Gasthof Zum Ochsen sucht neue Bestimmung in Röttingen; Käuferprovision provisionsfrei
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Historischer Gasthof in Röttingen 97285 Röttingen Kaufpreis: auf Anfrage Exposé der Denkmal-Börse Ansprechpartner:
Tel.: 09338 90151
Edgar Lochner
Mail: fam.lochner@yahoo.de
© Foto: R. Noerpel
Hinweis Alle Angaben beruhen auf Informationen des Verkäufers. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege übernimmt keinerlei Haftung für evtl. nicht oder nicht mehr zutreffende Angaben. Der erfolgreiche Verkauf des Anwesens sowie anderweitige Sachverhaltsänderungen sind dem BLfD unverzüglich mitzuteilen. Die Beschreibung des Denkmals (Objektexposé) wird dann auf entsprechenden Hinweis des Verkäufers entfernt werden. Schäden, die durch unterlassene oder fehlerhafte Informationen des Verkäufers entstehen, sind von diesem zu tragen.
Historischer Gasthof mit viel Platz für neue Gestaltungsformen, auch für ein neues Wohnprojekt Wohnfläche: je nach Nutzung Grundstücksfläche: ca. 990 m² Baujahr: 17. Jahrhundert © Foto: R. Noerpel
Historischer Gasthof mit langer Geschichte sucht neue Bestimmung Mitten in Röttingen, dem bezaubernden Weinort an der Tauber, finden Sie am Marktplatz das wunderschöne Gasthaus „Zum Ochsen“. Hier haben Sie früher fränkische Spezialitäten mit einheimischem Wein oder Bier bekommen und konnten im ersten Stock ruhig übernachten. Der Gasthof steht an der Nordseite des langgezogenen Marktplatzes und umfasst zwei traufseitig stehende Satteldachbauten, die ursprünglich zwei Parzellen belegten. Östlich steht ein spätklassizistischer, durch aufwändige Fenstergliederung geschmückter Massivbau mit hohem Kniestock und flach geneigtem Dach, westlich ein älterer, noch im 17. Jahrhundert errichteter Fachwerkbau mit nachträglich aufgesetztem Zwerchhaus und massivem Erdgeschoss. Hier führt eine Durchfahrt in einen großen Hof mit zwei Rückgebäuden. Das östliche stammt noch aus dem 16. Jahrhundert und zeichnet sich im 2. Obergeschoss durch eine vollständig erhaltene Trockenlaube aus. Ferner befindet sich dort neben einer Scheune auch noch eine alte Kegelbahn, die früher gerne und oft genutzt wurde.
Damals wie heute präsentiert sich das frühere Gasthaus „Zum Ochsen“ als einzigartiges historisches Ensemble, das viel über die Geschichte Röttingens und seiner Bewohner erzählen kann. Im Erdgeschoss ist in beiden Hausteilen die Gaststube eingerichtet, in den rückwärtigen Flügeln liegen die Küche, Lagerräume und der Zugang zum Eiskeller. Das Ober- und das Dachgeschoss nehmen vorwiegend Gästezimmer auf. Die Baugruppe bietet für Liebhaber historischer Bausubstanz und visionäre Bauherren mit Gespürt für Tradition und Zukunft viele Angebote zur Weiterentwicklung. Wollen Sie sich hier verwirklichen, die Geschichte fortschreiben oder ein neues Konzept für dies wunderschöne Ensemble finden?
Das Baudenkmal Gasthof
Zustand: Altbau, sanierungsbedürftig
Gewölbekeller
Dachterrasse
Holzfenster, Sprossenfenster
Holzboden, Steinboden
Garten
Scheune, Stallanlage
frei
Energie / Versorgung Energieausweis für ein Baudenkmal nicht
notwendig
Energieträger: Gas
Haustyp: Massivbau
Förderung Denkmalschutz-AfA
Sanierungs-AfA
Bundesförderung für effiziente Gebäude
Kapitalanlage
Käuferprovision provisionsfrei
Das Haus – gestern, heute, morgen Seit über 100 Jahren ist der Gasthof in Familienbesitz. Schon 1906 findet er sich auf einer Postkarte von Röttingen wieder. Das ortsbildprägende Gebäudeensemble des ehemaligen Gasthauses „Zum Ochsen“ liegt zentral am historischen Marktplatz und zählt zu den charakteristischen Bauten des Ortes. Mit seiner markanten Doppelfassade und der gewachsenen Struktur aus mehreren Jahrhunderten bildet es ein einzigartiges Zeugnis regionaler Baukultur. Das Anwesen besteht insgesamt aus vier miteinander verbundenen Gebäudeteilen, die sich in U-Form um einen ruhigen Innenhof gruppieren. Die ältesten Bereiche stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert und zeigen noch heute Fachwerk mit Lehmgefachen, Bruchsteinmauerwerk und historische Holzbalkendecken, der jüngste Bau stellt das im 19. Jahrhundert entstandene repräsentative Gasthaus dar. Zum Marktplatz präsentiert sich das Gebäude mit den zwei charakteristischen Fassaden: ein traditioneller Fachwerkbau und der historistischen Prachtbau des ehemaligen Gasthauses.
