Münchener Rück übernimmt US-Insurtech At-Bay; Kaufpreis USD 575 Mio.

NORD/LB am Morgen stellt eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Berichte und Meldungen dar. Research NORD/LB am Morgen

  1. August 2026

Research NORD/LB am Morgen 20. August 2026 Marktdaten 19.08.2026 18.08.2026 31.12.2025 Ytd % DAX 26.091,33 26.128,36 24.490,41 6,5 MDAX 31.822,47 31.839,83 30.617,67 3,9 TECDAX 4.059,16 4.051,96 3.622,27 12,1 EURO STOXX 50 6.444,46 6.468,17 5.791,41 11,3 STOXX 50 5.466,67 5.471,06 4.918,02 11,2 DOW JONES IND. 53.463,05 53.343,40 48.063,29 11,2 S&P 500 7.707,98 7.691,76 6.845,50 12,6 MCSI World 4.975,53 4.971,34 4.430,38 12,3 MSCI EM 1.668,38 1.694,55 1.404,37 18,8 NIKKEI 225 65.326,42 67.460,73 50.339,48 29,8 Euro in USD 1,1676 1,1577 1,1745 -0,6 Euro in YEN 184,74 184,73 183,58 0,6 Euro in GBP 0,8583 0,8553 0,8717 -1,5 Bitcoin (USD) 69.617,29 64.680,89 87.598,39 -20,5 Gold (USD) 4.518,93 4.332,93 4.319,37 4,6 Rohöl (Brent ICE USD) 91,62 91,02 60,85 50,6 CO2 Emissionsrechte 81,71 82,31 87,37 -6,5 Bund-Future 123,76 123,81 127,57

Rex 121,60 121,69 124,38

Umlaufrendite 3,12 3,12 2,78

3M Euribor 2,492 2,50 2,026

12M Euribor 2,977 2,956 2,243

Bund-Rendite 10J. 3,262 3,259 2,855

Bund-Rendite 20J. 3,693 3,698 3,383

US-Treasuries 10J. 4,647 4,704 4,167

Quelle: Bloomberg

Charts

Termine Zeit CET Land Indikator für Prognose NORD/LB

Konjunktur

01:50 JP Handelsbilanz (bereinigt) Jul -520,0 Mrd. 08:00 DE PPI M/M Jul 0,6% 08:00 DE PPI Y/Y Jul 2,5% 14:30 US Erstanträge Arbeitslosenhilfe W32 215K 14:30 US Philadelphia-Index Aug 27,5 16:00 US Frühindikatoren M/M Jul 0,1%

Unternehmen/Sektor

07:00 NL Aegon H1 07:30 DE Tonies H1 08:00 GB Hays GJ 11:30 CN Alibaba Q2 13:00 US Walmart Q2 17:45 DE CTS Eventim Q2

Marktumfeld

Die Inflationsrate im Euroraum ist im Juli auf 2,9% gestiegen, nach 2,8% im Juni. In der EU erhöhte sie sich von 2,9% auf 3,0%. Die niedrigsten Teuerungsraten verzeichneten Schweden (0,3%), Tschechien (1,3%) so- wie Dänemark und Ungarn (je 1,6%), während Rumänien (8,2%), Li- tauen (5,4%) sowie Zypern und Bulgarien (je 4,4%) die höchsten Werte aufwiesen. Haupttreiber der Inflation im Euroraum waren Dienstleis- tungen (m/m +1,6%) und Energie (m/m +0,9%).

Der reale Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe in Deutsch- land ist im Juni gegenüber Mai um 0,8% gestiegen und lag 9,3% über dem Vorjahresniveau. Treiber waren vor allem die Hersteller von Da- tenverarbeitungs-, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+4,6%) sowie der Maschinenbau (+0,9%). Die Inlandsaufträge nahmen um 1,2%, die Auslandsaufträge um 0,6% zu. Bei Investitionsgütern erhöhte sich der Auftragsbestand um 0,9%, bei Konsumgütern um 3,2%, wäh- rend er bei Vorleistungsgütern leicht um 0,2% sank. Die Reichweite des Auftragsbestands blieb insgesamt unverändert bei 8,9 Monaten.

Tagesausblick: Heute liefern zunächst die deutschen Erzeugerpreise ei- nen weiteren Prüfstein für den vorgelagerten Preisdruck. Unsere Prog- nose lässt dabei noch keine schnelle Entspannung auf Produzentenseite erwarten. Am Nachmittag kommen mit den Erstanträgen auf Arbeitslo- senhilfe und dem Philadelphia-Index wichtige Signale aus den USA hinzu. Sollte sich der Philadelphia-Index nach dem sehr starken Vormo- natswert nur moderat abschwächen, würde dies weiterhin für eine ro- buste konjunkturelle Verfassung in den Vereinigten Staaten sprechen. Unternehmensseitig könnten nach Xetra-Schluss noch die Q2-Zahlen von CTS Eventim einen Blick wert sein. Renten- und Aktienmärkte

Nach den jüngsten deutlichen Verlusten konnten sich die Anleihe- märkte gestern stabilisieren. In den USA kam es sogar zu spürbaren Renditerückgängen, nachdem das dortige Finanzministerium unerwar- tet die Erhöhung der Rückkäufe langlaufender Anleihen angekündigt hatte.

