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title: "Pastor Eberhard Hündling Verabschiedung Leer; Nach 18 Jahren im Amt"
sdDatePublished: "2026-08-19T14:29:00Z"
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  - "Göttingen"
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  - "Freren"
  - "Münster"
  - "Ukraine"
  - "Kosovo"
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Pastor Eberhard Hündling Verabschiedung Leer; Nach 18 Jahren im Amt

1

Schepken
Das
Gemeindebrief der Ev.- ref. Kirchengemeinde Leer
Nr. 237 · September - November 2026

leer.reformiert.de
 Lob und Dank
Foto: G. Cramer

2
 Das Wort

„Lobe den Herrn, meine Seele, und
vergiss nicht, was er dir Gutes ge-
tan hat.“
Psalm 103, 2

Liebe Leserinnen und Leser!

Mit großen Schritten gehen wir auf
den Herbst zu. Die Natur wird in
den nächsten Wochen wieder ein
farbenprächtiges Schauspiel bieten.
Die Blätter der Bäume werden sich
in den unterschiedlichsten Rottönen
zeigen. Das wird wunderschön an-
zuschauen sein. Auf den Äckern und
in den Gärten werden viele Früchte
geerntet werden, die lecker schme-
cken und gesund sind.

Ohne das Heranreifen dessen, was
in der Natur wächst, könnten wir
gar nicht existieren. All das, was wir
zum Leben brauchen, wird uns
durch Gott, unseren Schöpfer, ge-
schenkt. Nichts ist selbstverständ-
lich, alles ist im Letzten Geschenk.
Die Früchte, mit denen wir die Kir-
chen
zum
Erntedankgottesdienst
schmücken, sind sichtbare Zeichen
der Güte und Treue Gottes.

Wenn wir Erntedank feiern, dann
danken wir nicht nur für die Nah-
rung, die uns offensichtlich ge-
schenkt wird, sondern wir danken
auch für alles, was uns der Vater im
Himmel darüber hinaus gibt: Ein
Zuhause, eine Familie, liebe Men-
schen, die es gut mit uns meinen,
Lachen, Trost, Gesundheit, Medika-
mente im Falle einer Krankheit, Zu-
spruch im Glauben, eine weltweite
Kirche, Zukunft in Jesus Christus
und noch viel, viel mehr.

Der Psalmbeter hat, als ihm das
klar wurde, dass nichts im Leben
selbstverständlich ist, angefangen
Gott zu loben und die berühmten
Worte geschrieben:
„Lobe den Herrn, meine Seele, und
vergiss nicht, was er dir Gutes ge-
tan hat.“
Mit diesem Lob stellt er die Welt in
den großen Horizont Gottes. Und
indem er Gott lobt, wird sein Herz
weit und von Glück erfüllt.

Sich in den Horizont Gottes zu stel-
len macht unser Leben nicht ärmer,
sondern reicher und fröhlicher. Wir
haben allen Grund Erntedank zu
feiern.

Gebet

Lieber Vater im Himmel,
danke, dass Du uns durch die Natur
so reich beschenkst.
Danke für alle guten Gaben.
Danke für das Essen, für die Klei-
dung und für unser Zuhause.
Danke, dass du durch dein Wort zu
uns sprichst.
Danke, dass du uns durch Jesus
Christus mit dir versöhnst.
Danke, dass du immer bei uns bist.
Amen

Eberhard Hündling

Himmel, Erde, Luft und Meer
Zeugen von des Schöpfers Ehr;
meine Seele, singe du,
bring auch jetzt dein Lob herzu.
EG 504

