---
title: "US-Finanzministerium erhöht Rückkäufe langlaufender Anleihen in den USA; Rendite 30-jähriger Anleihen fiel deutlich."
sdDatePublished: "2026-08-20T07:09:00Z"
source: "https://www.bekb.ch/-/media/bekb/portal/documents/publikationen/marktkommentare/aktien-international.pdf?vs=2161\u0026sc_lang=de"
topics:
  - name: "stock activity"
    identifier: "medtop:20000186"
  - name: "interest rates"
    identifier: "medtop:20000371"
  - name: "government debt"
    identifier: "medtop:20000368"
  - name: "inflation"
    identifier: "medtop:20000370"
  - name: "international relations"
    identifier: "medtop:20000638"
  - name: "oil and gas - upstream activities"
    identifier: "medtop:20000267"
  - name: "medical research"
    identifier: "medtop:20000737"
  - name: "pharmaceutical"
    identifier: "medtop:20000223"
  - name: "semiconductor and electronic component"
    identifier: "medtop:20000230"
  - name: "corporate earnings"
    identifier: "medtop:20000178"
locations:
  - "Tokyo"
  - "Bern"
  - "Shanghai"
  - "Beiyuan"
  - "Seoul"
  - "Busan"
  - "Sydney"
  - "United Kingdom"
  - "Canada"
  - "Iran"
  - "India"
  - "Brazil"
  - "Russia"
  - "Yemen"
  - "Australia"
  - "Japan"
  - "South Korea"
  - "United States"
  - "China"
  - "Germany"
  - "France"
  - "Netherlands"
---


US-Finanzministerium erhöht Rückkäufe langlaufender Anleihen in den USA; Rendite 30-jähriger Anleihen fiel deutlich.

Marktkommentar_Aktien_International

Marktkommentar
20. August 2026

Aktien International

Täglicher Marktkommentar aus dem BEKB-Handelsraum

Übersicht
Übersee
Schluss
Veränderung (in %)
Volumen (Mrd.)
Dow Jones Industrial
53'463
+ 0.2
S&P 500
7'708
+ 0.2
NYSE: 1.27
Nasdaq Composite
26'331
+ 0.2
Nasdaq: 8.32
Nikkei 225
66'161
+ 1.3
Hang Seng
25'817
+ 1.3
Shanghai Composite
3'894
- 0.0

Europa
Vortag
Trading Range
Weitere Kurse
DAX
26'091
25'720 – 26'320
USD/CHF 0.8000 EUR/CHF 0.9340
EuroStoxx 50
6'444
6'280 – 6'580
Gold 4'481 USD/Unze
Stoxx 50
5'467
5'305 – 5'605
NY WTI-Rohöl-Future 86.00 USD

New York
Gestern hatte in den USA das Finanzministerium an-
gekündigt, Rückkäufe langlaufender Anleihen zu
erhöhen. Besonders deutlich sank daraufhin die Rendite
von 30-jährigen Anleihen, deren Anstieg am Vortag Ak-
tien-Anlegern noch Sorgen bereitet hatte. Gründe waren
gestiegene Inflationssorgen, der Iran-Krieg, eine stark
steigende Staatsverschuldung und der Kapitalbedarf
grosser KI-Unternehmen. Zum Börsenschluss legten die
meisten Indices gleichauf zu - der der Dow Industrial
um 0,22 %, der von Techwerten bestimmte Nasdaq
Composite kopierte diese ebenfalls. Der marktbreite

