Alexander Dobrindt startet Sommerreise in Eisenach; nahm aktiv an Brandbekämpfung teil.

BUNDESINNENMINISTER DOBRINDT ZU GAST IN EISENACH: Wartburgstadt Eisenach

BUNDESINNENMINISTER DOBRINDT ZU GAST IN EISENACH

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (Mitte) wird auf dem Spaziergang durch die Innenstadt von Oberbürgermeister Christoph Ihling (rechts) und vom Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Christian Hirte, begleitet.

Gruppenbild der Feuerwehrleute mit dem Bundesinnenminister.

Alexander Dobrindt zeichnet Dieter Suck mit der Verdienstmedaille in Gold für langjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr aus.

In Feuerwehr-Montur sammelt der prominente Gast Erfahrungen beim Löschen eines Feuers. Fotos: © Henning Schacht

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat seine diesjährige Sommerreise am Mittwoch, 19. August, in Eisenach gestartet. Im Mittelpunkt seines Besuchs standen die „Helden des Alltags“: Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, Verantwortung übernehmen und im Einsatz für andere ihre eigene Sicherheit zurückstellen. Entsprechend vielfältig war das Programm in der Wartburgstadt – vom Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern über einen Besuch der Wartburg bis hin zu einem gemeinsamen Abend mit den Eisenacher Feuerwehren.

Dobrindt war als Jugendlicher schon einmal in Eisenach

Für Dobrindt war der Besuch zugleich eine Rückkehr an einen Ort, den er bereits aus seiner Jugend kennt. Schon 1987 war er erstmals in Eisenach. Fast 40 Jahre später habe sich in der Stadt naturgemäß vieles verändert, so der Bundesinnenminister. Ein Besuch der Wartburg durfte bei seinem Aufenthalt daher ebenso wenig fehlen wie der Austausch mit Burghauptmann Martin Eberle.

Begleitet von Oberbürgermeister Christoph Ihling, führte der zweite Teil des Besuchs durch die Eisenacher Innenstadt. In der Karlstraße nutzte der Bundesinnenminister die Gelegenheit, mit Passantinnen und Passanten ins Gespräch zu kommen und Eindrücke aus der Eisenacher Stadtgesellschaft zu sammeln.

Anschließend ging es auf den Eisenacher Marktplatz zur After-Work-Veranstaltung „Saus & Braus“. Bei einer Kugel Mango-Eis vom „Zucker & Zimt“ kam Dobrindt mit weiteren Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. Die Veranstaltung unterstützte eine Spendenaktion der Caritas für die Eisenacher Tafel, an der sich Dobrindt auch beteiligte.

Bundesinnenminister beteiligt sich an einer Übung

Der Schwerpunkt des Besuchs lag am Abend auf der Feuerwache Eisenach. Rund 50 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus den sieben Eisenacher Ortsteilen sowie acht Mitglieder der Berufsfeuerwehr begrüßten den Bundesinnenminister. Auch die Jugendfeuerwehr war vertreten.

Besonders anschaulich wurde der Abend durch eine gemeinsame Einsatzübung. Ein eigens vorbereitetes Palettenhaus wurde in Brand gesetzt und anschließend von zwei Teams – einem Trupp der Jugendfeuerwehr und einem Einsatztrupp der Freiwilligen Feuerwehr – gelöscht. Auch Alexander Dobrindt wurde Teil der Übung: Ausgestattet mit vollständiger Einsatzkleidung, unterstützte er die Feuerwehrleute bei der erfolgreichen Brandbekämpfung.

Die Übung zeigte eindrucksvoll, worauf es im Einsatz ankommt: Teamarbeit, eine umfangreiche Ausbildung, Technik und schnelles Handeln. Und gleichzeitig wurde deutlich, welchen wichtigen Beitrag die Jugendfeuerwehr bereits heute leistet. Dobrindt lobte, wie toll die Jugendarbeit in Eisenach klappt.

Fachlicher Austausch über die Zukunft des Bevölkerungsschutzes

Neben der praktischen Übung stand insbesondere der fachliche Austausch im Mittelpunkt des Abends. Der Fachdienstleiter der Feuerwehr, Markus Weigelt, schilderte die Erfahrungen der Eisenacher Feuerwehren aus dem Einsatzalltag und sprach aktuelle Herausforderungen und Erwartungen an die Politik an. Es ging unter anderem um neue Einsatzmöglichkeiten und Anforderungen an die Feuerwehren sowie die zunehmende Belastung durch Vegetationsbrände. Auch die Bedeutung eines leistungsfähigen Bevölkerungsschutzes und der damit verbundene zusätzliche Bedarf an Ausstattung und Unterstützung für die Feuerwehren wurden thematisiert.

