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title: "Niedersachsen Bildung 2025 in Europa; Hochschulabschlussanteil 33,0% 2025"
sdDatePublished: "2026-08-19T08:09:00Z"
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Niedersachsen Bildung 2025 in Europa; Hochschulabschlussanteil 33,0% 2025

Niedersachsen in Europa– Teil 2: Bildung 2025 - Statistisch gesehen

Niedersachsen in Europa– Teil 2: Bildung 2025

Anhand ausgewählter Kennzahlen im Themenbereich Bildung zeigt dieser Beitrag die Position Niedersachsens und seiner Statistischen Regionen im Vergleich zu den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Betrachtet werden der Anteil früher Schulabgängerinnen und -abgänger sowie der Anteil von Personen mit höheren Bildungsabschlüssen im Jahr 2025.

Die Themen Bevölkerung sowie Wirtschaft und Arbeitsmarkt werden in weiteren Teilen dieser Reihe behandelt.

Im Überblick: Niedersachsens Bildung 2025

Der Anteil der frühen Schulabgängerinnen und Schulabgänger an der gleichaltrigen Bevölkerung ist im Vergleich 2025 zu 2020 um 4,5 Prozentpunkte gestiegen und liegt mit 14,3% über dem Durchschnitt der EU-27-Staaten.

Über einen höheren Bildungsabschluss verfügten 83,9% der 25- bis 64-Jährigen Personen.

Um 5,2 Prozentpunkte auf 33,0% stieg der Anteil der Personen mit einem Hochschulabschluss 2025 gegenüber 2020.

Anteil früher Schulabgängerinnen und Schulabgänger in Niedersachsen gestiegen

Hohe Bildungsabschlüsse sind eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Übergang vom Bildungssystem in das Erwerbsleben und spielen gleichzeitig eine wichtige Rolle für die Teilhabe am Arbeitsmarkt. Der Anteil früher Schulabgängerinnen und Schulabgänger an der gleichaltrigen Bevölkerung gilt daher als zentraler Indikator für die Wettbewerbsfähigkeit einer Region im internationalen Vergleich. Als Leitlinie wurde EU-weit im Strategischen Rahmen für die europäische Zusammenarbeit im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung bis zum Jahr 2030 ein Zielwert von unter 9% festgelegt.

Was sind frühe Schulabgängerinnen und Schulabgänger?

Im Vergleich der EU-Mitgliedstaaten wies dieser Indikator 2025 eine sehr hohe Spanne auf, wobei neun Staaten weiterhin über dem Zielwert von 9% lagen (vgl. Tabelle T1 sowie Abbildung A1). Die höchsten Werte verzeichneten

Niedersachsen lag mit einem Wert von 14,3% wie in den Vorjahren weit oben. Im Vergleich dazu wiesen Kroatien (2,1%), Griechenland (3,0%) und Irland (3,6%) deutlich niedrigere Werte auf. In der EU-27 ging der Anteil der frühen Schulabgängerinnen und Schulabgänger im Jahr 2025 gegenüber 2020 um 0,9 Prozentpunkte auf 9,1% zurück. Sowohl Niedersachsen (+4,5 Prozentpunkte) als auch Deutschland (+3,0 Prozentpunkte) verzeichneten in diesem Zeitraum einen Anstieg und entfernten sich weiter vom Zielwert. In 17 Staaten war in diesem Zeitraum ein Rückgang des Wertes zu beobachten, am deutlichsten in Italien mit einem Minus von 6,0 Prozentpunkten.

Bildungsniveau in Deutschland und Niedersachsen insgesamt über dem EU-Durchschnitt

36,9% der Frauen und Männer im Alter von 25 bis 64 Jahren verfügten in der Europäischen Union 2025 über einen tertiären Bildungsabschluss 1 Tertiäre Abschlüsse (ISCED-Level 5 bis 8) können in Deutschland an Hochschulen und Fachhochschulen sowie an Verwaltungshochschulen, Berufs- und Fachakademien, Fachschulen und Schulen des Gesundheitswesens erworben werden. (vgl. Tabelle T1 und Abbildung A2). Dabei reichte die Spannweite in der EU-27 von 58,7% in Irland bis 19,5% in Rumänien. In Deutschland betrug der Anteil der Menschen mit tertiären Bildungsabschlüssen 2025 35,4% und in Niedersachsen 33,0%.

Der Anteil ist in der EU-27 mit Ausnahme von Finnland (-4,8 Prozentpunkte) und Slowenien (-0,8 Prozentpunkte) in allen EU-Staaten im Vergleich zu 2020 gestiegen. Irland verzeichnetet mit einem Plus von 8,8 Prozentpunkten den größten Anstieg, gefolgt von Luxemburg mit 8,4 Prozentpunkten. Der Anteil der Personen mit tertiärem Bildungsabschluss ist zwischen 2020 und 2025 in Niedersachsen insgesamt um 5,2 Prozentpunkte gestiegen.

Unterschiede in den Statistischen Regionen

Auf Ebene der Statistischen Regionen zeigten sich ebenfalls Unterschiede. Den stärksten Zuwachs verzeichnete die Statistische Region Hannover mit 7,2 Prozentpunkten, gefolgt von der Statistischen Region Weser-Ems (+5,8 Prozentpunkte) und der Statistischen Region Lüneburg (+4,7 Prozentpunkte). In der Statistischen Region Braunschweig fiel der Anstieg mit 2,9 Prozentpunkten am geringsten aus.