www.bekb.ch | Marktkommentar | 20. August 2026
2
S&P 500 gewann dann zum Schluss noch 0,21 % Der
Brent-Ölpreis zog um 1,5 % an vor dem Hintergrund der
ausgelaufenen Waffenruhe zwischen den USA und dem
Iran und der weiter fragilen Lage in der Strasse von
Hormus. Aktien mit KI-Fantasie stabilisierten sich, nach-
dem sie am Vortag noch sehr stark unter dem Anstieg
der Renditen gelitten hatten. Als einen Belastungsfaktor
wurde gehandelt, dass die betreffenden Unternehmen in
grossen Umfang lang laufende Anleihen ausgeben, um
die riesigen KI-Investitionen zu finanzieren. Damit treten
sie aber in direkten Wettbewerb mit staatlichen Kredit-
nehmern um die Gelder der Anleger. Im Blick ist deswe-
gen auch die Veröffentlichung des Protokolls der jüngs-
ten US-Notenbanksitzung von Ende Juli im späten
Handel. Marktbeobachtern zufolge brachten die Proto-
kolle zuletzt kaum neue Erkenntnisse, was die nächste
Zinsentscheidung betrifft. Für massive Kursbewegungen
sorgten positive Spätstudienergebnisse von Moderna
und Merck & Co. Demnach reduziert ein personalisier-
ter Krebsimpfstoff das Wiederauftreten von Melanomen.
Moderna explodierten geradezu, die Aktie machten ei-
nen Satz um rund 177 % nach oben. Für Merck ging es
um gut 12 % aufwärts. Im Sog sprang der Kurs des
Moderna-Wettbewerbers BioNTech um gut 21 % an,
Novavax zogen um 10,4 % an. Pfizer verteuerten sich
um 3,6 %. Marvell Technology gewannen 9,8 %, nach-
dem das Unternehmen Google im Rahmen einer Part-
nerschaft zur Entwicklung kundenspezifischer Halb-
leiterprodukte eine Option zum Kauf seiner Aktien einge-
räumt hat. Dabei geht es um insgesamt fast 59 Millionen
Aktien. Die als ADR auch an der Nasdaq notierte Aktie
des südkoreanischen Chipriesen SK Hynix verteuerten
sich um 2,1 %, nachdem der Aktienkurs an der Heimat-
börse in Seoul noch stark gefallen war. Treiber ist die
Ankündigung eines Aktienrückkaufs im Wert von 28
Milliarden Dollar. Die Aktie des Möbelherstellers La-Z-
Boy knickte um rund 17 % ein, belastet von unerwarte-
tem Umsatzrückgang, der das Ergebnis zugleich in die
Verlustzone drückte. Der Möbelhersteller gab zudem
eine Umsatzprognose ab, die unter den aktuellen Schät-
zungen der Wall Street liegt. Keysight Technologies
verloren 5,81 %. Hier werden gute Nachrichten zum
Verkauf genutzt nach einem 60-prozentigen Anstieg seit
Jahresbeginn. Der Messtechnikexperte steigerte im
vergangenen Quartal sowohl Gewinn als auch Umsatz
und gab zudem einen über den Schätzungen liegenden
Ausblick ab. Pilgrim's Pride verteuerten sich um gut 12
%, JBS legten um 1,63 % zu, nachdem JBS Pilgrim's
Pride ein Angebot unterbreitet hat, die restlichen 18 %
der Anteile des Geflügelproduzenten zu übernehmen, die
der weltgrösste Fleischkonzern JBS noch nicht besitzt.
Target bewegten sich um gut 5 % nach oben. Der Ein-
zelhändler hat die Prognose für das Geschäftsjahr er-
neut angehoben. Die Baumarktkette Lowe's hat dage-
gen die Prognose für 2026 gesenkt, nachdem im Be-
richtsquartal der Gewinn stagnierte und der Umsatz
stieg. Die Aktie verteuerte sich dennoch um 2,5 %,
nachdem sie in der Vorbörse noch gefallen war. Estee
Lauder schossen um gut 16 % nach oben. Der Kosme-
tikkonzern konnte den Verlust bei steigenden Umsätzen
verringern.

