AdPoint analysiert aktuelle Google Ads für Amazon-Händler in Deutschland, Benchmark-Insights; Amazon dominiert 63,3% des deutschen Onlinehandels 2025 Marktanteil

Google Ads Agentur für Amazon-Händler | AdPoint

Google Ads Agentur für Amazon-Händler

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Amazon-Händler befinden sich in einer besonderen Ausgangslage: Sie verkaufen auf einer Plattform mit enormer Kaufnachfrage, besitzen aber deutlich weniger Kontrolle über Customer Journey, Tracking und Kundendaten als Händler mit einem eigenen Onlineshop. Gleichzeitig konkurrieren sie innerhalb von Amazon um Sichtbarkeit und können zusätzlich außerhalb des Marktplatzes neue Nachfrage über Google erschließen.

Damit entstehen zwei grundsätzlich verschiedene Werbewelten. Amazon Ads erreicht Kunden innerhalb des Amazon-Ökosystems und ist eng mit Produktdetailseiten und Marketplace-Conversions verbunden. Google Ads kann Amazon-Händler dagegen bereits erreichen, bevor ein Nutzer überhaupt bei Amazon sucht – beispielsweise über konkrete Produktsuchen in Google. Für Marken kann externer Google-Traffic deshalb ein zusätzlicher Akquisitionskanal sein, sofern Messung, Produktökonomie und Zielseite sauber gelöst sind.

Genau hier wird Google Ads für Amazon Seller anspruchsvoller als für einen klassischen Onlineshop. Ein Google-Ads-Conversion-Tag lässt sich nicht einfach im Amazon-Checkout des Händlers installieren. Google Shopping wiederum setzt im Standardmodell einen eigenen, kontrollierten Onlineshop voraus. Und wer externen Traffic auf eine schwache Amazon-Produktseite schickt, kauft lediglich zusätzliche Besucher für ein Angebot ein, das möglicherweise weder beim Preis noch bei Bewertungen, Lieferfähigkeit oder Featured Offer wettbewerbsfähig ist.

AdPoint betrachtet Google Ads für Amazon-Händler deshalb als Cross-Channel-Akquisition : Google erzeugt beziehungsweise erschließt zusätzliche Nachfrage, Amazon übernimmt einen Teil des Kauferlebnisses, Amazon Attribution misst soweit möglich die Wirkung des externen Traffics und die tatsächliche Produktmarge entscheidet darüber, welche Kampagnen wirtschaftlich skalierbar sind.

Datengrundlage dieser Analyse: Eigene AdPoint-Auswertung von 549 unterschiedlichen Keywordformulierungen aus insgesamt 567 Keywordzeilen in drei KWFinder-Datensätzen zu „Amazon Händler“, „Auf Amazon verkaufen“ und „Amazon Werbung“. Überschneidungen wurden bei der Ermittlung der unterschiedlichen Keywordformulierungen bereinigt; Suchvolumina überlappender Begriffe wurden nicht addiert. Ergänzt wurde die Analyse um aktuelle Daten des HDE-Online-Monitors 2026 sowie Informationen von Amazon und Google zu Marketplace, Amazon Ads, Amazon Attribution, Seller-Gebühren und Merchant Center. Stand: August 2026. Suchvolumen, CPC, PPC-Wettbewerb und Keyword Difficulty aus Keyword-Tools sind Schätzwerte; CPC-Werte werden entsprechend den gelieferten Daten in US-Dollar angegeben. Da Amazon-Händler nicht an einen lokalen Einsatzradius gebunden sind, wurde keine künstliche Stadtanalyse erzwungen; stattdessen bildet der dritte Datensatz die wirtschaftlich relevantere Werbeintention ab.

Amazon dominiert große Teile des deutschen Onlinehandels

Der deutsche Onlinehandel erzielte nach dem HDE-Online-Monitor 2026 im Jahr 2025 einen Nettoumsatz von 92,3 Milliarden Euro . Gegenüber 2024 entspricht das einem Wachstum von 3,9 Prozent. Besonders relevant für Amazon-Händler ist die Rolle von Marktplätzen: Rund 56,7 Prozent des deutschen Onlineumsatzes liefen 2025 über Online-Marktplätze.

In der institutionellen Betrachtung des HDE beziehungsweise IFH Köln entfielen 2025 46,1 Prozent des deutschen Onlinehandels auf den Amazon.de-Marketplace und weitere 17,2 Prozent auf Amazons Eigenhandel. Zusammen entspricht dies in dieser Abgrenzung 63,3 Prozent. Der HDE weist ausdrücklich darauf hin, dass die Betrachtung von Amazon.de auch Umsätze aus dem europäischen Ausland umfasst; die Zahl sollte deshalb nicht mit einem rein inländischen Händlerumsatz verwechselt werden.

