SWISS ROWING organisiert Coupe de la Jeunesse 2026 in Luzern (Rotsee); rund 500 Nachwuchsathleten aus 17 Nationen

Rückblick Coupe de la Jeunesse Luzern 2026 | Swissrowing

Rückblick Coupe de la Jeunesse Luzern 2026

Es waren drei aufregende Tage am Rotsee, an denen der Rudernachwuchs aus 17 europäischen Nationen zu Gast in Luzern war. Nach Monaten der Vorbereitung war es am 24. Juli soweit und SWISS ROWING konnte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Coupe de la Jeunesse mit einer feierlichen Eröffnung willkommen heissen. Wir haben Euch nochmal die schönsten Bilder von dieser fröhlichen und bunten Veranstaltung zusammengestellt und mit OK-Präsidentin Germaine Bauer einen kleinen Blick hinter die Kulissen geworfen.

Germaine, wenn Du drei Wochen nach dem Coupe de la Jeunesse auf den Anlass zurückblickst: Was bleibt dir persönlich am stärksten in Erinnerung? Die absolut tolle Stimmung unter Allen. Teilnehmende, Betreuer, Delegierte, Jury, Besucher und vor allem die Helfenden haben den Anlass als Gesamtes genossen und das auch mit viel Lob gezeigt. Nach anfänglichen frustrierenden Monaten, wo die Geldbeschaffung praktisch unmöglich schien, haben sich einige wenige, dafür aber umso wertvollere Gönner mit grosszügigen Spenden und Naturalleistungen (oder Reduktion von Kosten) gemeldet. Weiter konnten wir viele Clubs und Vereinigungen zur Übernahme von Patronaten gewinnen. Diese Unterstützung in einer Zeit, welche wirtschaftlich nicht einfach ist und viele Gönner

Sponsoren sich bereits für die WM 2027 auf dem Rotsee bekannt haben, bleibt mir gerne in Erinnerung

Was hat den Heim-Coupe aus Deiner Sicht besonders gemacht? Die Schweiz war in allen Bootsklassen vertreten und so konnten die Eltern aus allen Landesteilen ihren Nachwuchs auf dem Rotsee anfeuern. Dies hat neben dem Wetter zu einer sehr guten und familiären Stimmung rund um den Rotsee geführt.

Neben dem Schweizer Team waren 16 europäische Nationen und insgesamt rund 500 Nachwuchsathletinnen und -athleten in Luzern zu Gast. Was bedeutet ein solcher internationaler Anlass für den Schweizer Rudernachwuchs? Sich auf den Rotsee als Junior international messen zu können ist ein grosses Privileg, das sonst nur der Elite vorbehalten ist. Sich Zuhause präsentieren zu können, gibt dem Nachwuchs zusätzliche Motivation und ich glaube, dass dies Auftrieb für die weitere Ruderkarriere und unsere Nachwuchshoffnungen bringt.

Ein Anlass dieser Grösse lebt nicht nur von den Rennen, sondern auch von der Organisation im Hintergrund. Was waren aus Deiner Sicht die grössten Herausforderungen bei der Durchführung auf dem Rotsee? Wir waren innerhalb von fünf Wochen der dritte Anlass (nach Weltcup und SM) auf dem Rotsee und wie im Rudersport üblich, waren zum grossen Teil die gleichen Helferinnen und Helfer, Service Provider und Kernteams im Einsatz. Dies war eine sehr hohe Belastung für alle Beteiligten. Zudem ist sich der internationale Rudersport an die hohen Standards, welche die professionell geführte LRA für den Weltcup vorweisen kann, gewohnt. Wir haben jedoch aufgrund des massiv kleineren Budgets auf eine sehr schlanke Kernorganisation aus der Geschäftsstelle von SWISS ROWING gesetzt. Dies im Einklang mit den Vorgaben für den Coupe de la Jeunesse, welcher zum Glück darauf setzt, dass auch kleinere, weniger organisierte Nationen diesen Anlass durchführen können.

Wie wichtig waren dabei die zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfer? Und gab es einen Moment, in dem Du besonders gespürt hast, wie stark die Schweizer Ruderfamilie diesen Anlass getragen hat? Die zahlreichen Helferinnen und Helfer aber auch das OK Kernteam um Stefan Inglin waren für den Erfolg der Regatta unerlässlich. Wir konnten auf bewährte Kräfte, z.B. Siegerehrung und Speaker, aber auch zusätzliche Helferinnen aus dem Umkreis insbesondere der Zentralschweizer Clubs zählen. Dass wir als SWISS ROWING sämtliche Rennen gefahren sind, hat zur Unterstützung aus sämtlichen Landesteilen beigetragen und so auch z.B. für Catering und Gepäckaufbewahrung neue Helferkreise generiert.

Wenn Du einen Moment des Wochenendes auswählen müsstest, der sinnbildlich für den Coupe de la Jeunesse 2026 steht – welcher wäre es? Anlässlich der Eröffnungsfeier und des Interviews mit Roman Röösli durfte ich in wohl 750 erwartungsfrohe Gesichter blicken. Sie vereinte Teilnehmende, Familien, Freunde, Delegierte, Offizielle und Helferinnen und Helfer zu einer grossen Festgemeinde – ein Moment zum Geniessen.

Was nimmst Du persönlich aus der Organisation dieses internationalen Nachwuchsanlasses mit – und was würdest Du bei einer nächsten Austragung vielleicht anders machen? Die Organisation mit dem operationellen Kernteam um Stefan Inglin als OK Direktor und Nadine Odermatt als OK Administratorin aus der Geschäftsstelle in Sarnen und der strategischen Übersicht und Geldbeschaffung durch OK Präsidentin und SWISS ROWING Delegierten Sabine Horvath hat sehr gut harmoniert, bedeutete jedoch auch eine grosse Arbeitslast auf wenigen Schultern, hier wäre ein etwas grösseres Team sicher besser. Weiter fragen wir immer wieder die gleichen Kreise um finanzielle Unterstützung an – ein Vergrösserung dieser Basis und somit der Geldgeber ist unumgänglich. Für die Zukunft müsste jedoch auch die Terminplanung – nicht gerade ein Jahr vor einer WM am Rotsee und der Abstand zu SM – für eine neuerliche Bewerbung in Betracht gezogen werden.

( Weitere Fotos wurden an die Teamchefs aller Nationen versendet )

Best of – Bilder Coupe de la Jeunesse Luzern vom 23.–26. Juli 2026 (Jean-Michel Billy)