Asien
Die Entspannung am US-Anleihemarkt, ausgelöst von
der Ankündigung des US-Finanzministeriums, die Rück-
kaufoperationen von langlaufenden Anleihen zu verdop-
peln, hellte heute Morgen auch die Stimmung an den
ostasiatischen Aktienbörsen auf. In Tokio stieg der Nik-
kei 225 um 1,3 %, In Seoul blieb der technologielastige
Kospi seiner seit einigen Wochen zu beobachtenden
extremen Volatilität treu, er machte einen Sprung um
6,0 % nach oben und damit das Minus vom Vortag wie-
der wett. Dazu trugen wie meist die beiden Chip-
Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix
besonders bei mit Gewinnen von gut 4,5 bzw. 3,1 %. Bei
SK Hynix trieb die Nachricht, dass das Unternehmen im
Umfang von fast 27 Milliarden Dollar eigene Aktien zu-
rückkaufen will. Am Vortag war der Kurs im Zuge einer
breiten Schwäche bei Chipaktien noch um 10 % gefal-
len. Bei Samsung halfen Berichte, dass das Unterneh-
men ein Programm auflegen könnte, die Ausschüttun-
gen an die Aktionäre zu erhöhen. In Shanghai ging es
für den Composite-Index um 0,1 % abwärts, in Hong-
kong für den HSI um 1,2 %. Dass China die Referenz-
zinssätze für Kredite bereits das 15. mal in Folge un-
verändert belassen hat, trotz Daten, die eine Verlangsa-
mung der wirtschaftlichen Dynamik zu Beginn des drit-
ten Quartals zeigten, belastete nicht, auch wenn Öko-
nomen Spielraum für eine Lockerung der Geldpolitik
durch die Zentralbank sehen. Der S&P/ASX-200 in
Sydney hinkte mit einem Plus von 0,3 % hinterher. Hier
bremste etwas, dass die Arbeitslosenquote in Australien
im Juli auf 4,5 % gestiegen ist und damit die Erwartun-
gen übertrifft. Bei den Ölpreisen ging es weiter eher
ruhig zu, auch nachdem US-Präsident Trump dem Iran
mit einem Wirtschaftskrieg gedroht hat, mutmasslich als
Zeichen wachsender Frustration über den mangelnden
Fortschritt bei der Wiedereröffnung der Strasse von
Hormus und bei der Beilegung des seit fast sechs Mona-
ten andauernden Konflikts. Trump sagte, es werde "die

www.bekb.ch | Marktkommentar | 20. August 2026
3
vernichtendste Wirtschaftsoperation, die je gegen ein
Land unternommen wurde". Kursgewinne auf breiter
Front gab es bei japanischen Autoaktien, weil sich die
USA einer Senkung der Zölle auf in Kanada hergestellte
Fahrzeuge von 25 auf 15 % nähern im Rahmen eines
sich abzeichnenden Handelsabkommens. Honda Motor
gewannen 4,7, Toyota 4,6 oder Nissan 6,7 %. Die Aktie
des Börsenneulings Unitree Robotics, die bei seinem
Börsendebüt am Mittwoch in Shanghai um 460 % ge-
stiegen war, nachdem der Börsengang von Privatanle-
gern mehr als 8'000-fach überzeichnet worden war, gab
an ihrem zweiten Handelstag um 16 % nach. In Sydney
zeigten sich Fortescue wenig verändert, nachdem der
Eisenerzförderer einen Anstieg des bereinigten Netto-
gewinns für das Geschäftsjahr 2026 um 3 % mitteilte.
Fortescue prognostizierte zugleich für das kommende
Jahr höhere Kosten und erhöhte Investitionsausgaben.

Europa
Die Aktienindices auf dem alten Kontinent könnten heu-
te zum Handelsbeginn etwas niedriger starten. Die
Unsicherheit unter den Investoren wegen steigender
Anleihezinsen und der problematischen Lage in Nahost
könnte anhalten. Nach zwei schwachen Handelstagen
werden die Aktienindices wohl auch heute nur höchstens
zeitweise einen Hauch der Stabilisierung erfahren.
Nachgebende US-Anleiherenditen sorgen an den Ak-
tienmärkten zwar für Entspannung, die steigenden Öl-
preise wirken dem aber doch entgegen. Die Brent-Sorte
erhöhte sich zeitweise um über 92 USD/Barrel. In den
vergangenen zwei Wochen haben die Ölpreise um rund
15 % zugelegt. In Deutschland legt die Bundesbank
ihren Monatsbericht vor. Darin wird die Wirtschaftslage
in Deutschland im August und somit Mitte des dritten
Quartals beleuchtet. Die Konjunktur hat sich im zweiten
Quartal trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg als
überraschend robust erwiesen: Das Bruttoinlandspro-
dukt legte um 0,2 % zu, womit sich die deutsche Wirt-
schaft in der Wachstumsspur hielt.

