Hamburg Commercial Bank, Vorsteuergewinn 168 Mio. Euro, Hamburg; Hamburg Direct Bank erreicht 1,0 Mrd Einlagen

Hamburg Commercial Bank mit 168 Mio. Euro Vorsteuergewinn im ersten Halbjahr 2026 auf Kurs - HCOB % % HCOB

Hamburg Commercial Bank mit 168 Mio. Euro Vorsteuergewinn im ersten Halbjahr 2026 auf Kurs - Ergebnis vor Steuern plus 21 % (H1 2025: 139 Mio. Euro) – Ergebnis nach Steuern 129 (46) Mio. Euro - Franchise-Neugeschäft stieg um 20 % auf 3,0 (2,5) Mrd. Euro - Direktes Einlagengeschäft mit Privatkunden über Erwartungen - Kostendisziplin: Verwaltungsaufwand auf 149 (216) Mio. Euro verringert – ohne Einmaleffekte Rückgang um 16 % - Portfolioqualität verbessert: NPL-Volumen um 10 % reduziert – NPL-Quote sank auf 3,0 % - CEO Luc Popelier: „Strategische Fokussierung trägt Früchte – erfolgreicher Start für Hamburg Direct Bank – Ergebnisprognose für 2026 bestätigt HAMBURG – Die Hamburg Commercial Bank AG (HCOB) hat am Donnerstag ihre Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt und ein IFRS-Ergebnis vor Steuern von 168 (H1 2025: 139) Mio. Euro ausgewiesen. Zu dem gestiegenen Vorsteuerergebnis trugen deutliche Kostensenkungen, eine solide operative Geschäftsentwicklung sowie eine leicht positive Risikovorsorge bei. Die Kapital- und Liquiditätskennzahlen wurden auf hohem Niveau gehalten. „Unsere strategische Fokussierung trägt Früchte und das Halbjahresergebnis belegt die Stärke unseres geschärften Geschäftsmodells. Dank des Wachstums im profitablen Neugeschäft, nachhaltiger Einsparerfolge und der guten operativen Entwicklung liegen wir auf Kurs, unsere Prognose eines Vorsteuerergebnisses von rund 300 Mio. Euro für das Gesamtjahr 2026 zu erreichen“, sagte Luc Popelier, Chief Executive Officer der Hamburg Commercial Bank. „Zudem freuen wir uns über den gelungenen Start der Hamburg Direct Bank. Das über unsere Digitalmarke bei Privatkunden eingeworbene Einlagenvolumen lag über unseren Erwartungen und leistet einen wichtigen Beitrag zur weiteren Diversifizierung unserer Refinanzierungsbasis.“ Hamburg Direct Bank erfolgreich gelauncht – Funding-Mix weiter verbreitert Im März ist die HCOB erfolgreich mit ihrer Digitalmarke Hamburg Direct Bank in das Einlagengeschäft für Privatkunden gestartet. Bis zum 30. Juni 2026 wurden über die zweifach mit einem German Brand Award ausgezeichnete Online-Plattform Einlagen in Höhe von rund 1,0 Mrd. Euro eingeworben, damit wurde das geplante Volumen übertroffen. Zudem platzierte die HCOB im Januar eine fünfjährige Senior-Preferred-Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio. Euro, die auf hohes Investoreninteresse stieß. Vorsteuerergebnis plus 21 % – leicht positive Risikovorsorge – Verwaltungsaufwand reduziert Das Ergebnis vor Steuern stieg mit einem Plus von gut einem Fünftel auf 168 (139) Mio. Euro. Spürbar reduzierte Verwaltungskosten und eine leicht positive Risikovorsorge glichen die infolge der strategischen Geschäftsfokussierung erwartungsgemäß verringerten Erträge sowie ein schwächeres FVPL-Ergebnis mehr als aus. Trotz des höheren Vorsteuerergebnisses verringerten sich die Ertragsteuern auf 39 (93) Mio. Euro; im ersten Halbjahr 2025 waren die Ertragsteuern aufgrund eines Einmaleffekts im Zusammenhang mit der Geschäftsschärfung noch merklich höher. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich entsprechend auf 129 (46) Mio. Euro. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern1 (RoE nach Steuern) verbesserte sich auf 9,6 (31.12.2025: 4,5) %. Der Gesamtertrag reduzierte sich auf 307 (397) Mio. Euro. Maßgeblich hierfür war der Rückgang des Zinsüberschusses auf 289 (357) Mio. Euro aufgrund des spürbar geringeren durchschnittlichen Bilanzvolumens infolge der strategischen Fokussierung auf das Kerngeschäft. Das Ergebnis aus FVPL-kategorisierten Finanzinstrumenten belastete mit -9 (18) Mio. Euro, bedingt durch temporäre Bewertungsverluste im Zuge einer erhöhten Volatilität am Kapitalmarkt. Gegenläufig wirkten die übrigen Positionen des Gesamtertrags mit insgesamt 27 (22) Mio. Euro, darunter ein leicht verbesserter