Fachausbildungen und Abschlüsse von Berufsfachschulen nicht berücksichtigt

Die unterdurchschnittlichen Anteile dieses Bildungsniveaus in Deutschland und Niedersachsen bedürfen einer näheren Betrachtung, da in den Zahlen der tertiären Bildungsabschlüsse der EU die postsekundaren nicht-tertiären Abschlüsse 2 Postsekundare nicht-tertiäre Bildungsabschlüsse (ISCED-Level 4) sind dadurch gekennzeichnet, dass zwei Abschlüsse des Sekundarbereichs II nacheinander oder auch gleichzeitig erworben werden, zum Beispiel zunächst ein Abitur und im Anschluss eine Lehrausbildung. Eurostat veröffentlicht diese Abschlüsse nur zusammen mit dem Sekundarbereich II (ISCED-Level 3). unberücksichtigt bleiben. Dazu zählen unter anderem Abschlüsse von Berufsfachschulen und weitere „Fachausbildungen“. Im deutschen Bildungswesen spielen diese Abschlüsse im Vergleich zu der EU-27 eine erheblich wichtigere Rolle: Im Jahr 2024 hatten in Deutschland 13,4% und in Niedersachsen 14,8% der 25- bis 64-Jährigen einen postsekundaren nicht-tertiären Abschluss. 3 Quellen für Bildungsabschlüsse der deutschen Bundesländer: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich, 2025, Tabelle A1.1a (Erstergebnisse des Mikrozensus 2024).

Bildungsabschlüsse mit ISCED-Level 3­ bis 4 rückläufig

Im EU-weiten Vergleich der Bildungsabschlüsse Sekundarbereich II und postsekundarer, nicht-tertiärer Bereich (ISCED-Level 3 bis 4) lagen Niedersachsen mit 50,9% und Deutschland mit 50,4% 2025 über dem Durchschnitt der EU-Mitgliedstaaten von 44,3% (vgl. Tabelle T1 und Abbildung A3). Wie auch bei den tertiären Bildungsabschlüssen war die Spannweite in der EU-27 sehr groß und reichte von 65,7% in Tschechien bis 23,0% in Spanien.

Anders als bei den tertiären Bildungsabschlüssen verzeichnete die Mehrzahl der Staaten im Vergleich 2025 zu 2020 einen Rückgang der Anteile mit Bildungsabschluss ISCED-Level 3 bis 4. Mit einem Rückgang von 5,4 Prozentpunkten sank der Anteil in Litauen am stärksten, gefolgt von Polen (-5,1 Prozentpunkte) und Deutschland (-4,1 Prozentpunkte). Niedersachsen lag mit einem Rückgang von 4,8 Prozentpunkten noch unter dem Wert der Bundesrepublik. Die größten Zuwächse verbuchten

Malta mit 3,6 Prozentpunkten und

Die Vielfältigkeit der Bildungssysteme zwischen den EU-Mitgliedstaaten kommt in der unterschiedlichen Verteilung der verschiedenen Bildungsabschlüsse zum Ausdruck. Insgesamt 81,2% der 25- bis 64-Jährigen in der EU wiesen 2025 einen höheren Bildungsabschluss (ISCED-Level 3 bis 8) auf (vgl. Abbildung A4). Deutschland lag mit 85,8% etwas über dem EU-Durchschnitt (Niedersachsen: 83,9%). Spitzenreiter waren Litauen (95,8%), Polen (94,9%) und die Tschechische Republik (94,4%). Das Schlusslicht war Portugal (64,3%) gefolgt von Spanien (65,4%) und Italien (67,0%).

Im EU‑Vergleich weist Niedersachsen weiterhin einen überdurchschnittlich hohen Anteil an frühen Schulabgängerinnen und Schulabgängern auf und überschreitet damit deutlich den angestrebten EU‑Zielwert. Bei den höheren Bildungsabschlüssen zeigt sich ein differenziertes Bild: Während der Anteil tertiärer Abschlüsse unter dem EU‑Durchschnitt liegt, ist der Anteil postsekundarer nicht‑tertiärer Abschlüsse vergleichsweise hoch. Insgesamt verfügen mehr als 80% der 25‑ bis 64‑Jährigen in Niedersachsen über einen höheren Bildungsabschluss und liegen damit leicht über dem EU‑Durchschnitt.

Weitere Infos zum Stand und der Entwicklung der Bildung in Niedersachsen sind auf den Seiten des Landesamtes für Statistik Niedersachsen zu finden.

Niedersachsen in Europa – Teil 1: Bevölkerung 2024

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1 Tertiäre Abschlüsse (ISCED-Level 5 bis 8) können in Deutschland an Hochschulen und Fachhochschulen sowie an Verwaltungshochschulen, Berufs- und Fachakademien, Fachschulen und Schulen des Gesundheitswesens erworben werden. ↩︎

2 Postsekundare nicht-tertiäre Bildungsabschlüsse (ISCED-Level 4) sind dadurch gekennzeichnet, dass zwei Abschlüsse des Sekundarbereichs II nacheinander oder auch gleichzeitig erworben werden, zum Beispiel zunächst ein Abitur und im Anschluss eine Lehrausbildung. Eurostat veröffentlicht diese Abschlüsse nur zusammen mit dem Sekundarbereich II (ISCED-Level 3). ↩︎

3 Quellen für Bildungsabschlüsse der deutschen Bundesländer: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich, 2025, Tabelle A1.1a (Erstergebnisse des Mikrozensus 2024). ↩︎

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