Für Dobrindt geht es bei solchen Besuchen nicht allein darum, den Einsatzkräften Respekt und Anerkennung entgegenzubringen. Ebenso sei es wichtig, miteinander ins Gespräch zu kommen und konkrete Impulse aus der Praxis mitzunehmen.

Nach dem fachlichen Austausch klang der Abend in geselliger Runde aus. Die Eisenacher Feuerwehren hatten Bratwurst, Brätel und Salate vorbereitet.

Plötzlich sind die Feuerwehren alarmiert worden

Dass Feuerwehrleute auch bei einem geselligen Beisammensein jederzeit einsatzbereit sein müssen, zeigte sich gegen 20.09 Uhr. Während des gemeinsamen Essens ging bei der Berufsfeuerwehr ein Alarm ein. Die Einsatzkräfte ließen alles stehen und liegen und rückten in Richtung Wartha aus. Gemeldet wurde ein Brand an einem mit Holz beladenen Zug.

Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass nicht ein Brand, sondern ein Problem mit der Zugbremse die Ursache für die Meldung war. Die Einsatzkräfte konnten anschließend wieder zur Feuerwache zurückkehren und das Treffen fortsetzen.

Verdienstmedaille in Gold für Dieter Suck

Zum Abschluss des Besuchs stand eine besondere Ehrung auf dem Programm: Stockhausens Ortsteilbürgermeister Dieter Suck, gleichzeitig seit Jahrzehnten engagiert in der Feuerwehr, wurde für seine besonderen Verdienste im Brandschutz und sein langjähriges gesellschaftliches Engagement mit der Verdienstmedaille in Gold für besondere Dienste im Brandschutz ausgezeichnet. Die Ehrung nahmen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, Oberbürgermeister Christoph Ihling und Fachdienstleiter Markus Weigelt gemeinsam vor.

Suck gehört seit fast 50 Jahren der Feuerwehr an und hat sich über Jahrzehnte für die Freiwillige Feuerwehr Stockhausen eingesetzt. Insbesondere während der Wendezeit hat er dazu beigetragen, dass die Feuerwehr im Ortsteil erhalten geblieben ist und ihre Arbeit fortsetzen konnte. Sein Engagement prägt die Feuerwehr Stockhausen bis heute.

Besonders stolz ist Suck dabei auf den Feuerwehrnachwuchs in der eigenen Familie. Über mehrere Generationen wird die Begeisterung für die Feuerwehr und das Ehrenamt inzwischen weitergegeben. Ganz Feuerwehrmann ließ der Geehrte den Besuch des Bundesinnenministers allerdings nicht verstreichen, ohne ein konkretes Anliegen anzusprechen: Für die Feuerwehr Stockhausen werden Investitionen in einen Anbau und für weitere Ausstattung benötigt. Rund 200.000 Euro fehlen nach seinen Angaben noch. Suck betonte, dass 24 Einsatzkräfte der Feuerwehr zur Verfügung stehen, jedoch das vorhandene Fahrzeug lediglich Platz für acht Personen bietet.

Einsatzkräfte sind nach Berlin eingeladen

Mit einem Augenzwinkern übergab Suck das Anliegen direkt an den Bundesinnenminister. Dobrindt stimmte einen weiteren Austausch zu. Gleichzeitig lud er die komplette Eisenacher Feuerwehr zu einer politischen Bildungsreise nach Berlin ein – verbunden mit der Aussicht auf ein Wiedersehen und die Fortsetzung des Gesprächs über die zukünftige Ausstattung und Unterstützung der Feuerwehren.

Damit endete ein abwechslungsreicher Besuch, der eines besonders deutlich machte: Feuerwehr bedeutet weit mehr als den Einsatz im Brandfall. Sie steht für Ehrenamt, Gemeinschaft, Nachwuchsarbeit, Verantwortung und die Bereitschaft, jederzeit für andere da zu sein.

Veröffentlicht am 20. August 2026