Provisionsüberschuss. Die Risikovorsorge fiel mit 3 (-57) Mio. Euro leicht positiv aus und profitierte wesentlich von einem nachträglichen Zahlungseingang (47 Mio. Euro) für einen bereits vollständig abgeschriebenen Altkredit. Nettozuführungen in Höhe von 42 Mio. Euro wurden somit mehr als ausglichen. Der Verwaltungsaufwand lag mit 149 (216) Mio. Euro fast ein Drittel unter dem Niveau des gleichen Vorjahreszeitraums. Wesentlicher Treiber hierfür war der Rückgang der Personalkosten, die im ersten Halbjahr 2025 einmalige Restrukturierungsaufwendungen (45 Mio. Euro) für Abfindungen und Vorruhestandsregelungen enthielten. Ohne Berücksichtigung dieses Einmaleffekts sowie einmaliger Belastungen im Personalaufwand (6 Mio. Euro) im ersten Halbjahr 2026 sank der Verwaltungsaufwand um 16 %. Der Personalaufwand verringerte sich auf 76 (129) Mio. Euro und spiegelt die nachhaltigen Einsparungen aus dem sukzessiven Personalabbau. Die Mitarbeitendenzahl verringerte sich auf 827 VAK (31.12.2025: 868 VAK). Bis Ende 2027 soll der Personalbestand auf die Zielgröße von rund 730 VAK reduziert werden, etwa 90 % des vorgesehenen Stellenabbaus wurden bereits kontrahiert. Auch der Sachaufwand sank mit 73 (87) Mio. Euro im Zuge weiterer Effizienzmaßnahmen merklich. Für die Cost-Income-Ratio (CIR) ergab sich ein Wert von 47 (30.06.2025: 51) %. Das Sonstige betriebliche Ergebnis belief sich auf 9 (23) Mio. Euro. Wie im Vorjahreszeitraum waren hier Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Einmaleffekte in Form von Umsatzsteuererstattungen aus früheren Veranlagungszeiträumen enthalten, die die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in beiden Berichtszeiträumen überstiegen. Der Aufwand für Regulatorik, Einlagensicherung und Bankenverbände verringerte sich auf 2 (8) Mio. Euro, da wie im Vorjahr kein Jahresbeitrag zum freiwilligen Einlagensicherungsfonds des BdB zu berücksichtigen war. Zum Halbjahr 2025 war die Bank noch davon ausgegangen, dass ein Jahresbeitrag für die Einlagensicherung erhoben wird, und erfasste entsprechend Aufwendungen von 5 Mio. Euro. Portfolioqualität verbessert – erwartungsgemäß rückläufige Bilanzsumme Das NPL-Volumen reduzierte sich zum Halbjahresstichtag trotz weiterhin herausfordernder makroökonomischer Rahmenbedingungen um 10 % auf 484 (31.12.2025: 540) Mio. Euro. Der Abbau von non performing-Engagements, insbesondere im Segment Real Estate, überkompensierte die im ersten Halbjahr 2026 eingetretenen Neuausfälle, die sowohl nach Anzahl als auch vom Volumen unter dem Niveau der Vergleichsperiode lagen. Die NPL-Quote verbesserte sich auf 3,0 (31.12.2025: 3,3) %. Der Risikovorsorgebestand betrug zum Halbjahresultimo 248 (31.12.2025: 275) Mio. Euro, da die Verbräuche im Zuge des aktiven NPL-Abbaus die Nettozuführungen überstiegen. Die Bank verfügt weiterhin über einen komfortablen Risikovorsorgebestand zur Abfederung potenzieller adverser konjunktureller Entwicklungen. Die Konzernbilanzsumme reduzierte sich erwartungsgemäß und belief sich auf 26,6 (31.12.2025: 28,6) Mrd. Euro. Der Rückgang war im Wesentlichen auf die Dividendenzahlung im März 2026 für das Jahr 2025 sowie auf den wertschonenden und schneller als vorgesehen verlaufenden Abbau des nicht-strategischen internationalen Immobilienportfolios zurückzuführen. Die CET1-Quote stieg auf 17,6 (16,5) % und wurde maßgeblich durch den Rückgang der RWA auf 12,3 (31.12.2025: 13,1) Mrd. Euro infolge des geringeren Geschäftsvolumens begünstigt. Die Leverage Ratio stieg auf 7,8 (7,3) %. Krediteinheiten: Franchise-Neugeschäft um 20 % ausgebaut – RoE steigt auf 13,0 % Das strategische Franchise-Neugeschäft der vier Krediteinheiten stieg im ersten Halbjahr 2026 um 20 % auf 3,0 (H1 2025: 2,5, inkl. des abgebauten Aviation-Geschäfts: 2,6) Mrd. Euro. Das Segmentvermögen lag zum Stichtag 30.06.2026 mit 16,5 (31.12.2025: 16,9) Mrd. Euro nahezu auf dem Niveau des Jahresultimos 2025. Der leichte Rückgang war auf den fortgesetzten Abbau nicht-strategischer Portfolios zurückzuführen, während das Segmentvermögen im strategischen Geschäft