PV-Besitzende von Solaranlagen optimieren Rückliefertarife für Solarenergie durch EMS-Einsatz, automatisiert Erzeugung, Verbrauch, Speicher und Einspeisung ab 2027; Mindereinnahmen drohen bei Nichtänderung

Rückliefertarife für Solarenergie: Das ändert sich 2027

Was sollen Solaranlagenbesitzende konkret tun? Kurz: Solarstrom möglichst selbst nutzen oder speichern – oder eben dann einspeisen, wenn der Marktpreis attraktiv ist. EKZ empfiehlt deshalb, Eigenverbrauch und Einspeisung bei Anlagen jeder Grösse zu optimieren. Am besten gelingt dies mit einem Energiemanagementsystem (EMS): Es stimmt Produktion, Verbrauch, Speicher und Einspeisung automatisch abhängig von der Höhe der Rückliefervergütung aufeinander ab. Konkret nutzt das EMS flexible Verbraucher wie Wärmepumpe, Boiler oder E-Auto gezielt bei hoher Solarproduktion und reduziert die Einspeisung bei tiefen oder negativen Marktpreisen. So können PV-Produzentinnen und -Produzenten ihre Erträge mit der marktnahen Rückliefervergütung optimieren. Die Kombination mit einem EMS und

oder Speicher ist insbesondere bei der Planung neuer Anlagen geboten. Weiter lohnt es sich, neue Anlagen auf eine möglichst hohe Produktion am Abend und im Winter auszurichten. Eine optimierte Steuerung von Eigenverbrauch, Speicherung und Einspeisung bleibt aber auch für kleinere Anlagen und trotz Minimalvergütung sinnvoll. Und wer nichts ändert, muss mit Mindereinnahmen rechnen? PV-Besitzende von Anlagen mit einer Leistung von weniger als 150 kW profitieren weiterhin von einer Minimalvergütung. Die Minimalvergütung stellt die Amortisation von Investitionen in PV-Anlagen sicher und schafft insbesondere in den Sommermonaten bei niedrigeren Marktpreisen zusätzliche Sicherheit. Die Höhe der Minimalvergütung hängt von der Leistung der PV-Anlage ab. Die Minimalvergütung für die am häufigsten verbreiteten Anlagen mit einer Leistung bis 30 kW beträgt 6,0 Rp.

kWh. Bei Solaranlagen ab 30 kW mit Eigenverbrauch wird diese Formel für die Berechnung der Minimalvergütung angewendet: 30 kW * 6 Rp.

Leistung kW Eine optimierte Steuerung von Eigenverbrauch, Speicherung und Einspeisung bleibt aber auch für kleinere Anlagen und trotz Minimalvergütung sinnvoll.