3

Das Thema

Liebe Leser:innen,

endlich ist der neue Gemeindebrief
fertig layoutet und kann ein letztes
Mal in die Korrektur. Und diese Aus-
gabe ist fast schon ein Buch gewor-
den: So Vieles aus 18 Jahren mit
Eberhard
und
Gudrun
Hündling
wollten wir aufnehmen, um noch
einmal dankbar zurück zu schauen.
(Und doch können wir hier nur ei-
nen Bruchteil zeigen…)
Der Drucktermin wurde extra ver-
schoben, damit Eindrücke des Ge-
meindefestes am 16.8. ihren Platz
finden konnten, Conny Plenter und
andere sind stundenlang in ihre
Foto-Archive eingetaucht und ha-
ben Schätze gehoben, es wurde
fleißig geschrieben, nachgedacht,
geplant, umgeschrieben und vor
allen Dingen - möglichst viel ge-
heim gehalten…

Der Abschied darf dieses Mal auch
das Heft durcheinanderwirbeln: Di-
rekt nach dem Bericht aus dem Kir-
chenrat und drei Einladungen zu
tollen Veranstaltungen unserer Ge-
meinde finden Sie einen großen
Rückblick, der zum Loben und Dan-
ken einlädt. Tauchen Sie noch ein-
mal ein in 18 Jahre Eberhard Hünd-
ling in der reformierten Gemeinde
Leer.

Im Anschluss an den Predigtplan in
der Heftmitte finden Sie die Termi-
ne, Gruppen und Kreise sowie viele
weitere spannende Berichte und
Einladungen aus unserer Gemeinde.

In einer neuen Serie möchten wir
Ihnen die Prediger:innen in der re-
formierten Gemeinde Leer vorstel-
len. Ein Blick auf den Predigtplan
zeigt, wie groß der Reichtum auch
an dieser Stelle ist.

Zu guter Letzt eine persönliche Er-
innerung an den Gottesdienst Kom-
pakt, die ich mit Ihnen teilen möch-
te:
Eine Freundin hatte uns eingeladen
„Kommt doch mal mit, das ist total
nett dort.“ Aus diesem Mitkommen
wurde eine regelmäßige Teilnahme,
unsere Kinder wurden im ‘Kompakt‘
groß und schließlich mündete die
Begeisterung in den Satz „Mama,
du musst jetzt immer am Kompakt-
Sonntag Orgel bei den Großen spie-
len, damit du hinterher mit uns
zum Gottesdienst Kompakt gehen
kannst!“
Was kann einer Gemeinde denn
Besseres passieren, als dass die
Kleinen einfordern, mit zu dürfen?!

Für die Gemeindebriefredaktion
Ulrike Aldag

4

Aus dem Kirchenrat
Wir sind zuversichtlich, dass wir auf
diesem Weg gute Lösungen finden
können, damit Heisfelde und Nüt-
termoor auch in Zukunft verlässlich
pastoral begleitet werden.

Bitte lesen Sie auch die Berichte
zur Verabschiedung von Pastor
Eberhard Hündling, den wir nach
vielen Jahren engagierten Dienstes
in den wohlverdienten Ruhestand
verabschiedet haben. Für seinen
neuen Lebensabschnitt wünschen
wir ihm von Herzen Gottes Segen,
Gesundheit und viele gute, erfüllte
Momente!

Hat das nächtliche Läuten unse-
rer Kirchenglocken auch Sie ge-
weckt? Dann bitten wir Sie herzlich
um Entschuldigung. Als deutlich
wurde, dass die Glocken mitten in
der Nacht nicht mehr aufhören
wollten zu läuten, sind mein Mann
und ich ganz schnell in den Kirch-
turm geeilt, damit wieder Ruhe ein-
kehren konnte. Über den unge-
wöhnlichen Vorfall wurde auch in
der örtlichen Presse berichtet (OZ,
16. bzw. 20.7.). Was genau das
Läuten ausgelöst hat, ließ sich nicht
eindeutig feststellen. Die Schaltuhr
wurde inzwischen überprüft und
neu eingestellt. Wir hoffen sehr,
dass sich ein solcher Vorfall nicht
wiederholt, und danken Ihnen herz-
lich für Ihr Verständnis.
Wir hoffen, dass Sie die Sommer-
zeit trotzdem genießen konnten
und erholt in die kommenden Wo-
chen gehen.