leicht anstieg. Das durchschnittliche Segmentvermögen hingegen lag im ersten Halbjahr 2025 noch bei 19,7 Mrd. Euro und damit 15 % über dem Niveau des ersten Halbjahrs 2026 (16,7 Mrd. Euro); der Rückgang erfolgte im Zuge der im Vorjahr beschlossenen Strategieanpassung. Dies spiegelte sich im Halbjahresvergleich in einem geringeren Zinsüberschuss, der jedoch lediglich um 14 % zurückging. Entsprechend stieg die Nettozinsmarge in einem wettbewerbsintensiven Umfeld leicht auf 3,33 (H1 2025: 3,27) %. Hinzu kam ein geringeres FVPL-Ergebnis, das im Vergleichszeitraum positive Effekte aus der Absicherung von Währungsrisiken beinhaltete, sodass der Gesamtertrag bei 288 (386) Mio. Euro lag. Eine in Summe positive Risikovorsorge und gesunkene Verwaltungskosten konnten diesen Rückgang jedoch nahezu kompensieren, sodass in den Krediteinheiten insgesamt ein Ergebnis nach Steuern von 112 (115) Mio. Euro erreicht wurde. Die operative Profitabilität, gemessen am RoE nach Steuern, verbesserte sich auf 13,0 (H1 2025: 9,8) % aufgrund rückläufiger durchschnittlicher RWA. Das Segment Real Estate erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein positives Ergebnis nach Steuern in Höhe von 5 (16) Mio. Euro. Der bei einer weiterhin soliden Margensituation auf 67 (109) Mio. Euro gesunkene Gesamtertrag spiegelte ein spürbar geringeres durchschnittliches Segmentvermögen, das auf den Abbau im internationalen Portfolio und von NPL-Engagements zurückzuführen ist. Das Segmentvermögen verringerte sich zum Halbjahresultimo auf 5,4 (31.12.2025: 5,9) Mrd. Euro, wozu ein ausgeweitetes, zugleich aber weiterhin selektives Neugeschäft mit 0,4 (0,2) Mrd. Euro beitrug. Das Segment Global Transportation erzielte ein Ergebnis nach Steuern von 20 (29) Mio. Euro. Die Ertragssituation war ebenfalls durch ein deutlich niedrigeres durchschnittliches Segmentvermögen geprägt. Maßgeblich hierfür waren der Ende 2025 vollzogene Verkauf des gesamten Aviation-Kreditportfolios sowie der im Vorjahr aufgrund hoher Tilgungen und einer Abschwächung des US-Dollars verzeichnete Rückgang des Shipping-Kreditbuchs. Dementsprechend verringerte sich der Zinsüberschuss, sodass sich auch der Gesamtertrag auf 54 (90) Mio. Euro reduzierte. Das Neugeschäft entwickelte sich mit 1,0 (0,9 inkl. 0,1 Aviation) Mrd. Euro erfreulich und führte zum Halbjahresstichtag zu einem leicht auf 2,6 (31.12.2025: 2,5) Mrd. Euro gestiegenen Segmentvermögen. Im Segment Project Finance wurde mit 48 (24) Mio. Euro ein signifikant über dem Niveau der Vorperiode liegendes Ergebnis nach Steuern erzielt. Die gute operative Entwicklung und spürbar ausgeweitete Nettozinsmargen zeigten sich in gestiegenen Zins- und Provisionserträgen, die ein gesunkenes FVPL-Ergebnis weitestgehend kompensierten, sodass der Gesamtertrag mit 63 (65) Mio. Euro nahezu unverändert blieb. Wesentlicher Treiber des Ergebnisses war zudem ein nachträglicher Zahlungseingang für einen bereits vollständig abgeschriebenen Altkredit innerhalb der Risikovorsorge. Ein erneut auf 0,8 (0,6) Mrd. Euro gestiegenes Neugeschäft glich außerordentliche Tilgungen aus, sodass das Segmentvermögen mit 3,9 (31.12.2025: 3,9) Mrd. Euro stabil blieb. Das Segment Corporates erzielte ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 39 (46) Mio. Euro. Trotz ausgeweiteter Nettozinsmargen verringerte sich der Gesamtertrag auf 104 (122) Mio. Euro, bedingt durch ein geringeres durchschnittliches Segmentvermögen und moderate Bewertungsverluste im FVPL-Ergebnis. Das Neugeschäft in Höhe von 0,8 (0,9) Mrd. Euro wurde etwa hälftig im nationalen und internationalen Bereich geschrieben. Das Segmentvermögen lag zum 30.06.2026 mit 4,6 (31.12.2025: 4,6) Mrd. Euro auf dem Niveau des Jahresultimos 2025. Ausblick Die Hamburg Commercial Bank geht auf Basis des Halbjahresergebnisses und der soliden operativen Entwicklung weiterhin davon aus, für das Geschäftsjahr 2026 ein IFRS-Ergebnis vor Steuern von rund 300 Mio. Euro zu erreichen. Diese Ergebnisprognose steht unter der Annahme, dass es zu keiner wesentlichen Verschlechterung externer Rahmenbedin