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title: "Kühe, Shamonda-Virus, Deutschland; Aborte und Missbildungen bei Feten möglich"
sdDatePublished: "2026-08-20T14:19:00Z"
source: "https://verbraucherschutz.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MS/LAV_Verbraucherschutz/Presseinformationen/Presseinformationen_2026/2026-08_PI_Shamonda-Virus.pdf"
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  - "Baden-Württemberg"
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  - "Halle (Saale)"
  - "Sachsen-Anhalt"
  - "Hessen"
  - "Rhineland-Palatinate"
  - "France"
  - "Germany"
  - "Switzerland"
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Kühe, Shamonda-Virus, Deutschland; Aborte und Missbildungen bei Feten möglich

Presseinformation

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Presseinformation Nr. 08/2026
Halle, 20. August 2026

Shamonda-Virus – eine neue Viruserkrankung bei Rindern

Anfang August 2026 wurde sowohl in Frankreich, der Schweiz und
schließlich auch in Deutschland ein neues Virus nachgewiesen, das
Erkrankungen bei Rindern verursacht. Es handelt sich um eine neue,
europäische Variante des Shamonda-Virus (SHAV), das bisher in
anderen Varianten nur in Afrika und Asien zu finden war. Es gehört zu
den Orthobunya-Viren und ist mit dem Schmallenbergvirus verwandt.

Gefunden wurde der Erreger in Proben von Kühen, die bestandsweise
gehäuft Fieber, Durchfall, reduzierte Futteraufnahme und
Milchleistungsabfall zeigten. In der Diagnostik wurden keine anderen,
bekannten Erreger gefunden. Schafe und Ziegen scheinen nicht betroffen
zu sein.
In Deutschland gibt es bisher Nachweise in Baden-Württemberg,
Rheinland-Pfalz und Hessen. In Sachsen Anhalt wurde der Erreger
bislang nicht nachgewiesen.
Bisher scheint das Virus bei erwachsenen Tieren nur milde klinische
Symptome zu verursachen, auch von einer erhöhten Sterblichkeit bei
Rindern wurde nicht berichtet. Die Verwandtschaft zum
Schmallenbergvirus legt jedoch nahe, dass der größte Schaden
entstehen kann, wenn tragende Kühe infiziert werden. In dem Fall
können Aborte, Missbildungen und Totgeburten auftreten.
Da die Ansteckung vermutlich über Gnitzen (kleine Stechinsekten)
erfolgt, ist mit einer weiteren Ausbreitung zu rechnen, denn die
Gnitzensaison dauert noch mindestens bis Oktober.
Andere, verwandte Viren stellen nach bisherigem Wissensstand keine
Gefahr für den Menschen dar, sodass auch für das neu aufgetretene
SHAV keine zoonotischen Eigenschaften angenommen werden.

Rinderhalter in Sachsen-Anhalt sollten daher besonders aufmerksam
sein, wenn es zu unklaren fieberhaften Erkrankungen mit Durchfall
kommt oder vermehrt Aborte bzw. Missbildungen bei Feten oder
neugeborenen Tieren auftreten. Bitte schicken Sie Proben zur Abklärung
an das Landesamt für Verbraucherschutz nach Stendal. Zurzeit steht

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ausschließlich der molekularbiologische Nachweis (PCR) zur Verfügung. Da das Virus nur
kurze Zeit im Blut nachweisbar ist, eignen sich Blutproben (EDTA oder Serum) vor allem von
frisch erkrankten Rindern, die sich in der Fieberphase befinden. Abortmaterial oder
missgebildete Feten schicken Sie bitte in möglichst frischem Zustand inkl. Eihäuten an unser
Labor. Bitte informieren Sie in jedem Fall auch das zuständige Veterinäramt. Die Diagnostik ist
wichtig, um andere wichtige Viruserkrankungen (z.B. EHD, BTV) abklären zu können.
Blutproben werden mit einem HIT-generiertem Untersuchungsantrag eingeschickt, den
Untersuchungsantrag zur Sektion von Abortmaterial und Feten finden Sie unter diesem Link:
Untersuchungsanträge für Tierärzte/Tierhalter/Jäger

Wir werden diese Presseinformation aktuell halten und stehen für Fragen gerne zur Verfügung.

Stand 18.08.2026

Für weitere Informationen besuchen Sie uns im Verbraucherschutzportal unter
verbraucherschutz.sachsen-anhalt.de/