Marktnachrichten

Analog Devices: Schraubt Gewinnprognose 2026
nach oben
Das Halbleiterunternehmen Analog Devices, Inc. (ADI)
gab am Mittwoch bekannt, dass es für das vierte Quartal
des Geschäftsjahres 2026 einen sprunghaften Anstieg
des Nettogewinns erwartet. Richard Puccio, Finanzvor-
stand von Analog Devices, sagte: "Die Nachfrage hat
sich im dritten Quartal über unser gesamtes Produkt-
portfolio und in allen Regionen weiter verstärkt, was
sich in unserem Rekordausblick für das vierte Quartal
widerspiegelt. Wir sind überzeugt, dass wir dank unserer
ausgewogenen Mischung aus disziplinierter Umsetzung
und gezielten Wachstumsinvestitionen das Jahr stark
abschliessen und diese Dynamik in das Geschäftsjahr
2027 mitnehmen können." Für das letzte Quartal des
Geschäftsjahres 2026 erwartet Analog Devices einen
Nettogewinn je Aktie von 3,14 US-Dollar (± 0,15 US-
Dollar) und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,86
US-Dollar (± 0,15 US-Dollar). Das Unternehmen prog-
nostiziert einen Umsatz von 4,3 Milliarden US-Dollar (±
100 Millionen US-Dollar). Im vierten Quartal des Ge-
schäftsjahres 2025 hatte Analog Devices bei einem
Umsatz von 3,076 Milliarden US-Dollar einen Netto-
gewinn von 1,60 US-Dollar je Aktie und einen bereinigten
Gewinn von 2,26 US-Dollar je Aktie ausgewiesen. Der
Vorstand wird am 15. September eine vierteljährliche
Bardividende in Höhe von 1,10 US-Dollar je Aktie an
die am 1. September im Aktienregister eingetragenen
Aktionäre ausschütten.

China: Zentralbank lässt Finger von den Kredite-
Referenzzinssätzen
Die Notenbank hat die Referenzzinssätze für Kredite
(LPR) heute den 15. Monat in Folge unverändert be-
lassen. Der einjährige LPR bei 3,00 % und der fünfjähri-
ge bei 3,50 % blieben stetig. Zwar deuten jüngste Kon-
junkturdaten auf eine anhaltende Schwäche der zweit-
grössten Volkswirtschaft der Welt hin. Analysten rech-
nen zur Stützung der Wirtschaft jedoch eher mit fiskal-
politischen Massnahmen der Regierung als mit einer
weiteren geldpolitischen Lockerung. Die Zentralbank legt
den LPR monatlich auf der Grundlage der Angaben von
20 ausgewählten Banken fest, wobei Peking Einfluss auf
die Festsetzung hat. Der LPR hat im August 2019 den
traditionellen Referenzzinssatz abgelöst.

JD.com: China und die EU gelangen bei Ceconomy
aneinander
China hat der Europäischen Union wegen ihrer Untersu-
chung zur geplanten Übernahme der MediaMarkt-
Saturn-Mutter Ceconomy durch den chinesischen On-
linehändler JD.com mit Gegenmassnahmen gedroht.
Sollte die EU an ihrem Vorgehen festhalten, werde Pe-
king entschlossen reagieren, teilte das chinesische Jus-
tizministerium mit. Zugleich verbot Peking Organisatio-
nen und Einzelpersonen, die EU bei bestimmten Aus-
kunftsersuchen in China zu unterstützen. Das Justizmi-

www.bekb.ch | Marktkommentar | 20. August 2026
4
nisterium warf Brüssel vor, umfangreiche und unnötige
Informationen aus China verlangt zu haben. Die EU-
Kommission prüft die geplante Übernahme seit Mai
genauer. Sie untersucht, ob JD.com Subventionen aus
China erhalten hat, die den Wettbewerb verzerren könn-
ten. Dabei geht es unter anderem um günstige Finanzie-
rungen, Steuervergünstigungen und Zuschüsse. JD.com
weist die Bedenken zurück. Das Angebot des chinesi-
schen Onlinehändlers bewertet Ceconomy mit rund 2,2
Milliarden Euro.

Fahrzeugsektor: Elektro-Zahlen mit Absatzsprung
Die weltweiten Verkäufe von Elektro-Lkw und -Bussen
h