Im Inneren spiegeln sich die unterschiedlichen Bauphasen in der Raumstruktur und Ausstattung wider. In den älteren Gebäudeteilen sind noch originale Bauelemente erhalten, darunter Fachwerk mit Farbfassungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert sowie historische Putz- und Deckenreste. Der Gasthausbau des 19. Jahrhunderts zeigt eine schlichte, klassizistisch geprägte Gestaltung mit verputzten Innenflächen, holzverkleideten Decken und Kalkputzfassungen. Mit seiner historischen Substanz, der markanten Lage am Marktplatz und dem authentischen Charakter bietet das Ensemble vielfältige Möglichkeiten für eine denkmalgerechte Sanierung oder kreative Umnutzung – etwa für Gastronomie, kulturelle Einrichtungen, Büro- oder Wohnzwecke. Verschiedene Voruntersuchungen und Pläne wurden bereits vom Eigentümer durchgeführt und mit Fachleuten ausgearbeitet, auch Stellungnahmen bezüglich Förderungen von verschiedenen Stellen eingeholt, so dass Ihnen Herr Lochner hier schon einiges mitgeben kann und Sie auf Grundlegendes zurückgreifen können. Somit müssen Sie sich nur noch der Herausforderung stellen und Ihre Wünsche und Pläne verwirklichen.
Lagebeschreibung und Verkehrsanbindung Die Stadt Röttingen liegt im südlichen Landkreis Würzburg, im idyllischen Taubertal, eingebettet zwischen Weinbergen und sanften Hügeln. Als erste Europastadt Deutschlands steht Röttingen für Weltoffenheit, Gemeinschaft und kulturellen Austausch – Werte, die sich bis heute im lebendigen Stadtleben widerspiegeln. Röttingen zählt zu den schönsten Weinorten Main-Frankens und bietet mit seinem historischen Stadtkern, den gepflegten Fachwerkfassaden und der umgebenden Natur eine hohe Lebensqualität. Die Stadt verfügt über eine solide Infrastruktur mit Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf, Ärzten, Grundschule, Kindertagesstätten und einer Vielzahl aktiver Vereine. Kulturell ist Röttingen weit über die Region hinaus bekannt: Die Frankenfestspiele Röttingen im Burghof der Burg Brattenstein ziehen jedes Jahr Besucher aus ganz Deutschland an. Zahlreiche Veranstaltungen – vom Europäischen Weinfest bis hin zu Kleinkunst-, Musik- und Theaterveranstaltungen – prägen den Jahreslauf und schaffen eine lebendige, gemeinschaftliche Atmosphäre.
Die Verkehrsanbindung ist hervorragend. Über die nahegelegenen Bundes- und Landstraßen besteht Anschluss an die Autobahnen A3 und A7. Die Städte Weikersheim (ca. 8 km), Bad Mergentheim (ca. 18 km) und Würzburg (ca. 35 km) sind in kurzer Fahrzeit erreichbar und bieten Zugang zu wichtigen Wirtschafts-, Bildungs- und Kulturzentren. Der öffentliche Nahverkehr ist über Buslinien mit den umliegenden Gemeinden sowie den Bahnhöfen Weikersheim und Bad Mergentheim verbunden. Röttingen liegt zudem an der bekannten „Romantischen Straße“, einer der beliebtesten Ferienrouten Deutschlands, und profitiert vom touristischen Umfeld des lieblichen Taubertals. Wander- und Radwege, Weinberge und zahlreiche Freizeitmöglichkeiten machen den Ort attraktiv für Besucher wie für Bewohner. Insgesamt vereint Röttingen das Beste aus zwei Welten: die Ruhe und Ursprünglichkeit eines fränkischen Weinortes mit der Nähe zu wirtschaftlich starken Städten und einem lebendigen kulturellen Angebot. Damit bietet der Standort ideale Voraussetzungen für Wohnen, Arbeiten und Leben in einem geschichtsträchtigen und zugleich zukunftsorientierten Umfeld.
Förderung Maßnahmen, die zur Erhaltung und sinnvollen Nutzung des Baudenkmals erforderlich sind, sind – sofern hierzu zuvor die Zustimmung des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege erteilt wurde – steuerlich begünstigt (Steuerabschreibungen nach §§ 7i, 10f, 11 b EstG). Zuschüsse aus Mitteln der Denkmalpflege und im Rahmen des Städtebauförderung sind im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel im Grundsatz denkbar. Auch die Stadt Röttingen unterstützt hier, soweit sie kann. Herr Lochner als Eigentümer hat bereits im Vorfeld Förderstellen angesprochen und Abstimmungen erzielt. Er kann Ihnen hierzu gerne weiterhelfen.
Denkmalimpressionen © E. Lochner / BLfD