Mit herzlichen Grüßen
Ihre Imke Boelen
Bericht der Vorsitzenden

Liebe Gemeindemitglieder,
nach der Urlaubszeit möchten wir
Ihnen gern einen kleinen Einblick in
das geben, was uns als Kirchenge-
meinde in den vergangenen Wo-
chen beschäftigt hat.

In den Sommermonaten war es in
unserer Gemeinde etwas ruhiger:
Viele waren verreist, und auch un-
sere Gruppen haben eine wohlver-
diente
Sommerpause
eingelegt.
Dennoch gab es einige Ereignisse,
auf die wir gemeinsam zurückbli-
cken möchten.

Kurz vor Beginn der Sommerferien
fand in Heisfelde die Gemeinde-
versammlung
 statt,
an
der
rund 60 Personen teilnahmen. Der
Kirchenrat berichtete aus seiner
Arbeit, gab einen Rückblick auf
wichtige Entwicklungen des vergan-
genen Jahres und sprach über The-
men, die uns aktuell bewegen und
in Zukunft weiter begleiten werden.

Eine wichtige Frage war natürlich:
Wie wird es in Heisfelde weiter-
gehen?
Unser Wunsch ist es, dass der Seel-
sorgebezirk Heisfelde und die Ge-
meinde Nüttermoor in den kom-
menden Jahren noch enger zusam-
menwachsen.
Gemeinsam mit der Landeskirche
prüfen wir derzeit die Möglichkeit
einer projektbezogenen pastoralen
Versorgung. Sie soll dabei helfen,
ein gemeinsames Profil zu entwi-
ckeln und die kirchliche Arbeit vor
Ort lebendig und verlässlich weiter-
zuführen.

5

Aus dem Kirchenrat

6
 Konzert

7

Festgottesdienst
Schlaglichter aus 500 Jahren
reformierter Geschichte in Leer

Im Gottesdienst am 13. Septem-
ber in der Großen Kirche stellt die
kleine
Arbeitsgruppe
Kirchenge-
schichte das Magazin „Kirche gibt
Raum“ zur 500jährigen Geschichte
der Reformierten in Leer vor. Es
geht um Lübbert Kanz, den ersten
evangelischen Prediger in Leer, um
die Schulen in der Trägerschaft der
reformierten Gemeinde und um die
Fürsorge für Arme und Bedürftige.
Aber auch Unfrieden in der Ge-
meinde kommt zur Sprache, so der
heftige Streit zwischen Deutschen
Christen und Bekennender Kirche
während der Naziherrschaft.

Nach dem Gottesdienst bleibt die
Große Kirche bis zum späten Nach-
mittag offen für Gottesdienstbesu-
cher und Gäste. Sie haben dann
Gelegenheit, sich in Ruhe Exponate
aus der Geschichte der Gemeinde
anzusehen. Gezeigt werden unter
anderem
ein
Abendmahlsbecher
aus dem Jahr 1588 und ein Brottel-
ler aus dem
Jahr
1668
sowie
eine
silberne
Taufschale,
die
anläss-
lich der Ein-
weihung der
Großen
Kir-
che gespen-
det
wurde.
Die Diakonie
der Gemein-
de
wird
sichtbar anhand einer alten Sam-
melbüchse und an Stiftungstafeln,
die an große Spenden für die Kirche
und für die Armen der Gemeinde
erinnern.
Gefallenengedenktafeln
für die Opfer mehrerer Kriege zei-
gen den Patriotismus am Ende des
19. Jahrhunderts ebenso wie das
unbeschreibliche
Leid,
das
der
Zweite Weltkrieg auch in der Ge-
meinde in Leer hinterließ.