Auch Amazons eigener KMU-Report zeigt die Größenordnung des Händlerökosystems. Demnach verkauften 2024 rund 47.000 kleine und mittlere Unternehmen aus Deutschland über Amazon. Mehr als 80 Prozent dieser Unternehmen verkauften international. Der Exportumsatz deutscher KMU erreichte 5,7 Milliarden Euro, und insgesamt wurden über 750 Millionen Produkte verkauft. Mehr als 170.000 Beschäftigte arbeiteten laut Amazon bei diesen Unternehmen für deren Amazon-Geschäft.

Für Google Ads ergibt sich daraus ein interessanter Markt: Amazon-Händler konkurrieren nicht in einer Nische, sondern in einem der größten Vertriebssysteme des deutschen Onlinehandels. Gleichzeitig darf Plattformgröße nicht mit Händlerprofitabilität verwechselt werden. Amazon-Gebühren, Einkaufspreise, Fulfillment, Retouren und Werbung reduzieren den Spielraum, der für zusätzlichen externen Traffic zur Verfügung steht.

Amazon konkurriert teilweise selbst als Händler

Die Suche nach „Amazon Händler“ bildet nur einen kleinen Teil des Marktes ab

Das exakte Keyword „Amazon Händler“ erreicht in den gelieferten Daten lediglich rund 120 durchschnittliche monatliche Suchanfragen. Die letzten drei Monate liegen bei etwa 90. KWFinder klassifiziert die Suchintention als navigational.

Die eigentliche Suchnachfrage rund um das Verkaufen auf Amazon verteilt sich auf viele andere Formulierungen.

Quelle: Eigene AdPoint-KWFinder-Auswertung, August 2026. CPC in US-Dollar.

„Auf Amazon verkaufen“ wird im Datensatz ausdrücklich als transactional klassifiziert. Die Suchenden möchten also nicht lediglich etwas über Amazon wissen, sondern beschäftigen sich konkret mit dem Einstieg als Verkäufer.

Für eine Google Ads Agentur für Amazon-Händler sind diese Keywords trotzdem nicht automatisch Akquisitionskeywords für Endkunden. Sie beschreiben vielmehr das Händlerökosystem selbst. Ein etablierter Verkäufer, der beispielsweise Kaffeemaschinen, Werkzeug oder Kosmetik vertreibt, muss mit Google Ads letztlich auf die produktspezifische Kaufnachfrage seiner eigenen Kategorie abzielen.

Damit unterscheidet sich diese Branchenanalyse von einem Fensterbauer oder Zahnarzt: Das Keyword „Amazon Händler“ ist nicht das Keyword, mit dem der Kunde des Händlers dessen Produkt sucht.

Die Suchnachfrage nach dem Einstieg als Amazon Seller geht zurück

Mehrere Seller-Keywords zeigen in den gelieferten Daten eine rückläufige Entwicklung. „Amazon verkaufen“ liegt langfristig bei durchschnittlich rund 1.900 monatlichen Suchanfragen, im Durchschnitt der letzten drei Monate jedoch bei etwa 1.400. Bei „Auf Amazon verkaufen“ sinkt der Wert von rund 890 auf 630, bei „Amazon Händler“ von 120 auf 90.

Für „Auf Amazon verkaufen“ weist KWFinder ein Interest Growth von -48 Prozent aus, für „Amazon Verkäufer werden“ -61 Prozent und für „Amazon FBA Kosten“ -53 Prozent.

Diese Werte bedeuten nicht, dass der Amazon Marketplace schrumpft. Die aktuellen HDE- und Amazon-Marktdaten zeigen weiterhin einen sehr großen Marketplace-Markt. Die Keywordentwicklung legt vielmehr nahe, dass das öffentliche Suchinteresse rund um den Einstieg in das Amazon-Seller-Modell gegenüber früheren Jahren abgenommen hat.

Für bereits etablierte Händler kann das sogar eine wichtige Erkenntnis sein: Das eigentliche Wachstum muss nicht daraus entstehen, dass ständig neue Menschen „Amazon Seller werden“ googeln. Entscheidend ist die Nachfrage nach den Produkten, die bereits verkauft werden.

„Amazon Werbung“ ist ein besonders gefährliches Keyword

Das Keyword „Amazon Werbung“ erreicht rund 1.800 durchschnittliche monatliche Suchanfragen und einen geschätzten CPC von 9,28 US-Dollar. Auf den ersten Blick könnte man vermuten, dahinter stehe ein großer Markt von Amazon-Händlern, die Werbung schalten möchten.

Die bereitgestellten Daten und SERPs zeigen jedoch ein völlig anderes Bild.

