Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen e. V. kritisiert Eröffnungskampagne der Kölner Oper in Köln; 1,5 Mrd Euro Gesamtkosten Kritik an Verschwendung

Ärger um Kölner Oper geht weiter - ein Kommentar | Bund der Steuerzahler e.V.

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Ärger um Kölner Oper geht weiter - ein Kommentar

14 Jahre lang war sie ein Aufreger erster Güte: die Sanierung der Kölner Oper mit all ihren Pannen, Verzögerungen, Mehrkosten. Im September öffnen die Bühnen wieder. Hurra! Hurra? Ein Ende der Aufregerei? Von wegen!

Der Rat der Stadt Köln hat eine „ begleitende Kommunikationskampagne sowie ein öffentliches Eröffnungsformat zur Wiedereröffnung der Bühnen Köln “ beschlossen. Von März bis Ende September gibt es Anzeigen, Außenwerbung, Hörfunkspots, Social-Media-Maßnahmen, Promo-Aktionen.

2,1 Millionen Euro macht die Stadt für die Eröffnungskampagne locker.

1,4 Millionen Euro soll ein Eröffnungsfestival , zu dem am 19. und 20. September die „gesamte Stadtgesellschaft“ eingeladen werden soll, laut Medienberichten kosten.

Eine sechsmonatige Kampagne und eine zweitätige Sause für insgesamt dreieinhalb Milllionen Euro, um eine einzige Nachricht zu transportieren: Die Stadt Köln ist endlich, endlich mit ihrer Desaster-Sanierung fertig. Als ob diese Nachricht an Opernfreunden und Opernkritikern unbemerkt hätte vorbeigehen können. Sie alle haben doch nur darauf gewartet. Die einen, um endlich wieder in die „richtige“ Oper gehen zu können.

14 Jahre Pannen-Sanierung für rd. 1,5 Mrd. Euro

Fast 4.200 Abos wurden in den ersten drei Wochen nach Beginn des Vorverkaufs abgeschlossen; 50 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum der vorherigen Saison in den Interimsspielstätten. Die anderen, um endlich einen Schlussstrich unter die Pleiten-Pech-und-Pannen-Serie ziehen zu können, die die Steuerzahler über den dicken Daumen 1,5 Milliarden Euro kostet.

Jetzt wird die Eröffnungskampagne saniert

Die Opernsanierung ist vorbei. Die Verschwendung von Steuergeld geht weiter. Das bleibt nicht ohne Kritik. Mittlerweile hat die Stadt in ihrer Kampagne „Konsolidierungspotenziale“ identifiziert, „insbesondere im Bereich der Printwerbung sowie einzelner Sonderformate“.

Die Verwaltung schaut, wie sie dieses Potenzial in Höhe von 100.000 Euro an die Freie Szene in Köln weiterreichen kann. Gemessen am Werbebudget ist das kaum mehr als ein Bissen von einem übertrieben gut belegten Brötchen. Betrachtet man die Gesamtkosten für das Operndesaster, fällt für die Freie Szene gerade mal ein Körnchen Sesam ab. Schäm dich, Köln!

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