„Wir freuen uns über das schöne
Magazin zur 500jährigen Geschichte
unserer Gemeinde. Denn es ist gut
und wichtig, die eigene Geschichte
zu kennen. Aber der Blick in Ver-
gangenheit ersetzt nicht das Bemü-
hen um die Zukunft einer lebendi-
gen Gemeinde“, so Imke Boelen für
den Kirchenrat: „Im Bewusstsein
unserer Geschichte wollen wir Be-
währtes bewahren, und wir trauen
uns, Neues zu wagen – mit Offen-
heit, Fantasie und sehr viel Gottver-
trauen.“
Diese Stiftungstafel aus dem Jahr 1790 erinnert
an eine Stiftung des Herrn Arend Arends über
3.000 Gulden für die Gasthauskasse, die Diakonie
und die Kirchengemeinde.
Tag des offenen Denkmals
10.00 Uhr Gottesdienst
in der Großen Kirche
11.30 - 17.00 Uhr
Offene Kirche mit Ausstellung
historischer Exponate
Offene Krypta und Führungen
über den Friedhof Westerende
15.00 Uhr
Reformierter Leer-Gang
Das Coffee-Bike kommt vorbei.
Foto: G. Cramer

8
 Lobe den Herrn,...
Liebe Gemeindeglieder,
alles hat seine Zeit, so heißt es im
Predigerbuch im Alten Testament –
und nun geht unsere Zeit in den
Kirchengemeinden Leer und Nütter-
moor zu Ende. Mit dem Eintritt in
den Ruhestand heißt es für meine
Frau Gudrun und für mich, Ab-
schied zu nehmen. Das fällt uns gar
nicht so leicht, weil im Laufe der
Jahre doch viele Kontakte und per-
sönliche Verbindungen gewachsen
sind.

Als wir damals im Sommer 2008
nach Leer kamen und das Pfarrhaus
in Heisfelde bezogen, wurden wir
zusammen mit unseren Kindern
herzlich
aufgenommen.
Dankbar
sind wir für die vielen Begegnungen
durch all die Jahre hindurch, die
unser Leben sehr bereichert haben.
Es hat viel Freude gemacht, mit
Menschen aller Altersgruppen im
Austausch zu stehen und Gemeinde
gestalten zu dürfen.

Rückblickend möchte ich sagen,
dass
es
für
mich
immer
etwas Beson-
deres
gewe-
sen ist, den
Kindern
in
unserem Kin-
dergarten
Geschichten
aus der Bibel
zu
erzählen,
die
Konfir-
manden
im
Gemeinde-
haus oder die
Jugendlichen
in der Schule zu unterrichten, Got-
tesdienste mit Jung und Alt zu fei-
ern, in den verschiedensten Krei-
sen über das Wort Gottes zu spre-
chen, Kranke und Gesunde zu be-
suchen, Freizeiten auf Borkum und
anderswo zu machen und, und,
und …

Ein zentrales Anliegen war und ist
mir die christusbezogene Ausle-
gung des Wortes Gottes, orientiert
an der gelebten Barmherzigkeit
Jesu. Ich empfinde es als ein be-
sonderes Vorrecht, Menschen be-
zeugen zu dürfen, dass die Liebe
Christi ihnen ganz persönlich gilt.
Freuen würde es mich, wenn man-
che oder mancher die seelsorgerli-
che Begleitung – bei Taufen, Trau-
ungen, Beerdigungen und in ande-
ren Lebenssituationen - als hilfreich
erlebt hat.

Besonders am Herzen lag mir auch
das Miteinander in der Ökumene.

Fotos: C. Plenter

9

                     ...meine Seele...
Die gute und vertrauensvolle Zu-
sammenarbeit mit der Paulusge-
meinde, den weiteren Kirchen vor
Ort und in der ACK sowie in der
Evangelischen Allianz wird in be-
sonderer Erinnerung bleiben.

Ein herzlicher Dank gilt den vielen
lieben Menschen, von dene