Im selben Keywordcluster erreicht beispielsweise „Amazon Prime Werbung“ rund 3.800 monatliche Suchanfragen. Weitere Begriffe lauten „Prime ohne Werbung“, „Amazon Werbung TV“, „Amazon Werbung entfernen“, „neue Amazon Werbung“ oder beziehen sich auf konkrete Fernsehspots. Die aktuelle SERP zum Hauptkeyword wird zudem stark von Nachrichten- und Verbraucherbeiträgen rund um Werbung bei Amazon beziehungsweise Prime geprägt.

Damit ist „Amazon Werbung“ ein klassisches Beispiel dafür, warum hohes Suchvolumen ohne Suchintent-Analyse wertlos sein kann.

Quelle: Eigene AdPoint-KWFinder-Auswertung, August 2026.

Die Unterschiede im PPC-Wettbewerb sind aufschlussreich. „Amazon Werbung“ besitzt einen PPC-Wert von lediglich 29. Das wesentlich spezifischere „Amazon Werbung schalten“ liegt dagegen bei 70, „Amazon Seller Werbung“ bei 76 und „Amazon PPC Werbung“ sogar bei 86.

Das Suchvolumen wird kleiner, die kommerzielle Eindeutigkeit nimmt zu.

Amazon Ads und Google Ads sind zwei unterschiedliche Werbesysteme

Für Amazon-Händler ist eine klare begriffliche Trennung wichtig.

Amazon bietet mit Sponsored Products, Sponsored Brands und weiteren Formaten eigene Werbelösungen. Sponsored Products werden nach dem Cost-per-Click-Prinzip abgerechnet und können innerhalb der Amazon-Suchergebnisse sowie auf Produktdetailseiten und inzwischen teilweise auch außerhalb des Amazon-Stores erscheinen. Händler können unter anderem Keyword- beziehungsweise Produkttargeting nutzen.

Google Ads setzt dagegen außerhalb des Amazon-Marktplatzes an.

Für viele Händler ist deshalb nicht Amazon Ads oder Google Ads die richtige Frage.

Welche Nachfrage sollte innerhalb Amazons abgeholt werden – und welche zusätzliche Nachfrage können wir außerhalb von Amazon profitabel erschließen?

Nutzer befindet sich im Amazon-Ökosystem

Nutzer sucht bzw. bewegt sich außerhalb von Amazon

bei Amazon-Zielseiten über Amazon Attribution

bei eigener Website deutlich höher

Warum Google Ads für Amazon Seller überhaupt interessant sein kann

Ein Teil der Käufer beginnt die Produktsuche nicht bei Amazon, sondern bei Google. Gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten, Markenprodukten, konkreten Modellbezeichnungen oder sehr spezifischen Longtail-Suchen kann Google einen zusätzlichen Einstiegspunkt in die Customer Journey darstellen.

Ein Hersteller könnte beispielsweise für Suchanfragen zu seiner Marke, einem konkreten Produktmodell oder einer speziellen Problemlösung werben und den Nutzer anschließend zur entsprechenden Amazon-Produktdetailseite oder zum Amazon Store führen.

Diese Strategie ist insbesondere interessant, wenn Amazon für den Händler eine sehr hohe Conversion-Wahrscheinlichkeit bietet. Kunden kennen den Checkout, besitzen häufig bereits ein Konto und können von Prime-Versand oder anderen Amazon-Services profitieren.

Der Nachteil: Der Händler gibt einen erheblichen Teil der Customer Journey und der Datenkontrolle an Amazon ab.

Amazon Attribution macht externen Google-Traffic messbarer

Amazon hat genau für dieses Problem Amazon Attribution entwickelt. Die kostenlose Messlösung soll zeigen, wie Marketingkanäle außerhalb von Amazon die Produktentdeckung und Käufe auf Amazon beeinflussen.

Amazon Attribution kann unter anderem externe Suchmaschinen-, Social-, Display-, Video-, E-Mail- und Influencer-Kampagnen messen. Attribution-Tags werden in die Ziel-URLs der externen Werbung integriert; anschließend können unter anderem Klicks, Produktdetailseitenaufrufe, Warenkorb-Aktionen und Verkäufe ausgewertet werden.

Besonders interessant für Google Ads: Amazon bietet eine Bulk-Funktion, über die bis zu 100.000 Google-Search-Keywords mit Attribution-Tags verarbeitet werden können. Das zeigt ausdrücklich, dass Google Search als externer Traffic-Kanal für Amazon-Produkte vorgesehen ist.

Amazon Attribution ist aktuell unter anderem in Deutschland für berechtigte Verkäufer im Amazon Brand Registry mit entsprechendem Markenvertreterstatus, Vendors sowie unterstützende Agenturen und Tool-Anbieter verfügbar.

Amazon Attribution ist trotzdem kein eigener Google-Ads-Pixel

Amazon Attribution verbessert die Messbarkeit erheblich, macht eine Amazon-Produktseite aber nicht zu einem normalen eigenen Onlineshop.

Der Händler kann keinen fre