Diese Nachricht aus den USA sorgte auch für Entspannung an den Ak- tienmärkten, erhöhte die Risikobereitschaft der Anleger allerdings nur leicht. Gegenwind kam am späten Abend von den Fed-Protokollen zur Juli-Sitzung, die einen gewissen Trend zu einer Zinsanhebung der US- Zentralbank zeigten. Aktien von Moderna explodierten (+176%) nach positiven Studienergebnissen und zogen den Gesundheitssektor mit.

DAX -0,14%; MDAX -0,05%; TecDAX +0,18%

Dow Jones +0,23%; S&P 500 +0,21 %; Nasdaq Comp. +0,16 % Unternehmen

Die Münchener Rück übernimmt das US-Insurtech At-Bay für USD 575 Mio. Das 2017 gegründete Unternehmen versichert vor allem kleine und mittelständische Firmen gegen Cyberangriffe. Aufgrund des zuneh- menden Preisdrucks in der Rückversicherung bauen die Münchener ihr Spezialversicherungsgeschäft weiter aus.

Heidelberger Druck setzt seinen Umbau fort und steigt in die Bereiche Drohnenabwehr sowie Energiespeicher ein. Trotz eines schwachen Starts in das GJ 2026/27 bestätigte das Unternehmen seine Prognose eines stabilen Umsatzes und einer verbesserten operativen Marge. In Q1 sank der Umsatz auf EUR 404 Mio. (Vj.: EUR 466 Mio.), der Netto- verlust weitete sich auf EUR 32 Mio. (Vj.: EUR 11 Mio.) aus. Die berei- nigte EBITDA-Marge brach auf 0,2% (Vj.: 4,4%) ein.

Dank des Booms bei E-Rezepten konnte DocMorris den Umsatz in H1 deutlich um 12,5% auf CHF 627,8 Mio. steigern und den bereinigten operativen Verlust (EBITDA) auf CHF 10,9 Mio. mehr als halbieren. Das Management hob die Jahresziele an und erwartet für das GJ 2026 nun ein Umsatzplus von 9% bis 13% sowie einen operativen Verlust zwi- schen CHF 10 Mio. und CHF 17,5 Mio.

Im ersten Halbjahr blieb Carlsberg bei Absatz, Umsatz und Gewinn hin- ter den Erwartungen zurück. Belastend wirkten vor allem die schwache Nachfrage und Unwetter in China, dem wichtigsten Einzelmarkt des Konzerns. Dennoch zeigt sich das Unternehmen für das Gesamtjahr op- timistischer und erhöht die Prognose für das organische Betriebsge- winnwachstum auf 4% bis 6%. Rückenwind liefern vor allem schneller als erwartete Synergien aus der Britvic-Übernahme im vergangenen Jahr. Bereits 2026 sollen rund die Hälfte der geplanten Einsparungen realisiert werden. Devisen und Rohstoffe

Die Nachricht über eine Ausweitung der Anleiherückkäufe belastete den USD und ließ den EUR auf bis zu USD 1,1677 klettern.

Die unklare Situation im Nahen Osten ließ die Ölpreise weiter steigen.

Weitergabe am: 20.08.2026 06:53:45

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  1. August 2026

Research NORD/LB am Morgen 20. August 2026 Wichtige Hinweise: Dieses Informationsschreiben (nachfolgend als „Information“ bezeichnet) ist von der NORDDEUTSCHEN LANDESBANK GIROZENTRALE („NORD/LB“) erstellt wor- den. Die für die NORD/LB zuständigen Aufsichtsbehörden sind die Europäische Zentralbank („EZB“), Sonnemannstraße 20, D-60314 Frankfurt am Main, und die Bundesanstalt für Finanzdienstleitungsaufsicht („BaFin“), Graurheindorfer Str. 108, D-53117 Bonn und Marie-Curie-Str. 24-28, D-60439 Frankfurt am Main. So- fern Ihnen diese Information durch Ihre Sparkasse überreicht worden ist, unter- liegt auch diese Sparkasse der Aufsicht der BaFin und ggf. auch der EZB. Eine Über- prüfung oder Billigung dieser Information oder der hierin beschriebenen Pro- dukte oder Dienstleistungen durch die zuständige Aufsichtsbehörde ist grund- sätzlich nicht erfolgt. 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