewahren, und wir trauen uns, Neues zu wagen – mit Offen- heit, Fantasie und sehr viel Gottver- trauen.“ Diese Stiftungstafel aus dem Jahr 1790 erinnert an eine Stiftung des Herrn Arend Arends über 3.000 Gulden für die Gasthauskasse, die Diakonie und die Kirchengemeinde. Tag des offenen Denkmals 10.00 Uhr Gottesdienst in der Großen Kirche 11.30 - 17.00 Uhr Offene Kirche mit Ausstellung historischer Exponate Offene Krypta und Führungen über den Friedhof Westerende 15.00 Uhr Reformierter Leer-Gang Das Coffee-Bike kommt vorbei. Foto: G. Cramer
8 Lobe den Herrn,… Liebe Gemeindeglieder, alles hat seine Zeit, so heißt es im Predigerbuch im Alten Testament – und nun geht unsere Zeit in den Kirchengemeinden Leer und Nütter- moor zu Ende. Mit dem Eintritt in den Ruhestand heißt es für meine Frau Gudrun und für mich, Ab- schied zu nehmen. Das fällt uns gar nicht so leicht, weil im Laufe der Jahre doch viele Kontakte und per- sönliche Verbindungen gewachsen sind.
Als wir damals im Sommer 2008 nach Leer kamen und das Pfarrhaus in Heisfelde bezogen, wurden wir zusammen mit unseren Kindern herzlich aufgenommen. Dankbar sind wir für die vielen Begegnungen durch all die Jahre hindurch, die unser Leben sehr bereichert haben. Es hat viel Freude gemacht, mit Menschen aller Altersgruppen im Austausch zu stehen und Gemeinde gestalten zu dürfen.
Rückblickend möchte ich sagen, dass es für mich immer etwas Beson- deres gewe- sen ist, den Kindern in unserem Kin- dergarten Geschichten aus der Bibel zu erzählen, die Konfir- manden im Gemeinde- haus oder die Jugendlichen in der Schule zu unterrichten, Got- tesdienste mit Jung und Alt zu fei- ern, in den verschiedensten Krei- sen über das Wort Gottes zu spre- chen, Kranke und Gesunde zu be- suchen, Freizeiten auf Borkum und anderswo zu machen und, und, und …
Ein zentrales Anliegen war und ist mir die christusbezogene Ausle- gung des Wortes Gottes, orientiert an der gelebten Barmherzigkeit Jesu. Ich empfinde es als ein be- sonderes Vorrecht, Menschen be- zeugen zu dürfen, dass die Liebe Christi ihnen ganz persönlich gilt. Freuen würde es mich, wenn man- che oder mancher die seelsorgerli- che Begleitung – bei Taufen, Trau- ungen, Beerdigungen und in ande- ren Lebenssituationen - als hilfreich erlebt hat.
Besonders am Herzen lag mir auch das Miteinander in der Ökumene.
Fotos: C. Plenter
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...meine Seele...
Die gute und vertrauensvolle Zu- sammenarbeit mit der Paulusge- meinde, den weiteren Kirchen vor Ort und in der ACK sowie in der Evangelischen Allianz wird in be- sonderer Erinnerung bleiben.
Ein herzlicher Dank gilt den vielen lieben Menschen, von dene